Abo
  • Services:

Powerwall: Tesla hängt den Autoakku an die Hauswand

Tesla baut Autos und Akkus - und will Letztere jetzt auch Hausbesitzern anbieten. Die Powerwall wird an die Wand gehängt und ist mit Kapazitäten von 10 und 7 kWh erhältlich. Bei Stromausfällen dient sie als Backup und in Smart-Grids als Sparschwein.

Artikel veröffentlicht am ,
Tesla Powerwall
Tesla Powerwall (Bild: Tesla Energy)

Elon Musk hat mit der Powerwall eine Reihe von Lithium-Ionen-Akkus für den Hausgebrauch vorgestellt. Die 10-kWh-Version kostet 3.500 US-Dollar, eine Variante mit 7 kWh wird für 3.000 US-Dollar angeboten. Die Akkus liefern 350 bis 450 Volt bei nominal 5 Ampere, und 8,5 Ampere als Spitzenausgangsleistung. Weitere technische Details sind auf der Produktseite zu finden.

Stellenmarkt
  1. SEITENBAU GmbH, Konstanz, Berlin, Köln
  2. Stuttgarter Straßenbahnen AG, Stuttgart

Die in formschönen Wandgehäusen untergebrachten, stationären Akkus wiegen 100 kg, sollen in Teslas Gigafactory parallel zu den Stromspeichern der Elektroautos hergestellt werden und Hausbesitzern als Backup dienen, falls das Stromnetz zusammenbricht. Auch als Speicher für Solarstromerzeuger sind sie gedacht. Die Preise enthalten nicht die Kosten für die Installation, Tesla will sie auch in einem Leasingmodell anbieten. Was das kosten könnte, ist noch nicht bekannt. Die Installation soll innerhalb von eineinhalb Stunden möglich sein. Wer will, kann bis zu neun Powerwalls nebeneinander installieren und so auf eine Kapazität von 90 kWh kommen.

  • Tesla Powerwall (Bild: Tesla)
  • Tesla Powerwall wird an der Wand montiert - möglicherweise auch in der Garage. (Bild: Tesla)
  • Tesla Powerwall in Doppelinstallation (Bild: Tesla)
Tesla Powerwall in Doppelinstallation (Bild: Tesla)

Die Powerwalls lassen sich innen und außen montieren und sollen bei Temperaturen zwischen -20 bis 43 °C betrieben werden können. Die Gehäuse messen etwa 130 x 86 x 18 cm. Tesla gewährt zehn Jahre Garantie. Die Akkus lassen sich ans Internet anschließen und können nach Angaben von Musk als Mikro-Grids fungieren.

Die Powerwalls sind vorbestellbar und sollen in den USA ab Sommer 2015 ausgeliefert werden. Künftig sollen sie auch international angeboten werden. Für Unternehmen und Stromerzeuger sollen Varianten mit 100 kWh angeboten werden, die dann 25.000 US-Dollar kosten.

Der Besitzer der Akkus könnte nicht nur seinen selbst erzeugten Solarstrom speichern, sondern bei Tag- und Nachtstromtarifen oder gar noch variableren Preismodellen auch Strom zum Aufladen kaufen, wenn er günstig ist. Genauso sei eine Einspeisung des Solarstroms ins Netz möglich, wenn viel dafür bezahlt wird. Das Problem dabei: Solche Tarife gibt es noch nicht, sie sind aber ein Ziel von Smart-Grids. Tesla kooperiert mit dem Solarstrom-Spezialisten Solarcity und will weitere Patente kostenlos lizenzieren.

Die Akkus kommen übrigens von Tesla Energy, während die Fahrzeuge von Tesla Motors angeboten werden, was darauf hindeutet, dass Tesla auch formal einen neuen Unternehmensbereich aufgebaut hat. Elon Musk betonte, dass die Akkufabrik in Nevada, die für fünf Milliarden US-Dollar gebaut wird, als weiterer Unternehmensbereich gesehen werden könne.

Die abendliche Presse-Präsentation fand in Teslas Gebäuden in Kalifornien statt und wurde vollständig über Akkus des Unternehmens mit Strom versorgt, die zuvor über Solarzellen auf dem Dach geladen worden waren.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€

Tobias Claren 11. Aug 2016

Korrekt. 100Ah 12V-Bleiakku = 1h bei 120W-Gerät mit 12V. Bei einem 230V-Gerät ist noch...

Tobias Claren 11. Aug 2016

$120 Dollar für den Sprit? Kann man normalen Sprit doch problemlos mehrere Jahre lagern...

Tobias Claren 11. Aug 2016

Egal wie formschön, es sind Fremdkörper, z.B. auf der Klinkerfassade. Oder geht es darum...

Ach 04. Mai 2015

Physikalische Grundannahmen nicht mit Physikalischen Gesetzen verwechseln :]. Die Annahme...

Tannenzapfen 04. Mai 2015

Wir sind eine 3-Personen Kleinfamilie und haben derzeit in einer Mietwohnung einen...


Folgen Sie uns
       


Sonos Beam im Hands on

Beam ist Sonos' erste smarte Soundbar und läuft mit Amazons Alexa. Im Zusammenspiel mit einem Fire-TV-Gerät kann dieses bequem mit Beam mit der Stimme bedient werden. Die Beam-Soundbar von Sonos kostet 450 Euro und soll am 17. Juli 2018 erscheinen.

Sonos Beam im Hands on Video aufrufen
Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Viel hilft nicht immer viel
Threadripper 2990WX und 2950X im Test
Viel hilft nicht immer viel

Für Workstations: AMDs Threadripper 2990WX mit 32 Kernen schlägt Intels ähnlich teure 18-Core-CPU klar und der günstigere Threadripper 2950X hält noch mit. Für das Ryzen-Topmodell muss aber die Software angepasst sein und sie darf nicht zu viel Datentransferrate benötigen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. 32-Kern-CPU Threadripper 2990WX läuft mit Radeons besser
  2. Threadripper 2990WX AMDs 32-Kerner kostet weniger als Intels 18-Kerner
  3. Zhongshan Subor Z+ AMD baut SoC mit PS4-Pro-Leistung für chinesische Konsole

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nur noch Wochenende Taz stellt ihre Printausgabe wohl bis 2022 ein
  2. Cybercrime Bayern rüstet auf im Kampf gegen Anonymität im Netz
  3. Satelliteninternet Fraunhofer erreicht hohe Datenrate mit Beam Hopping

Stromversorgung: Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos
Stromversorgung
Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos

Die massenhafte Verbreitung von Elektroautos stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Doch verschiedenen Untersuchungen zufolge sind diese längst nicht so gravierend, wie von Kritikern befürchtet.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  2. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam
  3. Ladekabel Startup Ubitricity gewinnt Klimaschutzpreis in New York

    •  /