Das kopierte Rollenspiel

Sie sieht aus wie eine überdimensionierte Sprühdose für Schaumfestiger, ist aber die einfallsreichste und spaßigste Waffe in Prey: die Gloo-Kanone. Sie verschießt kleine selbstfestigende weiße Klumpen, die an der Levelarchitektur haften oder Gegner erst verlangsamen und kurzzeitig sogar komplett lahmlegen.

Sprühen wir mit der Kanone an eine Wand, lassen sich Vorsprünge oder Treppen erstellen. Schießen wir mit ihr auf ein feuerspeihendes Leck, verschließen wir es und können gefahrlos passieren. Schutzschilde lassen sich mit ihr aber nicht errichten und ein rudimentäres Haus à la Minecraft auch nicht. Die Klumpen kleben nämlich nicht aneinander und lassen sich folglich nicht stapeln.

Grübeln statt Ballern

Das sonstige Waffenarsenal ist sehr klassisch: Neben der Pistole gibt es die Schrotflinte und eine Rohrzange zum Ablenken oder für den Nahkampf. Munition ist häufig Mangelware, weswegen wir im Spiel oft fliehen, statt zu kämpfen. Lange Zeit ist die einzig effiziente Art, die Aliens zu besiegen, sie mit der Gloo-Kanone zu festigen und ihnen darauf mit der Rohrzange eins überzubraten. Das ist auf Dauer aber recht eintönig. Andere Methoden müssen her, und hier lohnt sich ein Blick auf das Rollenspielsystem von Prey.

Die Fähigkeitsbäume sind nahezu identisch mit denen von Deus Ex Human Revolution oder Mankind Divided. Spieler können mit Nano-Injektoren klassische und ein paar ungewöhnliche Fähigkeiten freischalten oder den Raumanzug mit Neuro-Mods verbessern. So werden wie üblich Terminals über ein simples Minispiel gehackt, Yu kann schwerere Gegenstände heben oder Geschütztürme und Roboter reparieren.

  • Spieler haben die Wahl zwischen männlichem und weiblicher Yu. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Das Inventar wächst im Spielverlauf an und ist übersichtlicher als in Deus Ex. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Kämpfe können mit den richtigen Gerätschaften sehr spektakulär aussehen. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Über die Fähigkeitsbäume erweitern Spieler ihre Möglichkeiten. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Safes - ganz klassisch (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Im Verlauf erkunden Spielern auch ohne Schwerkraft das Drumherum der Raumstation. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Spieler verbringen viel Zeit mit dem Lesen von Nachrichten und E-Mails. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • In einem Moment ein simpler Gegenstand, ... (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • ... im nächsten ein ekeliger Mimic (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die Gloo-Kanone ist der treueste Begleiter von Yu. Mit ihr verlangsamen wir Gegner wie dieses Phantom. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)
Über die Fähigkeitsbäume erweitern Spieler ihre Möglichkeiten. (Screenshot: Michael Wieczorek/Golem.de)

Die interessanteren Fähigkeiten gibt es erst in der zweiten Hälfte der rund 25-stündigen Kampagne zu sehen. Morgan lernt zum Beispiel, sich wie die Aliens in Gegenstände zu verwandeln oder beschwört ein verbündetes Alien.

Spieler, die in der Vergangenheit bereits viele Genrevertreter gespielt haben, finden abseits der Gloo-Kanone leider nicht viel Neues in Prey. Nach den ersten zehn Stunden beginnen wir damit, den immer gleichen Kämpfen gegen immer gleiche Gegner schlicht aus dem Weg zu gehen. Die zum Aufleveln nötigen Nano-Injektoren finden wir auch in den paar Hauptkämpfen und meistens gut versteckt in den Laboren.

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 E-Mails statt ZwischensequenzenFehlende Abwechslung und Technik 
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profi-knalltüte 15. Mai 2017

Ich habe diesen Satz grad echt 10x gelesen weil ich meinen Augen kaum trauen konnte! Das...

blacklupus 10. Mai 2017

10:52 Min. https://www.youtube.com/watch?v=PcnKMbmJqa0

D43 10. Mai 2017

Entspann dich mal.

razer 10. Mai 2017

wow ernsthaft? das hätte ich mir beim besten willen nicht gedacht. kommt mir das nur so...



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