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Prime Wardrobe: Amazon will Retouren von Kleidung mit Rabatten verhindern

Der Onlinehändler Amazon testet in den USA ein neues Angebot: eine Box mit Kleidung, die nach Hause geliefert wird. Was nicht gefällt, wird einfach wieder hineingelegt und abgeholt. Wer viel behält, bekommt nachträglich einen Rabatt.
/ Andreas Donath
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Amazon Prime Wardrobe (Bild: Amazon)
Amazon Prime Wardrobe Bild: Amazon

Amazon will in den USA mit einem neuen Angebot die Onlinekäufe von Kleidung steigern. Kunden mit Prime-Mitgliedschaft können sich eine Kleiderbox zuschicken lassen, die alle Kleidungsstücke der Bestellung zum Anprobieren enthält. Was ihnen nicht gefällt, legen Kunden in den Karton zurück, den Amazon kostenlos an der Haustür zum Wunschtermin abholt. Bezahlt wird nur, was behalten wird. Das Retourenlabel ist bereits vorbereitet und muss nur noch aufgeklebt werden. Kunden können im Rahmen des Programms Prime Wardrobe aus einer Million Kleidungsstücke auswählen.

Amazon Prime Wardrobe (Herstellervideo)
Amazon Prime Wardrobe (Herstellervideo) (01:49)

Innerhalb von gerade einmal einer Woche müssen sich Kunden entscheiden, welche Bekleidung sie behalten und welche zurückgeht. In Deutschland gilt generell eine 14-tägige Umtauschmöglichkeit und so mancher Online-Bekleidungshändler erlaubt sogar noch eine unkomplizierte Rücksendung nach einem Monat.

Amazon will mit einem Rabattsystem verhindern, dass allzu viel zurückgeschickt wird. Auch einige Online-Bekleidungshändler in Deutschland praktizieren so etwas bereits und geben Gutschriften, wenn wenige oder keine bestellten Artikel zurückgesandt werden. Wer bei Amazon zwei bis drei Artikel behält, zahlt 10 Prozent weniger. Ab vier Artikeln gibt es 20 Prozent Rabatt auf den Einkauf.

Echo Look als Styleberatung

Amazon versucht auch mit anderen Maßnahmen, im Bekleidungsmarkt zu wachsen. Das Unternehmen stellte im April 2017 Amazon Echo Look vor . Die Kamera reagiert wie die Echo-Lautsprecher auf Sprachkommandos, kann aber auch Fotos oder Videos der Nutzer aufnehmen. Sie Kamera nimmt auch Tiefeninformationen auf und kann den Hintergrund unscharf stellen, um das Motiv stärker hervorzuheben. Eignen soll sich das Gerät so, um Nutzer etwa bei der Frage zu beraten, welche Kleidung ihnen besser steht.

Die dazugehörige App bietet die Möglichkeit, zwei Kleidungsstücke mit der Funktion Style Check zu vergleichen. Maschinenlernalgorithmen und Stylisten sollen entscheiden, welches Kleidungsstück dem Träger besser steht. Derzeit ist Amazon Echo Look(öffnet im neuen Fenster) in den USA lediglich auf Einladung erhältlich. Der Preis liegt bei 200 US-Dollar. Es gibt keine Angaben, ob das Gerät auch nach Deutschland kommt.

Auch Amazon Prime Wardrobe befindet sich noch im Betatest und wird nur in den USA beworben. Interessierte können sich online über weitere Details des Systems informieren lassen.(öffnet im neuen Fenster)


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