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Predator Badlands: Aus dem Alien-Jäger wird ein Familienmensch

Was 1987 als harter Actionfilm begonnen hat, ist 2025 beinahe familientauglich. Predator: Badlands macht den Predator zum menschelnden Helden.
/ Daniel Pook
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Jemand streckt in Predator: Badlands seine Hand nach dem Yautja Dek aus. (Bild: Walt Disney)
Jemand streckt in Predator: Badlands seine Hand nach dem Yautja Dek aus. Bild: Walt Disney
Inhalt
  1. Predator Badlands: Aus dem Alien-Jäger wird ein Familienmensch
  2. Sieht aus wie ein Predator, denkt und fühlt wie ein Mensch
  3. Vermenschlicht und verweichlicht

Predator, High-Tech-Jäger aus dem All. Geduldig späht er seine Beute aus, analysiert ihr Verhalten im Schutze einer Tarnvorrichtung und mithilfe seiner Maske, die zugleich Fernglas, Wärmesicht und Richtmikrofon mit taktischem Head-Up-Display ist.

Als Zuschauer 1987 erstmals einen Predator im Kino sehen, sahen sie ihn erst mal gar nicht. Gut 50 Minuten lang bot sich ein typischer Actionfilm dieser Zeit, voller damals populärer Klischees. Arnold Schwarzenegger kämpft als muskelbepackter Soldat gegen Rebellen im mittelamerikanischen Dschungel, soll mit seinen Kollegen Geiseln befreien.

Ein Geniestreich, der sich nicht wiederholen lässt

Dass dieser Film zum Kult wurde, lag an der ungewöhnlichen Wendung: Mitten im Gefecht taucht plötzlich ein Alien auf – der klassische Actionheld muss sich einem unbekannten Wesen mit High-Tech-Ausrüstung stellen. Ein Geniestreich, den folgende Serienteile natürlich nicht mehr so effektiv kopieren konnten.

Obwohl Teil 2(öffnet im neuen Fenster) und das Prequel Prey sich noch am ehesten an diesem Konzept orientieren und es recht ordentlich in andere Settings verlegt haben: So erinnerungswürdig wie beim Original gelang das nie mehr. Weitere Ableger, die ganz andere Szenarien(öffnet im neuen Fenster) aufbauen wollten, waren damit nie erfolgreich genug(öffnet im neuen Fenster) oder haben im Falle von Alien vs. Predator(öffnet im neuen Fenster) eher als B-Movie ihre Fans.

Dass Predator 1 zum Kultfilm wurde, lag nicht nur an Arnie oder dem interessant gestalteten Außerirdischen. Regisseur John McTiernan (Stirb Langsam) verband das nervenzerfetzende Gefühl, von einem unbekannten Monster beobachtet und gejagt zu werden, mit der körperbetonten, förmlich nach Blut und Schweiß riechenden Ästhetik und harten Gangart dieser Ära des Actionkinos. Diese Mischung aus Teil 1, so gekonnt umgesetzt, begeistert uns immer noch.

Predator: Badlands (Filmtrailer)
Predator: Badlands (Filmtrailer) (01:57)

Predator: Badlands hingegen ist, konsequenterweise, genauso ein Actionfilm seiner Zeit – leider der heutigen. In trostlos blassen Bildern sehen wir einem banal vermenschlichten Alien dabei zu, wie es zwischen CGI-Monstern und CGI-Bäumen hin- und herhüpft. Und am Ende dreht sich fürs Alien im Mittelpunkt alles irgendwie nur ums Thema Familie.

Entsättigt öder Todesplanet

Mehr noch als die Handlung hat uns die Optik von Predator: Badlands viel Freude geraubt. Selbst im allerersten Film von 1987 ist Grün im dichten Wald noch echtes Grün, nicht bloß eine Ansammlung blasser Brauntöne. Den Schauplatz Genna (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Stadtteil Iserlohns im Sauerland(öffnet im neuen Fenster) ) lässt der entsättigt kontrastarme Look völlig öde aussehen. Dabei hatten die Autoren für dessen Gestaltung einige spannende Ideen und die Effekte sind auch keinesfalls schlecht.

Der Planet und Schauplatz von Predator: Badlands ist so etwas wie eine bösartige Version von Avatars Pandora . Viel Natur, aber alles ist gefährlich. Gras schneidet messerscharf ins Fleisch und splittert wie Glas. Bäume entpuppen sich als aggressive Monster mit Tentakeln. Schade nur, dass es keinen Spaß macht, sich diese Welt so fad wie durch eine Sonnenbrille mit trüben Gläsern anzugucken, obwohl das hier nicht mal ein 3D-Film ist.

Predator: Badlands (Filmausschnitt)
Predator: Badlands (Filmausschnitt) (00:58)

Im Zentrum der Geschichte steht von Beginn an ein Yautja, so nennen sich die Predators selbst, der von seinem Vater als Schwächling verachtet wird. Er entkommt seiner eigenen Hinrichtung, ist nun jedoch auf dem Planeten Genna gestrandet.

Nicht unpraktisch für ihn – da dort das als unbesiegbar geltende Wesen Kalisk leben soll. Würde er dessen Kopf als Trophäe heimbringen, dürfte er den Respekt seines Clans gewinnen, endlich als mutiger Yautja akzeptiert werden.


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