Precision Farming: Bosch bringt Sensoren ins Gewächshaus

Gesunde Pflanzen, gleichbleibende Erträge: Sensoren in Gewächshäusern sollen warnen, wenn Pflanzen anfällig für Krankheiten sind. Landwirte sollen so rechtzeitig eingreifen können und einen Ausbruch verhindern.

Artikel veröffentlicht am ,
Plantect: Daten für das Pflanzenwachstum
Plantect: Daten für das Pflanzenwachstum (Bild: Bosch)

Mit drei S gegen Pflanzenkrankheiten: Bosch hat ein System entwickelt, mit dem Landwirte ihre Gewächshäuser überwachen und reagieren können, bevor Pflanzenkrankheiten ausbrechen. Das System Plantect soll in Kürze in Japan auf den Markt kommen.

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Plantect integriere die drei Ebenen, die zu einer Internet-of-Things-Lösung gehörten, sagt Udo Wolz, Chef von Bosch Japan: Sensoren, Software, Services. Sensoren werden in einem Treibhaus ausgebracht. Sie erfassen Daten, die für das Pflanzenwachstum wichtig sind, und übertragen diese an einen Cloud-Server. Dort werden die Daten von einem System mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet. Betreiber können beispielsweise per App von ihrem Mobilgerät oder dem PC aus auf die Daten zugreifen.

KI soll Krankheiten verhindern

Das Konzept sieht vor, dass die Sensoren Temperatur, Feuchtigkeit, Sonnenlicht oder Kohlendioxidgehalt messen. Das KI-System analysiert diese Umgebungsparameter, die die Entwicklung der Pflanzen beeinflussen, und macht Vorhersagen, ob sie anfällig für Krankheiten sind. Gewächshausbetreiber sollen dann vorbeugend Pflanzenschutzmittel ausbringen, um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern. Das soll dazu beitragen, die Erträge und damit auch die Einnahmen der Landwirte zu sichern.

Bosch arbeitet schon seit einiger Zeit am sogenannten Precision Farming oder Landwirtschaft 4.0: Das Unternehmen hat beispielsweise einen Agrarroboter entwickelt, der mit verschiedenen Sensoren bestückt werden kann: Er kann den Zustand von Pflanzen erfassen, die Verdichtung des Bodens messen oder Unkraut bekämpfen.

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Der Roboter ist noch in der Erprobungsphase. Plantect hingegen soll im August in Japan auf den Markt kommen. Der Einstieg in das System soll kostenlos sein. Landwirte zahlen dann für die Überwachung im Monat umgerechnet 40 Euro oder für die Krankheitsvorhersage 27 Euro pro Monat.

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eichenweg 13. Jun 2017

Kenne ein ähnliches System schon seit ca. 1988 für Glashäuser und Weingärten. Die...

jsm 12. Jun 2017

So ein Sensor kann ziemlich lange halten, Elektroschrott wird es nur wenn man bei der...

KnutRider 12. Jun 2017

Besonders die Herbizide, welche nur bis 100ml abgegeben werden dürfen, und alles darüber...



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