Prime Day: Streiks an Amazons Aktionstag

Mit dem Aktionstag Prime Day will Amazon einen besonders hohen Umsatz erzielen. Kunden freuen sich über Schnäppchen, doch Mitarbeiter des Online-Händlers sind verärgert. Sie streiken wie schon seit Jahren für einen Tarifvertrag und höhere Löhne.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Streiks laufen in Amazons Vertriebszentren.
Streiks laufen in Amazons Vertriebszentren. (Bild: Grant Hindsley/AFP/Getty Images)

Beim Online-Händler Amazon hat es nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am frühen Montagmorgen erneut Streiks gegeben. Gestreikt wurde an den Standorten in Werne und Rheinberg in Nordrhein-Westfalen, Leipzig, Graben bei Augsburg und Koblenz sowie an den zwei Standorten im osthessischen Bad Hersfeld, wie Verdi-Handelsexperte Orhan Akman der Nachrichtenagentur dpa sagte. Akman rechnete mit einer hohen Beteiligung. Die Kollegen seien "ziemlich verärgert".

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d) Automatisierungstechnik
    Dürr Systems AG, Goldkronach
  2. IT-Administrator (m/w/d)
    Schiller Automation GmbH & Co. KG, Sonnenbühl
Detailsuche

Am Amazon-Logistikzentrum in Leipzig habe der Streit pünktlich um Mitternacht begonnen, sagte Gewerkschaftssekretär Thomas Schneider am Montagmorgen der dpa. Mitarbeiter der Nacht- und Frühschicht hätten sich bereits am Protest beteiligt, die Mittelschicht werde bald hinzustoßen. Insgesamt werde mit rund 400 Teilnehmern gerechnet. Der Online-Händler habe zuvor einen Anwesenheitsbonus für die Mitarbeiter ausgelobt, sagte Schneider.

Ein Amazon-Sprecher erklärte am Morgen, nur sehr wenige Mitarbeiter seien dem Streikaufruf gefolgt. Der operative Betrieb laufe ohne Einschränkungen. Bereits am Sonntag hatte der Sprecher versichert, dass die Kundenbestellungen rechtzeitig bearbeitet würden - "wie an jedem anderen Tag". Anlass für den aktuellen Streik ist der bis einschließlich Dienstag laufende Aktionstag Prime Day mit Sonderangeboten für Abokunden.

Bestellungen können länger als gewohnt dauern

Golem.de hat stichprobenartig verschiedene Artikel bestellt. Diese sollen erst am Mittwoch und nicht wie für Prime-Kunden üblich am kommenden Werktag zugestellt werden. Hier machen sich die Auswirkungen des Streiks wohl doch bemerkbar.

Golem Akademie
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    7.–8. Februar 2022, Virtuell
  2. Unity Basiswissen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Verdi kämpft seit mehr als sechs Jahren um einen Tarifvertrag und Lohnerhöhungen. Amazon hält dagegen, das Unternehmen zahle in seinen deutschen Logistikzentren Löhne am oberen Ende dessen, was sonst für vergleichbare Tätigkeiten gezahlt werde. In Leipzig beginne es mit mindestens 10,78 Euro pro Stunde, nach zwei Jahren liege der Schnitt inklusive Boni und Sonderzahlungen bei monatlich 2.275 Euro brutto.

Verdi-Handelsexperte Akman hatte kritisiert: "Während Amazon mit satten Preisnachlässen beim Prime Day zur Schnäppchenjagd bläst, wird den Beschäftigten eine existenzsichernde tarifliche Bezahlung vorenthalten." Die Arbeitsniederlegungen laufen unter dem Motto "Kein Rabatt auf unsere Einkommen".

In ganz Deutschland hat Amazon zwölf Warenlager an elf Logistikstandorten und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 13.000 Angestellte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Dwalinn 17. Jul 2019

Für Stufe 6 musst du aber auch schon 20 Jahre lang in der P7 sein

ImBackAlive 16. Jul 2019

Bei welchen Gehaltsvergleichen? Ich möchte nur eine Quelle ;-) Das ist richtig - und...

LinuxMcBook 15. Jul 2019

Bank hat schon angerufen und gefragt, ob bei mir alles in Ordnung ist oder ich einen...

MaGru 15. Jul 2019

Wenn Sie unterm Strich mehr Zahlen, dann ist Amazon aber schön blöd, nicht mit den Doofen...

woolf 15. Jul 2019

Shampoo bei Amazon bestellen? Ich würde sagen da bestehen ganz andere Probleme als die...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Reddit
IT-Arbeiter automatisiert seinen Job angeblich vollständig

Ein anonymer Entwickler will unbemerkt seinen Job vollständig automatisiert haben. Dem Arbeitgeber sei dies seit einem Jahr nicht aufgefallen.

Reddit: IT-Arbeiter automatisiert seinen Job angeblich vollständig
Artikel
  1. Deutsche Telekom: iPads für mehr als 400.000 Schüler in Rheinland-Pfalz
    Deutsche Telekom
    iPads für mehr als 400.000 Schüler in Rheinland-Pfalz

    Rheinland-Pfalz beschafft iPads für 1.660 Schulen. Die Ausschreibung hat die Deutsche Telekom gewonnen. Auch Notebooks gibt es.

  2. Bundesservice Telekommunikation: Ist eine scheinexistente Behörde für Wikipedia relevant?
    Bundesservice Telekommunikation  
    Ist eine scheinexistente Behörde für Wikipedia relevant?

    Die IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann hat eine dubiose Bundesbehörde ohne Budget entdeckt. Reicht das für einen Wikipedia-Artikel?

  3. Elektroauto: VW e-Up ab Mitte Februar wieder bestellbar
    Elektroauto
    VW e-Up ab Mitte Februar wieder bestellbar

    Der e-Up gehörte 2021 zu den meistgekauften Elektroautos. Nun will VW den Kleinwagen wieder verfügbar machen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 12GB bei Mindfactory • MindStar (u.a. GTX 1660 6GB 499€) • Bosch Professional zu Bestpreisen • WSV bei MediaMarkt • Asus Gaming-Notebook 17“ R9 RTX3060 • 1.599€ Philips OLED 65" Ambilight 1.699€ • RX 6900 16GB 1.499€ • Samsung QLED-TVs günstiger [Werbung]
    •  /