Prämien für vorsichtiges Fahren: Tesla wird zum Autoversicherer in Deutschland
Tesla wird in Deutschland zum Autoversicherer. Nachdem das Unternehmen 2021 über die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) die Zulassung beantragt hatte, wurde eine Hauptniederlassung mit Sitz in Malta gegründet. Nach EU-Recht muss die Zulassung dieser Gesellschaft auch in allen anderen Mitgliedsstaaten anerkannt werden.
Nach einem Bericht der Welt(öffnet im neuen Fenster) wurde nun die Gesellschaft Tesla Insurance Ltd. (Germany Branch) ins Handelsregister eingetragen und ist damit geschäftsfähig. Der Sitz liegt in Grünheide in der Tesla Straße 1, wo auch die Gigafactory entsteht.
Dem Bericht zufolge will die Tesla Insurance von der Auto-Haftpflicht- und Kaskoversicherung über die Unfallversicherung bis hin zum Rechtsschutz alle möglichen Angebote machen.
Als Tesla in Texas Ende 2021 eine Autoversicherung startete, wurde bekannt, dass die Versicherungsprämien anhand des Fahrverhaltens berechnet werden. Wer besonders vorsichtig fährt und nicht ständig mit starken Beschleunigungs- und Bremsmanövern auffällt, zahlt weniger.
Tesla kommt bei seinem Versicherungsprodukt, das es in vergleichbarer Form auch von anderen Anbietern gibt, im Gegensatz zu diesen ohne weitere Hardware für die Telematik aus. Die Fahrzeuge haben alle notwendigen Sensoren und die Kommunikationstechnik bereits an Bord.
Fahrer in den USA können Tesla-Versicherung schon buchen
In den USA basieren die monatlich zu entrichtenden Prämien auf dem Fahrverhalten und nicht auf den herkömmlichen Faktoren wie Kreditwürdigkeit, Alter, Geschlecht, Schadenverlauf und ähnlichen Informationen. Teslas Sicherheitsbewertung stützt sich auf mehrere Kriterien, dazu zählen zum Beispiel eine Frontkollisionswarnung, starkes Bremsen, zu schnelles Abbiegen, ständig wechselnde Abstände zum vorausfahrenden Auto und eine erzwungene Autopilot-Abschaltung.
In den USA hieß es zur Einführung des Angebots, dass durchschnittliche Fahrer etwa 20 bis 40 Prozent weniger zahlen müssten als bei Wettbewerbern. Wer besonders sicher fahre, könne bis zu 60 Prozent sparen. Wie das auf dem deutschen Markt sein wird, ist nicht bekannt.
Nach Recherchen von Golem.de ermöglichen die bisherigen Telematik-Tarife auf dem deutschen Markt eine maximale Ersparnis von 30 Prozent. Wenige Anbieter gehen einen anderen Weg und ordnen Kunden in eine SF-Klasse mit 60 Prozent ein, was sich für diejenigen lohnt, die ansonsten höher eingruppiert würden.
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