Was nützt der Schalter?

Auch wenn sein Projekt gelingt, bleibt ein großes Problem: Wird ein Smartphone tatsächlich erfolgreich mit Malware infiziert, helfen die Hardwareschalter nur wenig. Ein Nutzer kann eine Komponente zwar abschalten, wenn sie nicht genutzt wird. Doch spätestens, wenn zum Beispiel telefoniert werden soll, muss das verwundbare Gerät wieder aktiviert werden und ist genauso anfällig wie jedes andere Smartphone auch. Fraglich ist auch, wie genau die Schalter sinnvoll in ein Gerätedesign integriert werden können und wie die Software mit der ständigen Abschaltung von Geräten umgehen kann.

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Außerdem kann mit den Schaltern selbst kein Hack verhindert werden, wenn das Gerät mit dem Internet verbunden ist. Das kann nur ein sicheres Betriebssystem, mit aktueller Software und Firmware.

Auch zahlreiche wichtige Fragen zur Hardware abseits der Schalter sind offen, für die Sicherheit des Endprodukts aber von entscheidender Bedeutung. Auf welches SoC wird das Gerät setzen - und wie sieht es dort mit Firmwareupdates aus? Auch andere Hardwarekomponenten wie das WLAN, das LTE-Modem und das Baseband sind in fast jedem Android-Update mit zahlreichen Sicherheitspatches dabei. Bei der Verwendung eines Standard-OEM-Telefons ist nicht zu erwarten, dass die zugrundeliegende Hardware wirklich sicherere Komponenten einsetzt als bei anderen Smartphones.

Zur Ausstattung des Gerätes soll außerdem eine Technologie gehören, die die Verbindung mit gefälschten Basisstationen, sogenannten IMSI-Catchern oder Stingrays, verhindern soll. Detailinformationen dazu gibt es nicht.

Software, welche Software?

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Die einzige Information über die Software des Smartphones, die potenzielle Kunden in der Ankündigung sehen, betrifft einen "Web Search Optimizer", der anonymes Suchen im Internet ermöglichen soll. Besonders revolutionär ist das nicht, auch auf normalen Smartphones können schließlich alternative Suchmaschinen wie Duckduckgo verwendet werden.

Lediglich im Investorenteil der Webseite von McAfees Firma gibt es entsprechende Informationen. Dort heißt es, das Gerät solle Android verwenden und "mit den Kenntnissen von MGT's Cybersecurity Team modifiziert werden." Welche Verbesserungen das sein sollen, wird nicht erwähnt. McAfees Projekt wird damit mit den gleichen Security-Problemen zu kämpfen haben wie alle anderen Android-Hersteller.

Vorbestellungen werden angenommen

Nutzer können bereits ein Gerät vorbestellen und sollen dazu einen Voucher im Wert von 199 US-Dollar kaufen. Letztlich plant McAfee gemeinsam mit seiner Investmentfirma MGT Capital Invest also eine Art Crowdfunding, ohne jedoch über den bisherigen Erfolg der Verkäufe Rechenschaft abzulegen - auch ein Funding-Ziel gibt es nicht.

Mit dem Voucher können Kunden übrigens kein Gerät erwerben, sondern nur einen Rabatt auf den späteren Endverkaufspreis. Zu dessen Höhe gibt es keine Angaben. Bei einem anvisierten Gewinn pro Gerät von 350 US-Dollar dürfte das Gerät preislich aber in der Topliga angesiedelt sein.

Immerhin: Sollte das Produkt am Ende gar nicht zustande kommen, sollen Nutzer den Betrag zurückerstattet bekommen - abzüglich 6 US-Dollar Verwaltungsgebühr. Entwickeln McAfee und sein Team jedoch ein unbrauchbares Smartphone, das den Ankündigungen nicht entspricht, können die Kunden des Vouchers zwar auf den Kauf des Geräts und damit verbundene Mehrkosten verzichten, sind das Geld aber los.

Auch wenn MGT Capital Invest bereits ein börsennotiertes Unternehmen ist, gelten also die üblichen Warnungen bei Crowfundingprojekten. Vorsicht ist insbesondere bei dem Projekt eines Mannes geboten, der sich bereits mit einem angeblichen Whatsapp-Hack blamierte und die Öffentlichkeit dabei schlicht täuschte.

Die erste Version des Smartphones soll laut Angaben des Blogposts noch im August 2017 erscheinen. Diese sei dann aber noch nicht perfekt und nicht "unhackbar", heißt es auf der Webseite.

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 John McAfee Privacy Phone: Ein bisschen Hardware soll das Smartphone sicher machenWidersprüchliche Angaben auf der Webseite 
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jude 04. Mai 2017

Bin gespannt was aus dem Unsinn wird.

Anonymer Nutzer 04. Mai 2017

Jeder Nutzer bei jedem Gerät? Am besten das Werkzeug und einen Vorzugsschein auf den...

Ach 02. Mai 2017

Mit Hardwareschaltern werden Programmierer, Hacker, Kriminelle, Big Data- wie auch IT...



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