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Preisanstieg: Amazon erhebt Treibstoffzuschlag für Händler

Ab Mitte April erhebt Amazon einen Treibstoffzuschlag von 3,5 Prozent auf Fulfillment-Gebühren – vorerst nur in Nordamerika.
/ Andreas Donath
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US-Sattelschlepper von Amazon (Bild: Amazon)
US-Sattelschlepper von Amazon Bild: Amazon

Ab dem 17. April 2026 müssen Drittanbieter in den USA und Kanada, die den Fulfillment-by-Amazon-Dienst nutzen, einen Treibstoffzuschlag von 3,5 Prozent auf ihre Gebühren zahlen. Begründet wird der als temporär bezeichnete Schritt mit anhaltend hohen Kraftstoff- und Logistikkosten, wie CTV News berichtet(öffnet im neuen Fenster) .

Der Zuschlag wird auf die Fulfillment-Gebühren angerechnet, nicht auf den Artikelpreis. Im Schnitt entspricht das rund 0,17 US-Dollar pro Einheit für US-Händler, abhängig von Größe und Abmessungen der Ware.

Amazon betonte, der Zuschlag liege unter dem, was Wettbewerber wie FedEx und UPS bereits verlangten. Deren Treibstoffzuschläge werden wöchentlich angepasst.

Händler müssen neu kalkulieren

Amazon bezeichnete den Zuschlag als temporär, nannte aber keinen konkreten Endzeitpunkt. Er gilt "bis auf Weiteres" . Für Händler mit knappen Margen könnte das ein ernstes Problem werden, wenn sie ihre Preise nicht erhöhen. Besonders bei volumenstarken, günstig bepreisten Artikeln schlägt die zusätzliche Gebühr spürbar zu Buche.

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar 2026 erhöhten sich die Kraftstoffpreise in den USA sprunghaft: Der durchschnittliche Benzinpreis stieg von unter drei US-Dollar auf rund vier US-Dollar pro Gallone und damit um etwa 30 bis 35 Prozent, während Dieselpreise auf über fünf Dollar kletterten und teils sogar noch stärkere Erhöhungen verzeichneten.

Im Vergleich fällt der Anstieg in Europa moderater, aber ebenfalls deutlich aus: In Großbritannien etwa verteuerte sich Benzin seit Kriegsbeginn um rund 16 Prozent, Diesel um etwa 30 Prozent.

In Deutschland stieg der Preis von Superbenzin je nach Berechnung um rund 20 bis knapp 30 Prozent, während Diesel teils noch stärker zulegte und sich im Vergleichszeitraum um über 40 Prozent verteuerte.


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