Preisvergleich: Miet-Router verteuern den Internetzugang erheblich
Die Mietkosten eines Routers können die monatlichen Internetzugangskosten um ein Viertel in die Höhe treiben. Das geht aus Berechnungen des Vergleichsportals Verivox hervor, die am 12. Mai 2026 vorgestellt wurden(öffnet im neuen Fenster). Die Mietkosten für gängige Router-Modelle liegen zwischen 3,99 Euro und 9,99 Euro im Monat, bei Top-Routern steigt der Aufpreis auf bis zu 12,99 Euro monatlich. So verteuert sich etwa ein Internetzugang mit einer Datenrate von 150 MBit/s, der 45,95 Euro im Monat kostet, durch die Router-Miete um gut 28 Prozent.
Bei günstigeren Miet-Routern sinkt der Aufschlag zum Tarif auf knapp neun Prozent; die Monatsmiete könne auch bei identischen Router-Modellen je nach Zugangsanbieter abweichen, beispielsweise im Rahmen von Aktionen. Die Zugangsanbieter versuchen seit Jahren, die Endgerätefreiheit wieder abzuschaffen, können dafür aber keine technische Begründung liefern. Hinzu kommt, dass die Bundesnetzagentur Verstöße gegen das geltende Recht praktisch nicht ahndet.
Wer sich für einen Kauf entscheidet, zahlt für einen gängigen Router aktuell zwischen rund 140 und 300 Euro. "Ein Kauf lohnt sich rechnerisch dann, wenn die zu erwartenden Mietkosten den Einmalpreis überschreiten", sagte Jörg Schamberg, Telekommunikationsexperte bei Verivox. "Im Schnitt lohnt sich der Router-Kauf ab dem 28. Vertragsmonat. Bisweilen wird der Anschaffungspreis jedoch schon nach 15 oder 20 Monaten Mietzahlung erreicht; ab dann legt man mit einem gemieteten Router drauf."
Speedport bei anderen Netzbetreibern einsetzbar
Wer einen Router miete, spare hohe Einmalkosten und profitiere vom Service des Providers, denn defekte Geräte würden meist unkompliziert ausgetauscht. Das ist praktisch, jedoch oft die teurere Option, wie der Vergleich zeigt.
Wer ein Gerät selbst kaufe, stelle sich vor allem langfristig kostengünstig besser, habe die freie Modellwahl und zudem die volle Kontrolle über die Konfiguration des Geräts. "Meist lassen sich auch vom Provider vertriebene Geräte, wie etwa die Speedport-Router der Telekom, bei anderen Anbietern mit gleicher Anschlusstechnik einsetzen", sagte Schamberg.
Für den Router-Vergleich wurden 20 gängige Modelle ausgewählt und zur Erhebung der Mietpreise bei den vier großen Anbietern Deutsche Telekom, Vodafone, O2 und 1&1 mit einem Internetzugang mit einer Datenrate von 100 bis 150 MBit/s kombiniert.
Verivox gehört zur italienischen Moltiply-Gruppe, betreibt Vergleichsportale und verdient Geld als Vermittler von Verträgen.
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