• IT-Karriere:
  • Services:

Fazit: Wir sind nicht überzeugt

Hat sich unsere ursprüngliche Skepsis nach der Befassung mit den Geräten gelegt? Nicht unbedingt. Bei den getesteten Geräten haben wir zwar keine peinlichen Sicherheitslücken wie offene SSH- oder Telnet-Ports gefunden.

Stellenmarkt
  1. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main

Doch der Mehrwert der meisten Geräte ist relativ gering. Eine bloße Verschleierung der IP-Adresse bietet eben nicht, wie oft angenommen, eine komplette Anonymisierung, sondern lediglich eine Standortverschleierung. Ein guter VPN kann also vor Abmahnungen schützen, nicht aber vor Fingerprinting oder einer gezielten Überwachung. Wer damit zufrieden ist, kann also einfach einen VPN nutzen.

Mit einer Privacy-Box ließe sich ein solch leistungsfähiger VPN mit der Familie teilen. Doch bis auf die Trutzbox war die Verbindungsgeschwindigkeit über VPN sehr langsam. Wenn dann jemand in der Familie Netflix schauen will, müsste dafür der VPN ausgeschaltet - oder das Netzwerk gewechselt werden. Damit ist das fast so kompliziert, wie jeweils einen eigenen VPN-Zugang einzurichten.

Die Virenschutzfunktionen der Geräte sind aus unserer Sicht irreführend und weitgehend nutzlos. Sie sollten deaktiviert werden, um Sicherheitslücken durch Sicherheitssoftware zu vermeiden. Die eigene Sicherheit lässt sich deutlich besser erhöhen, indem unnötige Sicherheitslücken wie Flash- oder Java-Plugins vom Rechner entfernt werden. Googles Safe-Browsing-Funktion ist in ihrer aktuellen Version in gängigen Browsern vorhanden. Auch hier besteht also kein akuter Bedarf.

Die Trutzbox, die Relaxbox und die Upribox bauen jeweils eigene WLAN-Netzwerke auf, die dann privates Surfen gewährleisten sollen. Das ist einerseits praktisch, weil Nutzer die Funktionen zielgenau nutzen können, wenn sie beim Surfen ein Mehr an Privatsphäre wollen. Andererseits sind die verwendeten WLAN-Sticks nicht so schnell wie moderne Router, auch die Reichweite ist deutlich geringer. Mit ein bisschen Konfiguration lassen sich die Geräte aber auch in bestehende Netzwerke eingliedern.

Die Upribox ist derzeit noch ein Bastelprojekt mit einigen interessanten Features. Das Gerät erfordert wenig Konfiguration und ist eine solide Basis zum Experimentieren. Aus unserer Sicht ist die Box vor allem geeignet, um weniger IT-affine Freunde und Verwandte mit mehr Privatsphäre auszustatten. An der Geschwindigkeit muss aber noch gearbeitet werden.

Die Konfiguration des Eblockers ist sehr einfach, führte im Test aber auch zu Problemen mit komplexeren Netzwerkanwendungen. Die Anonymisierung über das Tor-Netzwerk muss erst zugeschaltet werden, was letztlich sinnvoll ist, wir aber etwas verwirrend fanden. Weil Tor beim Eblocker nur Port 80 anonymisiert, kann letztlich auch ein Tor-Browser verwendet werden, der zudem extra gehärtet ist und von Haus aus zahlreiche Privatsphäre-Features mitbringt. Interessant fanden wir die Funktion, den User-Agent mit einem Klick umzustellen.

Die Trutzbox liefert Hardware mit Leistungsreserven und ein vollständiges Debian-System, dafür kostet das Gerät aber auch etwas mehr. Nutzer können mit etwas Erfahrung selbst NAS-Funktionen umsetzen oder Dienste wie Owncloud installieren. Außerdem bietet das Gerät einen eigenen Mailserver und bald auch einen WebRTC-Server, den wir bereits ausprobieren konnten. Wer den vollen Umfang des Gerätes nutzt, für den könnte sich die Anschaffung lohnen. Grundsätzlich sollten sich alle .deb-Pakete installieren lassen.

Die Relaxbox war in unserem Test noch deutlich zu langsam, Surfvergnügen kam so nicht auf. Der Mehrwert gegenüber einem guten VPN ist gering, gerade weil einige VPN-Dienste auch ohne extra Hardware Werbeblocker und Virenschutz implementieren. Es bleibt abzuwarten, ob das Update für die Verkaufsversion die Probleme behebt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Relaxbox
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. 8
  10. 9


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,99€
  2. 31,99€

maximilianpohl 21. Jul 2016

Hallo peterx, ja - das problem hättest Du mit der RelaxBox nicht mehr. Zum einen wird die...

Tobias Claren 07. Jun 2016

Angeblich wurde hier etwas entfernt. Ich kann keinen Hinweis finden. Scheinbar verband...

Auric 18. Apr 2016

https://www.conrad.de/de/phoenix-contact-fl-mguard-smart2-vpn-router-2700639-193775.html...

picaschaf 18. Apr 2016

Ich musste nach dem Upgrade meiner Leitung den Router neu positionieren, sonst hätte ich...

Tobias Claren 17. Apr 2016

Auf "illegalen" Webseiten braucht man eigentlich keinen IP-Schutz. Ich würde da nicht...


Folgen Sie uns
       


Beoplay H95 im Test: Toller Klang, aber für 800 Euro zu schwache ANC-Leistung
Beoplay H95 im Test
Toller Klang, aber für 800 Euro zu schwache ANC-Leistung

Der Beoplay H95 ist ein ANC-Kopfhörer mit einem tollen Klang. Aber wer dafür viel Geld ausgibt, muss sich mit einigen Kompromissen abfinden.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Core i7-1185G7 (Tiger Lake) im Test: Gut gebrüllt, Intel
    Core i7-1185G7 (Tiger Lake) im Test
    Gut gebrüllt, Intel

    Dank vier äußerst schneller CPU-Kerne und überraschend flotter iGPU gibt Tiger Lake verglichen zu AMDs Ryzen 4000 eine gute Figur ab.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Tiger Lake Überblick zu Intels 11th-Gen-Laptops
    2. Project Athena 2.0 Evo-Ultrabooks gibt es nur mit Windows 10
    3. Ultrabook-Chip Das kann Intels Tiger Lake

    Cowboy 3 vs. Vanmoof S3 im Test: Das Duell der Purismus-Pedelecs
    Cowboy 3 vs. Vanmoof S3 im Test
    Das Duell der Purismus-Pedelecs

    Schwarz, schlank und schick sind die urbanen E-Bikes von Cowboy und Vanmoof. Doch nur eines der Pedelecs liest unsere Gedanken.
    Ein Praxistest von Martin Wolf

    1. Montage an der Bremse E-Antrieb für Mountainbikes zum Nachrüsten
    2. Hopper Dreirad mit Dach soll Autos aus der Stadt verdrängen
    3. Alternative zum Auto ADAC warnt vor Überlastung von E-Bikes

      •  /