Prime Air: Amazon hat Drohnenlieferungen aufgenommen

Prime Air kommt ohne Schlitten und Rentier aus, bringt die Geschenke aber dennoch in Windeseile zu den Empfängern. Die Drohnenlieferungen von Prime Air wurden in Lockeford in Kalifornien und in College Station in Texas durchgeführt, wie CBSNews(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Amazon will mit diesen Pilotgebieten das Verfahren testen und bei Erfolg landesweit ausrollen.
Um in den USA Lieferdrohnen einsetzen zu können, müssen Unternehmen von der dortigen Luftfahrtbehörde zugelassen werden. Amazon nutzt für die Lieferungen den Hexakopter MK 27-2. Bis zu 2,26 kg können diese Drohnen tragen, wie Drone-Zone(öffnet im neuen Fenster) berichtet.
Die Kunden sehen, welche Produkte in ihrer Gegend per Amazon Prime Air lieferbar sind und können dann bestellen. Sie erhalten die voraussichtliche Ankunftszeit in der Übersicht und können so sicherstellen, dass sie vor Ort sind. Die Drohne fliegt los, wirft in niedriger Höhe das Paket in den Hinterhof des Empfängers und verlässt den Ort wieder. Welche Orte der Nutzer für Lieferzonen noch auswählen kann, ist nicht bekannt.
Die Konkurrenz schläft nicht
Google hat mit Wing im April 2022 einen ähnlichen Drohnen-Lieferdienst(öffnet im neuen Fenster) in Dallas gestartet, testet aber weiterhin, bevor der Dienst auf weitere Regionen ausgedehnt wird. Die Remote Operations Centers des Anbieters ähneln klassischen Flugverkehrskontrollen. Walmart hat ebenfalls Test-Lieferregionen(öffnet im neuen Fenster) für seinen Drohnenlieferdienst in Dallas, Orlando, Phoenix und Tampa errichtet und liefert Lebensmittel aus.
Amazon hatte seine Drohnenauslieferungen bereits 2013 angekündigt und mitunter sehr gewagte Zeitrahmen für einen Start genannt. Bislang konnte der Onlinehändler aber noch keine Bestellungen regelmäßig und durchgehend mit unbemannten Drohnen ausliefern.
Dabei hat Amazon im Spätsommer 2020 die Erlaubnis bekommen, den Flugbetrieb in den USA mit Prime Air aufzunehmen.