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print@home: Bundesgerichtshof untersagt Eventim-Onlineticketgebühr

Die Funktion print@home für Tickets darf nichts kosten. Dies hat der Bundesgerichtshof nun bestätigt. CTS Eventim war ein schlechter Verlierer und hatte immer wieder Berufung gegen die Verbraucherschützer eingelegt.

Artikel veröffentlicht am ,
Die App von Eventim
Die App von Eventim (Bild: Eventim)

Eine Servicegebühr von bis 2,50 Euro für die elektronische Übermittlung einer Eintrittskarte zum Selbstausdrucken ist unzulässig. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am 23. August 2018 bestätigt (Aktenzeichen III ZR 192/17). Die Urteilsgründe sind bisher nicht veröffentlicht. Gegen CTS Eventim hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen geklagt.

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Nutzer haben über eine Vielzahl von Anbietern hinweg die kostenpflichtige print@home-Option zur Auswahl. Für die Übermittlung der Daten fallen dem Marktführer in der Ticketvermittlung jedoch weder Porto- noch Materialkosten an. "Das Urteil schiebt der Unsitte einiger Anbieter einen Riegel vor, Verbrauchern mit Extragebühren zusätzlich Geld aus der Tasche zu ziehen", sagte Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte gegen das Entgelt bereits erfolgreich vor dem Landgericht Bremen geklagt. Das Hanseatische Oberlandesgericht in Bremen bestätigte im Jahr 2017 die Entscheidung des Landgerichts und wies die Berufung von Eventim zurück. Der Bundesgerichtshof hat nun in letzter Instanz ebenfalls zu Gunsten der Verbraucherzentrale entschieden und die Revision von Eventim zurückgewiesen.

Eventim reagiert auf das Urteil

Auch Eventims "Premiumversand inklusive Bearbeitungsgebühr", der 29,90 Euro kostet, wurde durch das Gericht beendet. Kunden konnten beim Vorverkauf für die AC/DC-Welttournee 2015 ausschließlich den Premiumversand wählen. Die Tickets kamen jedoch mit ungesicherter Briefpost.

Eventim-Sprecher Christian Steinhof sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir nehmen das Urteil des Bundesgerichtshofs zur Kenntnis und werden dieses umsetzen. Sobald uns die ausführliche Begründung für den Entscheid vorliegt, werden wir die erforderlichen Anpassungen bei Ticketdirect vornehmen. Bis dahin werden wir das Angebot weiter zur Verfügung stellen, ohne print@home-Gebühren zu erheben."

Nach Ansicht der Verbraucherschützer soll Eventim die Gebühren für Ticketdirect an die Kunden zurückzahlen. Falls das unterbleibt, kündigt die Verbraucherzentrale an, Gewinnabschöpfungsansprüche in Betracht zu ziehen, damit die Entgelte nicht bei Eventim verbleiben.



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berritorre 27. Aug 2018 / Themenstart

Eine "Convenience Fee", also eine "Bequemlichkeits"-Gebühr. Wenn du den Komfort haben...

janoP 26. Aug 2018 / Themenstart

Es geht hier nicht um die Festsetzung der Preise, sondern um die Kommunikation der...

Karmageddon 25. Aug 2018 / Themenstart

Zu einem anderen Schluss kann ich leider nicht kommen. 29,90 EUR für unversichten...

Gurkenhobel 25. Aug 2018 / Themenstart

...werden die Karten für Konzerte und Festivals die ich besuche, auch woanders, bzw. beim...

chartmix 25. Aug 2018 / Themenstart

Du missverstehst mich. Für uns ist das hier völlig normal am Platz Popcorn und ein Bier...

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