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''In unserer Firma ist ein Stil genau vorgegeben''

Dominik Seemann: Klar, wenn man sich nicht an einen Stil hält, funktioniert die Zusammenarbeit einfach nicht. In unserer Firma ist ein Stil genau vorgegeben. Das läuft automatisch und ein Linter überprüft meinen Code. Das spart Zeit, weil ich direkt sehe, was geändert werden muss. Es gibt so keine Ambiguität, und das führt dazu, dass man sich auf wichtigere Dinge fokussieren kann. Am Ende macht das den Code sogar besser und kreativer als ohne Vorgaben.

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Alexander Dubovoy: Finde ich auch. Alles Verrückte und Kreative muss intendiert sein. Dann kann er auf kreative und interessante Arten verwendet werden.

Dominik Seemann: Man muss die Regeln kennen, um sie zu brechen. Coden ist das Werkzeug, egal ob man Kunst oder eine App damit entwickelt. Am Ende zählt das Produkt.

Alexander Dubovoy: Manchmal ist für mich aber auch der Weg das Ziel. Ich schreibe etwa Code und er tut nicht, was er soll. Aber was dabei rauskommt, ist trotzdem spannend. Ein Beispiel: Für mein letztes Projekt habe ich den Web Audio-API genutzt und Sounds produziert, die entstehen, wenn Code ausgeführt wird. Die Fonts wurden falsch geladen und aufgrund der Netzwerk-Geschwindigkeit verzerrt übertragen. Zuerst dachte ich, dass das schrecklich klingt. Dann mochte ich den Effekt aber und habe ihn gezielt eingesetzt. Das ist ein bisschen, wie wenn man mit einem Synthesizer herumspielt. Man entdeckt neue Töne, die gar nicht so vorgesehen waren.

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Dominik Seemann: Normalerweise folgt Code aber einer neuen Idee und ist nicht selbst die Innovation.

Alexander Dubovoy: Ja, klar. Ich vergleiche Code oft mit meinem Piano. Er ist das Instrument. Manchmal komponiere ich etwas mit dem Piano, weil es eben dieses spezielle Instrument ist. Manchmal ist das Werkzeug aber auch nur dazu da, um etwas anderes damit auszudrücken. Das trifft für mich auch aufs Coden zu. Manchmal können innovative Ideen während des Programmierens Türen öffnen - wenn man etwa ein neues Framework entwickelt.

Dominik Seemann: Schön ist Code für mich, wenn sein Kernkonzept nachvollziehbar ist und man ihn leicht warten kann. Das heißt nicht, dass er kurz sein muss. Die Struktur muss gut durchdacht sein. Ich liebe die Code-Standardisierung, die die React-Community hervorbringt. Es gibt für alles einen Weg, und der wird von der ganzen Community repliziert. Gedanken, Muster und Ansätze werden geteilt und das hat mein Entwicklerleben deutlich beschleunigt. Das ist etwas, das ich wirklich zu schätzen weiß. Javascript, die Sprache, mit der ich am häufigsten zu tun habe, hat sich in den letzten zehn Jahren stark verbessert. Sie wurde immer kompakter und mittlerweile haben wir ein gängiges Standard-Set. Der Aufbau des React-Frameworks ist einfach klasse.

  • Alexander Dubovoy bei einem Gig (Bild: privat)
  • Beispielcode von Alexander Dubovoy (Bild: privat)
  • Dominik Seemann bei der Arbeit (Bild: Candylabs)
Dominik Seemann bei der Arbeit (Bild: Candylabs)

Alexander Dubovoy: Ich kann da nicht so zustimmen. Ich arbeite viel lieber in Vue. Aber sie haben ja kürzlich die Syntax von React geändert und vielleicht gebe ich ihm nochmal eine Chance. Oder Preact.

Dominik Seemann: Da ist die Community zweigeteilt (lacht).

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Alexander Dubovoy: Ich interessiere mich für die Arbeit von David Heinemeier Hansson, der wohl das Gegenteil von React repräsentiert. Er hat Ruby on Rails entwickelt und richtet sich gegen viele Trends. Ruby hat eine simple Syntax und liest sich fast wie Englisch. Das mag ich. Privat schätze ich die funktionale Programmiersprache Elixir, weil sie schön und ein wenig verrückt ist: Normalerweise funktioniert das Gleichheitszeichen nur in eine Richtung. In Elixir ist das ganz anders und man muss so gut wie nie If-Else-Statements verwenden. Ich liebe aber auch Python und finde es sehr elegant.

Dominik Seemann: Ich verstehe dich da. Python ist meine private Lieblingssprache wegen der simplen Syntax. Man kann alles ändern und nachschlagen. Wie es bei Python heißt: Batteries included. Es gibt viele Libraries mit nützlichen Modulen. Sie ist meine Batteries included-Sprache für alles, was ich nicht im Netz arbeite: Texteditor auf, Python rein und ich kann fast alle Probleme lösen. Ich kann nicht nachvollziehen, was die Leute daran nicht mögen. Das ergibt für mich keinen Sinn.

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demonkoryu 08. Sep 2020

Die meisten Engines wandeln in PHP um, richtig. Das "Rendering" beschreibt einfach nur...

Invertiert 08. Sep 2020

Ah da hab ich extra eine vollkorn gesichtscreme genommen und dann nützt das trotzdem...

DebugErr 07. Sep 2020

Gibt auch Leute, die im Kopf compilen, und dann vor dem Compilen compilen um vor dem...

Ninos 07. Sep 2020

Du verwechselst hier kreativ schnell ans Ziel mit dem Entwickler als Künstler. Zweiteres...


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