Priceline kauft Opentable: Restaurantreservierung für 2,6 Milliarden US-Dollar
Das US-Unternehmen Priceline, das vornehmlich Hotelübernachtungen, Flüge und Mietwagen vermittelt, will Opentable für 2,6 Milliarden US-Dollar oder 103 US-Dollar pro Aktie übernehmen. Das geht aus einer Börsenpflichtmitteilung hervor.
Priceline(öffnet im neuen Fenster) will mit der Neuerwerbung seine Aktivitäten im Bereich Gastronomiemarketing verbessern. Dabei soll die globale Expansion von Opentable weiter vorangetrieben werden, teilte Priceline-Chef Darren Huston anlässlich der Übernahme mit.
Pro Monat vermittelt Opentable nach eigenen Angaben weltweit 15 Millionen Platzreservierungen in mehr als 31.000 Restaurants und bezeichnet sich damit als Marktführer in diesem Bereich. Seitdem das Unternehmen 2008 eine mobile Lösung zur Platzreservierung auf den Markt brachte, sollen damit 125 Millionen Plätze reserviert worden sein.
Der Preisvergleichsdienst Priceline vermittelt Hotel- und Pensionszimmer und ist eigenen Angaben nach in mehr als 200 Ländern für rund 480.000 Anbieter von Übernachtungsdienstleistungen tätig. Darüber hinaus wird auch ein Preisvergleichsdienst für Flüge und Mietwagen angeboten.
Die Übernahme ist noch von der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden abhängig.
Opentable(öffnet im neuen Fenster) werde weiterhin seinen Firmensitz in San Francisco behalten und solle als unabhängiges Unternehmen vom derzeitigen Management-Team weitergeführt werden, teilte Priceline in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) mit.
Einer der Gründer des Preisvergleichsdienstes Priceline kam 2011 zu zweifelhaftem Ruhm , weil er 100 Unternehmen, darunter Google, Apple und Tomtom, wegen Patentrechtsverletzung verklagte. Apple, Google und Tomtom würden ein Methodenpatent verletzen, das Navigationsanweisungen zusammen mit fotografischen Darstellungen von Orten entlang der Route bereitstelle, so Jay S. Walker.
Bereits im November 2010 verklagte Walkers Unternehmen Facebook wegen Techniken zu anonymer Nutzerkommunikation und der Rechteverwaltung bei der Veröffentlichung von persönlichen Informationen. Auch damals ging es um Patentrechtsverletzungen.