Power10: IBM verdreifacht CPU-Kerne für günstigere Oracle-Lizenz
Oracle bietet Datenbank-Lizenzen, die pro Sockel und nicht pro CPU-Kern abgerechnet werden. IBMs Power10 bekommt deshalb bis zu 24 Kerne.
Etwas versteckt hat IBM eine neue und größere Prozessorvariante seiner Power10-CPU-Architektur vorgestellt. Demnach soll es für den IBM-Power-Server S1014 (MTM 9105-41B) künftig auch CPUs mit 24 Kernen auf einem Sockel geben. Die Erhöhung der Anzahl der CPU-Kerne auf das Dreifache geschieht dabei explizit als Reaktion auf das Standard Edition 2 (SE2) Lizenzmodell von Oracle für dessen Datenbank, wie The Register zuerst berichtete.
Vorgestellt wurde der Power10 bereits im August 2020, es handelt sich erneut um ein Design mit 7LPP-Fertigung (7 nm EUV). Physisch sind 16 Kerne mit SMT8 vorhanden, allerdings schaltet IBM aus Yield-Gründen nur 15 davon frei. Die laufen mit über 4 GHz und weisen erstmals einen Block für Matrizen-Multiplikationen auf, damit lässt sich Inferencing betreiben.
Mehr Kerne dank Dual-Chip-Design
Das Server-System S1014 ist dabei das kleinste im Angebot von IBM und bietet standardmäßig nur 4 oder 8 CPU-Kerne. Die Verfügbarkeit von 24 Kernen für dieses System ist nun also eine massive Steigerung der Rechnerkapazitäten für Nutzer. Möglich wird dies offenbar durch eine Freischaltung von zusätzlichen Kernen.
Als Grundlage für die Server-Serie, zu der der S1014 gehört, nutzt IBM Power10-Chips als DCM (Dual Chip Module), wobei zwei Dies in einem Package rechnen. Für die kleineren Server-Varianten sind die CPU-Kerne des zweiten Chips aber eigentlich vollständig abgeschaltet und der Die dient nur für zusätzliche PCIe-Verbindungen, was IBM als eSCM-Technik (Entry Single Chip Module) beschreibt. Die 24-Kern-Chips als DCM gibt es eigentlich nur für die teurere Server-Variante S1024. Dieses Portfolio ändert IBM nun für seine Kunden mit Oracle-Lizenzen.
Zwar dürften die größeren CPUs Kunden auch massiv mehr kosten, IBM setzt aber offenbar darauf, dass sich das vor allem wegen der Oracle-Lizenz für diese lohnen könnte. Denn im Unterschied zu anderen Unternehmen legt Oracle in dem genannten Lizenzmodell explizit fest, dass dieses dauerhaft die gleichen Kosten verursacht, unabhängig von der Zahl der CPU-Kerne pro Sockel. Die SE2-Lizenz ist für Systeme mit bis zu zwei Sockeln nutzbar.
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Die StandardEdition kann ja auch nichts ;-) Da kann ich ja wirklich PostgreSQL nehmen.
Wegen alter Software (die meisten sind zu feige zum Umschreiben) Ja, eh. Niemand macht...