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Precision Boost Overdrive 2: AMD macht Ryzen-5000-Overclocking/Undervolting besser

Dank einer per PBO2 anpassbaren Spannungskurve laufen die Ryzen-5000-CPUs mit etwas Bastelaufwand schneller und sparsamer.
/ Marc Sauter
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Ein 7-nm-Chiplet auf einem Ryzen-Schriftzug (Bild: OC_Burner/Fritzchens Fritz)
Ein 7-nm-Chiplet auf einem Ryzen-Schriftzug Bild: OC_Burner/Fritzchens Fritz

AMD hat das Precision Boost Overdrive 2 (PBO2) für die Ryzen 5000 angekündigt: Wer eine Vermeer-CPU mit einem 500er-/400er-Mainboard samt Agesa v1.1.8.0 kombiniert, kann das Taktpotenzial der Prozessoren künftig besonders feinkörnig ausloten. Erste Firmware-Updates sollen im Dezember 2020 verfügbar sein.

PBO2 wird vorerst im UEFI integriert, nächstes Jahr soll auch eine Unterstützung im Ryzen Master genannten Windows-Tool von AMD implementiert werden. Verglichen zum bisherigen PBO wird PBO2 sich nicht für eine automatische Übertaktung aller CPU-Kerne eignen, sondern auch die Singlethread-Leistung steigern. Bei beiden Algorithmen gilt, dass bei Nutzung die Garantie verfällt.

Das Werkzeug des PBO2 ist der Curve Optimizer, mit dem die Takt-/Spannungskurve für jeden einzelnen Kern angepasst werden kann. Bisher hat PBO den Takt abhängig der PPT-, EDC- und TDC-Parameter des jeweiligen Mainboards um bis zu +200 MHz per genereller Spannungserhöhung für alle Kerne erhöht. Bei PBO2 hingegen gibt es bis zu 30 Stufen pro Kern, wobei jede 3 mV bis 5 mV umfasst – also 0,09 Volt bis 0,15 Volt nach oben oder unten. Der Algorithmus soll sich intelligent verhalten und in einer Millisekunde die internen Sensoren der CPUs auslesen.

In der Praxis bedeutet dies, dass einzelne, mehrere oder alle Kerne adaptiv mit geringerer Spannung bei höherem Takt laufen. Bei CPUs mit vielen Cores – etwa dem Ryzen 5950X (16C) – ist das Potenzial besser als bei solchen mit wenigen wie dem Ryzen 5 5600X (6C). Die beste Wahl soll der Ryzen 5 5900X sein, da dieser zwei CCDs und sechs statt acht Kerne pro CCD aufweist. AMD selbst spricht hier von +3 Prozent (Singlethread) bis +10 Prozent (Multithread) zusätzlicher Performance durch PBO2, gemessen mit Cinebench R20 1T und Cinebench R20 nT.

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