Preisstabilität bis 2028: Langfristige Finanzierung des Deutschlandtickets gesichert
CDU/CSU und SPD haben sich auf ein Finanzierungskonzept für das Deutschlandticket geeinigt, das den Fortbestand des Nahverkehrstickets mindestens bis 2028 zum derzeitigen Preis von 58 Euro monatlich sicherstellen soll. Danach wird es teurer.
Für die Finanzierung wird es einen festgelegten Verteilungsschlüssel zwischen allen beteiligten Parteien – Fahrgästen, Bund und Ländern – geben. Das soll Planungssicherheit für die nächsten Jahre schaffen.
Die bisher nur für das laufende Jahr zugesicherte Bundesförderung wird durch die neue Vereinbarung langfristig fortgesetzt.
Preisanpassungen ab 2029 geplant
Ab dem Jahr 2029 müssen sich Fahrgäste auf Änderungen einstellen. Das neue Finanzierungskonzept sieht vor, dass der Anteil der Nutzer an der Gesamtfinanzierung schrittweise erhöht wird – der Preis soll also steigen. Auf welches Niveau ist bislang unbekannt.
Besonders beliebt in strukturstarken Regionen
Eine aktuelle Studie(öffnet im neuen Fenster) für die Verkehrsministerkonferenz der Länder belegt überwiegend positive Auswirkungen des Deutschlandtickets seit seiner Einführung. In den ersten 20 Monaten wurden 2,3 Millionen Tonnen CO₂ eingespart sowie 560 Millionen Autofahrten durch umweltfreundlichere Bus- und Bahnfahrten ersetzt.
Mittlerweile nutzen etwa 14,5 Millionen Menschen – fast jeder sechste Bundesbürger – das D-Ticket. Insgesamt besaßen seit der Einführung bereits 21 Millionen Menschen diese Fahrkarte.
Mit einem Anteil von 65 Prozent aller Fahrten im September 2024 erreichte das Deutschlandticket seinen bisherigen Höchstwert und prägt damit den ÖPNV. Besonders in strukturstarken Regionen ist das Ticket beliebt: In Städten und deren Umland besitzen 26 Prozent der Menschen ein D-Ticket, während es im ländlichen Raum nur 12 Prozent sind – jedoch mit steigender Tendenz.
Eine Herausforderung bleibt die Gewinnung neuer Fahrgäste. Laut Studie zieht das Ticket kaum Neueinsteiger in den öffentlichen Nahverkehr an.
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