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Der Eblocker: ein Gerät, das ganze Netzwerk zu übernehmen

Unser zweites Testgerät ist der Eblocker. Auch dieser kleine Kasten basiert auf einem Minirechner, in diesem Fall dem Banana Pi. Das Unternehmen Eblocker GmbH hat die Produktion des Gerätes in einer Crowdfunding-Kampagne finanziert. Wir konnten einen Prototyp testen.

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Der Eblocker verspricht den Nutzern eine trackingfreie Nutzung des Internets, einen Schutz vor dynamischen Preisen auf Webseiten und verhaltensabhängiger Werbung. Zudem soll er die Erstellung von Nutzerprofilen verhindern. Die Installation des Gerätes verläuft unproblematisch. Anders als die anderen Geräte baut das Gerät kein eigenes WLAN auf, sondern nistet sich direkt im Netzwerk ein. Strom rein, Netzwerkkabel rein - fertig. Das ist einfach, führt im Test aber auch zu Problemen. Dazu später mehr.

Alle Funktionen des Gerätes können über eine Weboberfläche eingestellt werden. Außerdem blendet der Eblocker nach der Aktivierung auf allen Webseiten ohne HTTPS-Verschlüsselung eine Javascript-Toolbar ein, die anzeigt, wie viele Tracker auf einer Seite blockiert wurden und bietet direkt im Browser weitere Konfigurationsmöglichkeiten. Uns ist nicht ganz wohl dabei, dass ein solches Gerät Manipulationen dieser Art vornimmt, auch wenn die Konfiguration dadurch natürlich vereinfacht wird. Bei Seiten mit HTTPS-Verschlüsselung funktioniert die Toolbar in der ersten getesteten Version noch nicht, weil keine Manipulation der übertragenen Daten durch das Gerät möglich war.

Im zweiten Schritt konnten wir ein Image mit SSL-Funktion testen. Das Feature ist sinnvoll umgesetzt: Jeder Eblocker bekommt sein eigenes lokal erstelltes Zertifikat, so dass Angriffe wie gegen Lenovo- oder Dell-Rechner im vergangenen Jahr nicht zu befürchten sind. Außerdem ist eine Liste an Domains hinterlegt, bei denen der Eblocker die Verbindung nicht aufmacht und die Verschlüsselung somit auch vor dem Eblocker bestehen bleibt. In der bestehenden Konfiguration sind das vor allem Onlinebanking-Seiten, Nutzer können aber weitere Domains einfach hinzufügen.

Anonymisierungsfunktion unglücklich gelöst

Die Anonymisierung finden wir etwas unglücklich gelöst. Nach der Beschreibung gingen wir davon aus, dass das Gerät direkt nach dem Einstecken die IP-Adresse verschleiert. Doch die Funktion muss erst über die Toolbar aktiviert werden. Die Surfgeschwindigkeit variiert je nach aktivem Exit-Node, denn die Verbindung wird über das Tor-Netzwerk hergestellt. Grundsätzlich werden nur Netzwerkanfragen auf Port 80 über Tor geroutet. Wer seine Mails über IMAP abfragt, verschleiert seinen Standort daher nicht. Wem es nur auf die Verschleierung des Standortes ankommt, kann in diesem Fall also auch den Tor-Browser nutzen.

  • Die Konfiguration der Trutzbox. Die Anleitung ist auch für Einsteiger geeignet.  (Bild: Comidio)
  • Die Konfiguration der Trutzbox. Die Anleitung ist auch für Einsteiger geeignet.  (Bild: Comidio)
  • Die Einrichtung der Trutzbox. Die Anleitung ist auch für Einsteiger geeignet. (Bild: Comidio)
  • Die Testgeräte im Überblick (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Relaxbox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Eblocker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Relaxbox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Upribox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Upribox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Trutzbox mit WLAN-Stick (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Trutzbox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Trutzbox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Upribox (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Eblocker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Relaxbox wurde pre Crowdfunding finanziert. (Screenshot: Hauke Gierow/Golem.de)
  • Die Relaxbox wird nicht lokal, sondern über das Internet konfiguriert. Viel einzustellen gibt es aber nicht. (Screenshot: Hauke Gierow/Golem.de)
  • Im Relaxbox-Konfigurator werden auch Netzwerkstörungen angezeigt. (Screenshot: Hauke Gierow/Golem.de)
  • Die Konfiguration des Eblocker (Screenshot: Hauke Gierow/Golem.de)
  • Die Upribox wird im Browser lokal konfiguriert. (Screenshot: Hauke Gierow/Golem.de)
  • Statusanzeige der Upribox. (Screenshot: Hauke Gierow/Golem.de)
Der Eblocker (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Später soll auch die Integration bestehender VPN-Netzwerke möglich sein, wie Geschäftsführer Christian Bennefeld im Gespräch mit Golem.de sagte. Dann wäre eine höhere Geschwindigkeit möglich, aber es fallen für einen leistungsfähigen VPN auch weitere Kosten an.

Interessant finden wir die Funktion, einer Webseite ein anderes Gerät als das eigentlich verwendete vorzutäuschen. Eblocker-Nutzer können so auf ihrem iPad so tun, als ob sie einen Windows-Rechner einsetzten. Das könnte helfen, wenn Webseiten ihre Preise für Apple-Nutzer nach oben korrigieren oder eher die teurere Alternative als Standard vorschlagen, wie es bereits in verschiedenen Fällen berichtet wurde. IT-affine Nutzer können den User-Agent ihres Browsers auch selbst oder mittels Plugins ändern, als Plug-und-Play-Lösung umgesetzt ist dieses Feature mit dem Eblocker aber für deutlich mehr Nutzer verfügbar.

 Keine volle Anonymisierung durch VPNZero-Installation macht Probleme 
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maximilianpohl 21. Jul 2016

Hallo peterx, ja - das problem hättest Du mit der RelaxBox nicht mehr. Zum einen wird die...

Tobias Claren 07. Jun 2016

Angeblich wurde hier etwas entfernt. Ich kann keinen Hinweis finden. Scheinbar verband...

Auric 18. Apr 2016

https://www.conrad.de/de/phoenix-contact-fl-mguard-smart2-vpn-router-2700639-193775.html...

picaschaf 18. Apr 2016

Ich musste nach dem Upgrade meiner Leitung den Router neu positionieren, sonst hätte ich...

Tobias Claren 17. Apr 2016

Auf "illegalen" Webseiten braucht man eigentlich keinen IP-Schutz. Ich würde da nicht...


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