Werbeclips können den Streaming-Genuss unterbrechen

Amazon beteuert, es gebe generell keine Unterbrecher-Clips. Nach unserer Beobachtung werden die Clips zwar nur vor einem Spielfilm oder einer Folge einer Fernsehserie gebracht. Allerdings wird die Werbung eben auch mitten in Serien gesendet - direkt zwischen zwei Episoden. Damit unterscheidet es sich nur in der Länge von Unterbrecherwerbung im normalen Fernsehprogramm und widerspricht Amazons Zusicherung.

Amazon schweigt zur Cliphäufigkeit

Stellenmarkt
  1. Doctoral Researcher / Graduate Research Assistant / Graduate Research Associate (m/f/d) at ... (m/w/d)
    Universität Passau, Passau
  2. Fachberater (m/w/d) Labor- und Pathologielösungen
    i-SOLUTIONS Health GmbH, Bochum
Detailsuche

Zur Häufigkeit der Werbeclip-Auslieferungen pro Kunde machte Amazon Golem.de nur eine sehr vage Andeutung: Die Menge der Werbeclips sei sehr limitiert, weil Amazon das Streaming-Erlebnis nicht stören wolle. Dazu passt aber nicht, dass der Abokunde lästigerweise die Werbeclips immer bis zum Ende laufen lassen muss. Erst dann startet die betreffende Serienfolge oder der ausgewählte Film. Es ist nicht möglich, den Werbeclip vorzuspulen oder zu überspringen - einen Grund dafür wollte Amazon auf Nachfrage nicht nennen.

Nach unseren Beobachtungen geht Amazon derzeit behutsam mit der Auslieferung der Werbeclips vor. Mehr als ein Werbeclip pro Tag ist die Ausnahme, selbst wenn der Dienst mehrere Stunden in Anspruch genommen wird. Je nach Medienkonsum ist es auch möglich, dass der Kunde nur alle paar Tage einen Werbeclip zu Gesicht bekommt. Im Vergleich zu Werbeschaltungen im klassischen Fernsehen ist das also sehr wenig.

Außerdem gibt es derzeit keine Werbeschaltungen für Nicht-Amazon-Produkte. Wie es mit den Werbeschaltungen bei Prime Video weitergeht, lässt sich noch nicht sagen. Aber es erscheint nicht abwegig, dass Amazon die Werbeschaltungen intensivieren wird. Zum Vergleich: Abonnenten des Pay-TV-Angebots von Sky erhalten trotz Bezahlung ebenfalls keinen komplett werbefreien Dienst. Auch hier gibt es zwischen den einzelnen Sendungen Werbeclips.

Golem Akademie
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22.–23. März 2022, Virtuell
  2. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    28. Februar–4. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Derzeit ist Amazons Hauptkonkurrent Netflix frei von Werbeclips, allerdings kostet der Dienst mindestens doppelt so viel wie das Amazon-Angebot, das noch weitere Dienstleistungen enthält, die es so für Netflix-Kunden nicht gibt.

Ein Blick in die Zukunft

Möglicherweise ist es bald gang und gäbe, dass bei Video-Streaming-Abos Werbung geschaltet wird, damit der Kunde den Dienst zu einem vergleichsweise günstigen Monatspreis nutzen kann. Wenn es so weit ist, können Kunden dann nicht mehr ausweichen und zu einem anderen Anbieter wechseln.

Speziell bei Amazon sind enge Verknüpfungen zwischen den jeweiligen Bereichen denkbar. Vielleicht ist es in einigen Jahren ganz normal, dass Amazon-Kunden passend zu dem in einem Spielfilm zu sehenden Produkt Werbung erhalten, um das betreffende Produkt noch beim Filmschauen bei Amazon zu bestellen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Prime Video: Will Amazon Abokunden an Werbung gewöhnen?
  1.  
  2. 1
  3. 2


baltasaronmeth 03. Apr 2016

Solange es keine Norm für Geschwätz gibt, das man nach dem Betrachten eines Films von...

neocron 29. Mär 2016

Meine Aussage war ein Widerspruch zu dessen, was der Vorredner allgemeingueltig...

The_Soap92 28. Mär 2016

statt der [...], da ich zugegebenermassen einen doofen vergleich gemacht habe...

The_Soap92 27. Mär 2016

Offiziell zahl ich auch keine Steuern ausser durch Mehrwertsteuer und trotzdem...

The_Soap92 27. Mär 2016

Du kannst Werrbung in einer Zeitschrift ignorieren, überblätter, rausschneiden etc. Geht...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Naomi "SexyCyborg" Wu
Pappbüste einer Tech-Youtuberin ist Youtube zu anstößig

Naomi Wu wird in der Maker-Szene für ihr Fachwissen geschätzt. Youtube demonetarisiert sie aber wohl wegen ihrer Körperproportionen.

Naomi SexyCyborg Wu: Pappbüste einer Tech-Youtuberin ist Youtube zu anstößig
Artikel
  1. Coronapandemie: 42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate als Impfdosen
    Coronapandemie
    42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate als Impfdosen

    Einem Medienbericht zufolge gibt es eine Lücke zwischen ausgestellten Impfnachweisen und verabreichten Dosen. Diese wird sogar noch größer.

  2. Prologium: Mercedes investiert in weiteren Festkörperakku-Hersteller
    Prologium
    Mercedes investiert in weiteren Festkörperakku-Hersteller

    Durch Festkörperakkus sollen Elektroautos sicherer werden und schneller laden. Dazu startet Mercedes-Benz nun eine weitere Kooperation.

  3. Raspberry Pi: Mit einem DVB-T-Stick die Wetterstation retten
    Raspberry Pi
    Mit einem DVB-T-Stick die Wetterstation retten

    Was kann man machen, wenn ein Regenmesser abraucht und man nicht die komplette Wetterstation neu kaufen will? Das Zauberwort heißt SDR.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RX 6900 XTU 16GB 1.449€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Acer Gaming-Monitor 119,90€ • Logitech Gaming-Headset 75€ • iRobot Saugroboter ab 289,99€ • 1TB SSD PCIe 4.0 128,07€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • LG OLED 65 Zoll 1.599€ [Werbung]
    •  /