Relaxbox

Die Relaxbox stammt von einem kleinen Berliner Startup, die erste Charge wurde über Crowdfunding finanziert. Das System soll die Privatsphäre der Nutzer verbessern und außerdem vor Viren schützen. Wir haben ein Vorabmodell aus dem Crowdfunding getestet, das in der Redaktion vorhanden war. Die Auslieferung der Serienmodelle soll Ende April beginnen.

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Das Gerät basiert auf der Haplite-Plattform und dem damit ausgelieferten Router-OS der Firma Mikrotek, einem Linux-Derivat. Die Qualcomm-CPU taktet mit 650 MHz und bietet nur einen Kern. Der Arbeitsspeicher ist mit 32 MByte recht dürftig bemessen, der integrierte WLAN-Host funkt maximal mit N-WLAN-Geschwindigkeit.

Die Relaxbox-Macher integrieren einen auf OpenVPN basierenden eigenen VPN-Dienst mit dem Virenscanner Clam AV sowie Googles Safe-Surf-API. So sollen Nutzer nicht nur vor der Identifizierung durch Webseitenbetreiber geschützt werden, sondern auch vor Viren und Trojanern.

Systembedingt kann dieser Virenschutz nur eingeschränkt funktionieren. Denn einerseits ist der Schutz nur auf Port 80 verfügbar - also beim normalen Websurfen - andererseits kann die Box mangels SSL-Zertifikat nicht in verschlüsselte Verbindungen hineinschauen. Darauf weist das System auch an verschiedenen Stellen hin. Unerfahrene Nutzer könnten sich trotzdem in falscher Sicherheit wähnen. Der Verzicht auf die Analyse von SSL-Verbindungen sei eine bewusste Design-Entscheidung, sagte der Pressesprecher des Unternehmens, Maximilian Pohl, im Gespräch mit Golem.de: "Wir wollen verschlüsselte Verbindungen gar nicht aufmachen können."

  • Die Konfiguration der Trutzbox. Die Anleitung ist auch für Einsteiger geeignet.  (Bild: Comidio)
  • Die Konfiguration der Trutzbox. Die Anleitung ist auch für Einsteiger geeignet.  (Bild: Comidio)
  • Die Einrichtung der Trutzbox. Die Anleitung ist auch für Einsteiger geeignet. (Bild: Comidio)
  • Die Testgeräte im Überblick (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Relaxbox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Eblocker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Relaxbox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Upribox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Upribox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Trutzbox mit WLAN-Stick (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Trutzbox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Trutzbox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Upribox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Eblocker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Relaxbox wurde pre Crowdfunding finanziert. (Screenshot: Hauke Gierow/Golem.de)
  • Die Relaxbox wird nicht lokal, sondern über das Internet konfiguriert. Viel einzustellen gibt es aber nicht. (Screenshot: Hauke Gierow/Golem.de)
  • Im Relaxbox-Konfigurator werden auch Netzwerkstörungen angezeigt. (Screenshot: Hauke Gierow/Golem.de)
  • Die Konfiguration des Eblocker (Screenshot: Hauke Gierow/Golem.de)
  • Die Upribox wird im Browser lokal konfiguriert. (Screenshot: Hauke Gierow/Golem.de)
  • Statusanzeige der Upribox. (Screenshot: Hauke Gierow/Golem.de)
Die Relaxbox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Auch die Integration von Googles Safe Browsing API bietet nur wenig zusätzlichen Schutz - und es gibt Probleme bei der Privatsphäre. Denn einerseits ist diese in moderne Webbrowser bereits integriert. Und andererseits überträgt eine frühere Version der API die aufgerufenen URLs im Klartext an Google. Erst mit der Version v3 der API werden die URLs vor der Übertragung gehasht.

Angaben zu VPN-Geschwindigkeit sind irreführend

Wenn die Relaxbox in den Handel kommt, wird es verschiedene Tarife geben: Free - damit werden maximal 1 MBit/s möglich. Im Basic-Tarif werden Surfgeschwindigkeiten von bis zu 10 MBit/s versprochen - für 6,99. Werbeblocker, Google Safe Browsing, Phishing-Schutz und Jugendschutzfilter sind jedoch erst im teuersten Tarif enthalten. Der Premium-Tarif kostet 10,99 im Monat und soll bis zu 30 MBit/s ermöglichen. Basic- und Premium-Tarif können auch ein Jahr im Voraus bezahlt werden, dann sinkt der Preis um einen beziehungsweise zwei Euro pro Monat.

Bereits beim Crowdfunding wurden verschiedene Stufen angeboten. Die VPN-Geschwindigkeit im teuersten Tarif wurde mit "Unbegrenzt" angegeben, was wir sehr missverständlich finden. Denn letztlich bedeutet das nur, dass die VPN-Geschwindigkeit vom Betreiber nicht künstlich gedrosselt wird. Darauf angesprochen sagt Pohl: "Diese Angabe ist bei VPN-Betreibern Standard."

Im Test ist die Geschwindigkeit des Crowdfunding-Modells noch sehr langsam. Mehr als 16 MBit erreichen wir zu keinem Zeitpunkt. Unser Tarif sollte aber eigentlich Geschwindigkeiten jenseits der 20 MBit ermöglichen. "Die Geschwindigkeit ist eines der Dinge, die wir in Zukunft verbessern wollen", sagt Pohl. Mit den Crowdfunding-Nutzern habe man jetzt zahlreiche Erfahrungen gemacht, die in die weitere Entwicklung der Box fließen.

Ende April sollen die Crowdfunding-Nutzer ein Update erhalten, mit dem dann auch die Geschwindigkeit merklich verbessert werden soll. Im derzeit mit dem Gerät ausgelieferten Mini-Handbuch finden sich noch fehlerhafte URLs, die eigentlich auf AGB und Datenschutzbestimmungen verweisen sollen. Hier sollte noch einmal nachgebessert werden.

Die Werbeblocker-Funktionen waren bei unserem Gerät noch nicht aktiv. Tatsächlich betrachten die Macher das Feature auch eher als Addon, wie sie im Gespräch sagten. Für die Werbefreiheit soll im Endprodukt der Dienst Privoxy genutzt werden. Wir werden dann noch einmal Erfahrungen nachtragen.

Uns überzeugt das Gerät nicht. Neben dem Anschaffungspreis kommen vor allem mit dem Premium-Tarif recht hohe Kosten auf die Nutzer zu. Der Mehrwert gegenüber einem reinen VPN-Dienst ist dabei recht gering.

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 Trutzbox bietet einen lokalen MailserverFazit: Wir sind nicht überzeugt 
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maximilianpohl 21. Jul 2016

Hallo peterx, ja - das problem hättest Du mit der RelaxBox nicht mehr. Zum einen wird die...

Tobias Claren 07. Jun 2016

Angeblich wurde hier etwas entfernt. Ich kann keinen Hinweis finden. Scheinbar verband...

Auric 18. Apr 2016

https://www.conrad.de/de/phoenix-contact-fl-mguard-smart2-vpn-router-2700639-193775.html...

picaschaf 18. Apr 2016

Ich musste nach dem Upgrade meiner Leitung den Router neu positionieren, sonst hätte ich...

Tobias Claren 17. Apr 2016

Auf "illegalen" Webseiten braucht man eigentlich keinen IP-Schutz. Ich würde da nicht...


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