Pragmata im Test: Hacker-Action plus menschliche Story - wir sind begeistert!
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Sich allein auf einer Mondbasis mit Robotern anzulegen, könnte spannend genug sein. Pragmata von Capcom(öffnet im neuen Fenster) bietet mehr: Wir kämpfen nicht einfach nur, sondern müssen in einer Art Mini-Schiebepuzzle zuerst die Schutzschilde der Gegner knacken. Und wir sind nicht allein unterwegs, sondern begleiten eine Androidin namens Diana, die aussieht wie ein kleines Mädchen.
Zentraler Ort ist eine Mondstation, von der keine Signale mehr kommen. Wir werden hingeschickt, um nach dem Rechten zu sehen, und finden eine Anlage vor, die gleichzeitig tot und aktiv wirkt.
Alles scheint verlassen, doch riesige 3D-Drucker laufen weiter, produzieren Strukturen und Materialien, als würde das System unbeirrt seinem ursprünglichen Zweck folgen. Schnell wird klar, dass genau diese Maschinen und das zugrunde liegende Lunafilament zentrale Bausteine der Handlung sind.
Wir schlüpfen in die Rolle von Hugh, einem verletzten Astronauten, der von seinem Team getrennt wird. Gemeinsam mit Diana kämpfen wir uns durch eine Umgebung, die zunehmend wie ein von unsichtbaren Mächten kontrolliertes System wirkt. Räume verändern sich, Oberflächen flackern, und immer wieder verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Simulation.
Der spielerische Kern ist die Kombination aus Action und Hacking. Gegner lassen sich nicht einfach niederballern, stattdessen müssen wir zunächst ihre Verteidigungssysteme umgehen.
Sobald wir einen Feind anvisieren, erscheint eine Matrix, in der wir innerhalb weniger Sekunden einen Pfad legen. Erst wenn wir dieses Puzzle erfolgreich lösen, brechen die Schilde zusammen und unsere Waffen entfalten ihre volle Wirkung.
Was anfangs wie eine zusätzliche Hürde wirkt, entwickelt sich schnell zur Stärke des Spiels. Die Mischung aus Denken und Reagieren führt zu einem eigenen Rhythmus, der über die Kampagne hinweg trägt. Statt irgendwann genervt zu sein, fanden wir das System sogar immer besser, weil ständig neue Varianten und taktische Möglichkeiten hinzukommen.
Unterschiedliche Felder verändern die Wirkung, verlangsamen Gegner oder verlängern Zeitfenster. Das wird nicht überkomplex, aber es gibt immer mehr taktische Tiefe: Wir entscheiden bewusst, wie wir Angriffe vorbereiten, welche Systeme wir zuerst ausschalten und wie viel Risiko wir eingehen.
Besonders in den größeren Gefechten klappt das sehr gut. Die Oberbosse zwingen uns, ihre Verteidigung gezielt zu analysieren und im richtigen Moment zu handeln. Gleichzeitig bleibt die Action fordernd, ohne unfair zu wirken. Allerdings finden wir einige der speziellen Schlachten zu lang.
Pragmata bietet zwei Schwierigkeitsgrade: Auf "Standard" sind die Kämpfe anspruchsvoll, aber machbar. Wer möchte, kann nach einem Bildschirmtod auf "Einfach" wechseln; zurück geht dann allerdings nicht mehr. Minimal nervig sind die teils langen Wege nach dem Ableben inklusive der schon besiegten Gegner.
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