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Predictive Dialer: Bundesnetzagentur lässt Callcenter-Rufnummern abschalten

Weil ein Callcenter Dialer-Software einsetzt, die einen Betroffenen in fünf Tagen 210-mal anrief, werden nun die Rufnummern von der Bundesnetzagentur abgeschaltet. Bei den Betroffenen hatte selbst sonntags und nachts das Telefon geklingelt.
/ Achim Sawall
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Bundesnetzagentur-Chef Jochen Homann (Bild: Wolfgang Rattay/Reuters)
Bundesnetzagentur-Chef Jochen Homann Bild: Wolfgang Rattay/Reuters

Die Bundesnetzagentur hat wegen massenhafter, belästigender Anrufe neun Rufnummern eines Callcenters abschalten lassen. Das gab die Behörde am 10. April 2014 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "Eine unzumutbare Belästigung von Verbrauchern durch unerwünschte Telefonanrufe werden wir nicht akzeptieren" , sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann.

Bei den Betroffenen hatte selbst sonntags und nachts das Telefon geklingelt. Wenn sie das Gespräch annehmen wollten, war niemand in der Leitung. In einem Fall gab es innerhalb von drei Tagen 190 Anrufe, ein anderer meldete in fünf Tagen 210 Anrufe. Auf Rückruf konnte teilweise ein Anrufbeantworter erreicht werden, der jedoch keine Angaben über die Identität des Anrufers gab. In einigen Fällen erfolgte die Ansage: "Kein Anschluss unter dieser Nummer."

Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass die Anrufe auf den Einsatz eines Predictive Dialers zurückzuführen sind. Die Software wählt nach zuvor festgelegten Kriterien zahlreiche Rufnummern gleichzeitig an, oftmals bereits während sich der Callcenter-Mitarbeiter noch in einem Gespräch befindet.

"Das Anwahlverhalten geht hier zu Lasten der Angerufenen. Die Vielzahl der Telefonanrufe führt zu einer unzumutbaren Belästigung und bedeutet einen massiven Eingriff in die Privatsphäre" , so Homann. Die belästigenden Telefonanrufe stellten eine rechtswidrige Nummernnutzung dar, was die Abschaltung rechtfertige.


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