Predator 21X ausprobiert: Acers monströses Gaming-Notebook krümmt sich
Von einem Laptop oder Notebook zu sprechen, fühlt sich bei Acers Predator 21X irgendwie falsch an. Selbst es als Desktop Replacement zu bezeichnen, wird dem Gerät nur bedingt gerecht, denn so manch stationärer Rechner mit ähnlicher Hardware-Ausstattung ist kaum größer. Acer betont, dass es sich bei dem 8 kg schweren 21-Zoll-Notebook nicht um eine Machbarkeitsstudie handelt, sondern das Gerät ab Anfang 2017 in kleiner Auflage verkauft werden soll.
Das Display ist leicht gekrümmt, das IPS-Panel löst mit 2.560 x 1080 Pixeln auf, was wir von günstigen Ultra-Widescreen-Bildschirmen mit 24 bis 27 Zoll kennen. Das Display weist eine Frequenz von 60 Hz auf und unterstützt Nvidias G-Sync. Im zugeklappten Zustand schließt der Bildschirm nicht bündig mit dem Gehäuse ab, weshalb er eingedrückt werden kann – das sollte Acer überarbeiten.

Am unteren Display-Rahmen befindet sich ein Eye-Tracker von Tobii, der mittlerweile von diversen Spielen wie Assassin's Creed Rogue und The Division unterstützt wird. Die klassische Unity-Demo von Tobii funktionierte auf dem Acer Predator 21X wie erwartet einwandfrei. Das Curved-Display zeigt Backlight-Bleeding, das könnte aber auf den Prototypen-Status zurückzuführen sein. Kleines Manko: Spielen wir mit einer Maus, schwindet der Nutzen des Curved-Panels, da wir dann nicht mehr zentriert vor dem Gerät sitzen.
Im Inneren des Predator 21X stecken zwei Geforce GTX 1080 und ein Kaby-Lake-Prozessor. Bisher hat Intel nur Y- und U-Modelle veröffentlicht, die leistungsstarken H-Varianten erscheinen im Januar 2017 – was erklärt, warum das Acer-Notebook erst kommendes Jahr verfügbar ist. Die weitere Ausstattung umfasst vier DDR4-Speicherbänke für 64 GByte RAM, mehrere M.2-Slots für SSDs, die per PCIe 3.0 x4 angebunden sind, und einen Festplatten-Schacht.
Links wie rechts verbaut Acer je zwei USB-3.0-Ports, hinzu kommt ein SD-Kartenleser. Auf der Rückseite befinden sich ein HDMI-, Gigabit-Ethernet- sowie zwei Displayports und ein Thunderbolt-3-Anschluss. Die Tastatur nutzt beleuchtete Cherry-MX-Switches, bei denen sich Käufer ihre Lieblingsvariante aussuchen können. Der Nummernblock ist magnetisch und kann umgedreht werden. So wird er zum Clickpad samt zwei Maustasten.
Gekühlt wird das Predator 21X durch eine Vielzahlen an Kupfer-Radiatoren und Heatpipes sowie fünf Lüfter. Je zwei kümmern sich um die GPUs und den Prozessor, einer verringert die Gehäuseinnentemperatur. Das hohe Volumen verwendet Acer für vier Lautsprecher und zwei Subwoofer.
Ob und wann das Notebook hierzulande erscheint, und was es kostet, ließ Acer offen.
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