Prism-Skandal: Edward Snowden beantragt Asyl in Ecuador
NSA-Whistleblower Edward Snowden hat Asyl in Ecuador beantragt. Das hat der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patiño Aroca per Twitter mitgeteilt(öffnet im neuen Fenster) . Zuvor war Snowden von Hongkong nach Moskau gereist.
Die Hongkonger Regierung hatte in einer Erklärung mitgeteilt , dass Snowden auf eigenen Wunsch abgereist sei. Der 30-Jährige war am Nachmittag am Flughafen Moskau-Scheremetjewo eingetroffen. Die US-Regierung war über die Abreise informiert worden.
Snowden drohen in den USA bis zu 30 Jahre Haft . Nach einer veröffentlichten Anklage gegen den Informanten wollten die USA die Auslieferung aus Hongkong erwirken.
Snowden wird des Diebstahls und der Spionage durch "die freiwillige unerlaubte Weitergabe von Geheimdienstinformationen an eine nichtautorisierte Person" und der Verbreitung von Informationen zu geheimer "Kommunikationsüberwachung" beschuldigt. Auf jeden der drei Anklagepunkte steht eine Höchststrafe von jeweils zehn Jahren Haft.
Die US-Regierung hatte die Anklage am 14. Juni bei einem Bundesgericht in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia eingereicht, wo Snowdens früherer Arbeitgeber und NSA-Auftragsnehmer Booz Allen Hamilton seinen Sitz hat.
Nachtrag vom 24. Juni 2013, 11:40 Uhr
Medienberichten zufolge sollte Snowden am Montagmittag gegen 14 Uhr Moskauer Zeit (12 Uhr MESZ) mit einem Flugzeug in die kubanische Hauptstadt Havanna fliegen. Von dort aus sollte er nach Ecuador weiterfliegen, wo er Asyl beantragt hat. Die ecuadorianische Regierung prüft nach Angaben von Außenminister Patiño, der sich derzeit in Vietnam aufhält, den Asylantrag. Das Land hat bereits Wikileaks-Gründer Julian Assange Asyl in seiner Londoner Botschaft gewährt.
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