Prism: Amazon will Kunden im Kampf gegen Spähanfragen unterstützen
Der US-Konzern Amazon will seine Kunden aktiv dabei unterstützen, Datenanfragen von Regierungsbehörden gerichtlich abzuwehren. Sollte eine entsprechende Anfrage vorliegen, wolle das Unternehmen den Kunden informieren, der seine Daten bei Amazons Cloud-Dienst gespeichert habe, sagte Terry Wise von Amazon Web Services laut IT-World.com(öffnet im neuen Fenster).
Amazon werde den Kunden dabei unterstützen, juristisch gegen eine rechtsverbindliche Anweisung zur Herausgabe von Daten vorzugehen. "Der Datenschutz ist eines der wichtigsten Dinge bei Amazon", begründete Wise am Mittwoch auf einer Debatte zu Cloud Computing(öffnet im neuen Fenster) die Entscheidung. Er riet seinen Kunden jedoch, bereits vor der Abspeicherung in einem Cloud-Dienst die Daten zu verschlüsseln. Amazon habe keinen Zugriff auf die Verschlüsselung und könne daher nur die verschlüsselten Daten an die Behörden übergeben.
Nach dem Bekanntwerden der US-Spionageprogramme Prism ist auch der Datenschutz bei Cloud-Diensten zum Thema geworden. US-Konzerne befürchten nun, dass ausländische Kunden aus Angst vor der Überwachung ihre Daten außerhalb der USA abspeichern.
- Anzeige Hier geht es zu Hacking & Security: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.