• IT-Karriere:
  • Services:

Power9 AIO: IBMs Prozessor-OMI schafft 650 GByte/s Bandbreite

Bisher konnten IBMs Power9 mit 210 GByte/s aus 8 TByte DDR4-Speicher lesen und schreiben. Die Advanved-I/O-Variante liefert nun entweder 320 GByte/s oder rasend schnelle 650 GByte/s bei weniger Kapazität.

Artikel veröffentlicht am ,
Power9 Advanced I/O
Power9 Advanced I/O (Bild: IBM)

IBM hat die nächste Ausbaustufe des Power9 vorgestellt, intern Axone getauft. Die AIO-Version des Prozessors, kurz für Advanced I/O, folgt auf beiden bisherigen Varianten - Nimbus alias SO (Scale Out) und Cumulus alias SU (Scale Up). Der Fokus des Power9 AIO liegt auf einem verbesserten Speichersubsystem, um eine deutlich höhere Bandbreite bei zugleich mehr Speicherkapazität bereitstellen zu können. Die eigentliche Mikroarchitektur der CPU hat IBM nicht überarbeitet, hier gibt es weiterhin bis zu 24 Kerne mit 4fach SMT.

Stellenmarkt
  1. Bechtle Onsite Services GmbH, Salzgitter
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Münster

Hierzu ein wenig Hintergrundwissen: Ursprünglich gab es vom Power9 nur die 2017 veröffentlichte SO-Variante, diese nutzt acht direkt angebundene Kanäle für eine mittlere (sustained) Bandbreite von 150 GByte/s und kann bis zu 2 TByte DDR4-Speicher via 16 Modulen ansprechen. Die 2018 eingeführte SU-Variante verwendet acht Memory Buffer, sogenannte Centaur-Chips, für 32 Riegel. Die erreichen eine Datentransferrate von 210 GByte/s, dank spezieller Module sind aber satte 8 TByte pro Sockel möglich - das schaffen weder AMDs Epyc 7002 (Rome) noch Intels Xeon Platinum 8200 (Cascade Lake SP), selbst als absurd teure L-Modelle mit Unterstützung für persistenten Optane-Speicher.

Für den Power9 AIO nutzt IBM die internen 25-GBit-Serdes-Links für ein Open Memory Interface (OMI), genauer das offene OpenCAPI 4.0, um Speicher anzubinden. Mit DDR4-Steckplatz-kompatiblen OMI-Modulen sind so 4 GByte pro Sockel bei einer durchschnittlichen Bandbreite von 320 GByte/s umsetzbar. Werden gar 16 der eigenwillig aussehenden Differential-DIMMs mit Microchip-SMC-1000-Speichercontroller verwendet, steigt die Transferrate auf extreme 650 GByte/s - allerdings sind so einzig 512 GByte Kapazität je Prozessor adressierbar. Zum Vergleich: Die schnellsten Beschleuniger wie ASICs oder GPUs haben HBM2-Speicher mit über 1 TByte/s, aber gerade einmal 32 GByte davon.

  • Präsentation zum Power9 AIO (Bild: IBM)
  • Präsentation zum Power9 AIO (Bild: IBM)
  • Präsentation zum Power9 AIO (Bild: IBM)
  • Präsentation zum Power9 AIO (Bild: IBM)
  • Präsentation zum Power9 AIO (Bild: IBM)
Präsentation zum Power9 AIO (Bild: IBM)

Erste Systeme mit dem Power9 AIO will IBM nächstes Jahr ausliefern. Für 2021 ist dann der Power10 geplant: Der wird mit 7-nm- statt mit 14-nm-Technik produziert, genauer Samsungs 7LPP statt Globalfoundries 14HP. Der Power10 hat eine neue Kern-Architektur samt PCIe-Gen5-Lanes und soll eine DRAM-Bandbreite von 800 GByte/s erreichen. In Zukunft sollen die OMI-Module ein Jedec-Standard werden, womit der Speichertyp nicht mehr vom Controller in der CPU festgelegt wird. Power9-Chips werden in einigen Supercomputern verwendet, gerne aber auch für In-Memory-Datenbanken wie SAPs Hana.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 11,85€ (Bestpreis!)
  2. 9,77€ (Bestpreis!)
  3. 321,61€ (mit Rabattcode "POWERSPAREN20" - Bestpreis!)
  4. 92,99€ (Bestpreis!)

Folgen Sie uns
       


ANC-Kopfhörer im Vergleich

Wir haben Sonys neuen WH-1000XM4 bei der ANC-Leistung gegen Sonys alten WH-1000XM3 und Boses Noise Cancelling Headphones 700 antreten lassen.

ANC-Kopfhörer im Vergleich Video aufrufen
Ausprobiert: Meine erste Strafgebühr bei Free Now
Ausprobiert
Meine erste Strafgebühr bei Free Now

Storniert habe ich bei Free Now noch nie. Doch diesmal wurde meine Geduld hart auf die Probe gestellt.
Ein Praxistest von Achim Sawall

  1. Gesetzentwurf Weitergabepflicht für Mobilitätsdaten geplant
  2. Personenbeförderung Taxibranche und Uber kritisieren Reformpläne

iPad Air 2020 im Test: Apples gute Alternative zum iPad Pro
iPad Air 2020 im Test
Apples gute Alternative zum iPad Pro

Das neue iPad Air sieht aus wie ein iPad Pro, unterstützt dasselbe Zubehör, kommt mit einem guten Display und reichlich Rechenleistung. Damit ist es eine ideale Alternative für Apples teuerstes Tablet, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablet Apple stellt neues iPad und iPad Air vor

Energiewende: Wie die Begrünung der Stahlindustrie scheiterte
Energiewende
Wie die Begrünung der Stahlindustrie scheiterte

Vor einem Jahrzehnt suchte die europäische Stahlindustrie nach Technologien, um ihren hohen Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren, doch umgesetzt wurde fast nichts.
Eine Recherche von Hanno Böck

  1. Wetter Warum die Klimakrise so deprimierend ist

    •  /