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Preiserhöhungen bei Microsoft: Privatanwender umgehen Aufpreis für Copilot

In Neuseeland treffen die Preiserhöhungen für Microsoft 365 auch private Anwender. Die können ihren alten Tarif aber recht einfach behalten.
/ Mike Faust
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Microsoft begründet die Preissteigerung mit der Integration von Copilot. (Bild: Microsoft/Montage: Golem.de)
Microsoft begründet die Preissteigerung mit der Integration von Copilot. Bild: Microsoft/Montage: Golem.de

In Australien, Neuseeland, Malaysia, Singapur, Taiwan und Thailand treffen die Preiserhöhungen für Microsoft 365 auch Privatanwender, wie der Konzern im Oktober 2024 bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) . Diese lassen sich aber recht einfach umgehen, wie das neuseeländische Portal Consumer(öffnet im neuen Fenster) berichtet.

Begründet wurde die Preiserhöhung mit der Integration der KI-Funktionen von Copilot in die Office-Programme Word, Excel, Powerpoint, Outlook und Onenote. Statt diese aber unbegrenzt verfügbar zu machen, wird den Kunden ein Guthaben in Form von 60 Credits zur Verfügung gestellt, welches die Nutzung von Copilot begrenzt. Bestehendes Guthaben wird nicht in den nächsten Monat übertragen.

Bis November 2024 kostete Microsoft 365 in Neuseeland laut dem Consumer-Bericht 129 US-Dollar im Jahr oder 12 US-Dollar im Monat. Dieser Preis stieg auf 179 US-Dollar im Jahr oder 17 US-Dollar pro Monat, was einer Erhöhung von circa 40 Prozent entspricht. Wer die KI unbegrenzt nutzen möchte, muss zudem Copilot Pro für 37 US-Dollar im Monat hinzubuchen.

Microsoft versteckt 365 Classic hinter Kündigungsbutton

Für Privatanwender, die 365 Personal oder 365 Family abonniert haben, lässt sich die Preiserhöhung durch einen vorgetäuschten Kündigungswillen umgehen. Nach dem Klick auf den Abonnement-kündigen-Button erscheint Microsoft 365 Classic als optional buchbares Produkt.

Diese Version wird zum alten Preis angeboten und enthält keine Copilot-Funktionen. Außerdem wird sie auf keinem der Kanäle von Microsoft erwähnt. Consumer testete zudem, ob auch Neukunden den Tarif erhalten, wenn sie zum Beispiel Microsoft 365 Personal kaufen und direkt kündigen. Auch hierbei tauchte Microsoft 365 Classic als buchbare Option auf.

Im November 2024 hatte Microsoft Preiserhöhungen für 365-Produkte wie Teams Phone und Power BI angekündigt, die aber zumeist Unternehmensanwendungen betreffen.


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