Preisexplosion droht: Western Digital hat Festplatten für 2026 fast ausverkauft
Der Festplattenhersteller Western Digital hat nach eigenen Angaben bereits fast alle für 2026 geplanten Festplatten verkauft. In einem Interview zur Vorstellung der aktuellen Geschäftszahlen sagte Irving Tan, CEO von Western Digital, dass "wir für das Kalenderjahr 2026 so gut wie ausverkauft" sind. Damit sind klassische Festplatten gemeint, berichtet das Magazin Wccftech(öffnet im neuen Fenster) .
"Wir haben feste Bestellungen von unseren sieben größten Kunden" , ergänzt Tan und macht deutlich, dass große Unternehmenskunden für den Hersteller eine immer größere Bedeutung haben. Der Cloudumsatz von Western Digital machte zuletzt 89 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Das Unternehmen ist einer der größten Hersteller für Festplatten auf dem Markt.
"Außerdem haben wir mit zwei von ihnen langfristige Vereinbarungen für das Kalenderjahr 2027" , so der CEO, was bedeutet, dass weitere Großunternehmen im großen Stil auch langfristig Festplatten bei Western Digital einkaufen. Mit einem dieser Großkunden seien solche Vereinbarungen sogar bereits für das "Kalenderjahr 2028 geschlossen" worden, erklärte Tang.
Privatkundengeschäft spielt kaum noch eine Rolle
Das normale Endkundengeschäft für Privatpersonen und kleine Unternehmen spiele nach Angaben von Western Digital kaum noch eine Rolle: Der Anteil davon mache nur noch 5 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Die Äußerungen von Western Digital deuten darauf hin, dass die Preise für normale Festplatten massiv steigen könnten, falls die Nachfrage das Angebot massiv übersteigt. Bei Speicherchips gibt es diese Entwicklung schon länger. In beiden Fällen ist der Ausbau von KI-Rechenzentren für diese Engpässe verantwortlich, die Datenmengen in Exabyte-Dimensionen benötigen.
Denn viele große Firmen benötigen für die Zukunft von KI enorme Datenmengen und kaufen daher in großem Stil die Lagerbestände der Festplattenhersteller auf. Sie bezahlen dabei auch für Geräte, die noch gar nicht produziert wurden. Diese kommen dann natürlich nie auf den normalen Markt, so dass sich ein Engpass ergibt, was wiederum die Preise nach oben treibt.
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