Preismonopol: Qualcomm in EU wegen Chipsätzen unter Druck

Nach einer Strafe von fast 1 Milliarde US-Dollar in China geht jetzt auch die EU gegen Qualcomm vor. Es wird geprüft, ob Chipsätze für Smartphones und Tablets unter dem Herstellungspreis verkauft worden sind. Qualcomm ist enttäuscht.

Artikel veröffentlicht am ,
Snapdragon 810
Snapdragon 810 (Bild: Qualcomm)

Die EU-Kommission hat am 16. Juli 2015 erklärt, dass zwei förmliche Kartellrechtsuntersuchungen gegen Qualcomm eingeleitet worden seien. Geprüft werde ein möglicher Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung bei Chipsätzen.

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In der ersten Untersuchung wird geprüft, ob der Konzern mit finanziellen Anreizen versucht hat, Kunden dazu zu bringen, ausschließlich Chipsätze für mobile Geräte bei Qualcomm zu kaufen. Die zweite Untersuchung fragt, ob Qualcomm nicht kostendeckende Preise verlangt hat, um Konkurrenten vom Markt zu verdrängen.

"Mit diesen Untersuchungen wollen wir sicherstellen, dass Hightech-Unternehmen auf dem Markt bestehen können, weil sie gute Produkte anbieten. Der Kundenkreis für Chipsätze ist sehr groß, denn Chipsätze werden in elektronischen Geräten wie Mobiltelefonen und Tablets verwendet, und wir wollen dafür sorgen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis letztendlich stimmt", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Strafe in China

Das im kalifornischen San Diego ansässige Unternehmen erklärte Golem.de, dass mit den beiden Untersuchungen "keine Anschuldigungen seitens der EU gegen Qualcomm erhoben" worden seien. Die Firma sei "enttäuscht", werde aber "weiter mit der EU-Kommission kooperieren". Die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage.

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Qualcomm musste in China im Februar 2015 wegen wettbewerbsrechtlicher Verstöße eine Strafe von 975 Millionen US-Dollar zahlen. Die National Development and Reform Commission (NDRC) warf dem Konzern vor, seine Marktmacht ausgenutzt zu haben, um die Preise künstlich hochzuhalten. Qualcomm hatte erklärt, den Vergleich nicht anzufechten. Zudem muss sich Qualcomm bei der Höhe seiner Lizenzgebühren künftig an Vorgaben der chinesischen Wettbewerbsbehörden halten.

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gaym0r 17. Jul 2015

Na und? Was juckts die EU was nicht-eu-Hersteller an nicht-eu-chips einsetzen... Kümmert...

nicoledos 16. Jul 2015

wikipedia "Man erwartet dabei in der Regel, dass die geringeren Gewinne oder sogar...

Anonymer Nutzer 16. Jul 2015

Die kommen da her wo die bisher immer her gekommen sind...aus den Computern der Banken...



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