Power over Ethernet: Philips will Lichtsysteme mit Netzwerkkabeln versorgen

Mit dem Connected Lighting System for Offices hat Philips eine Lösung für LED-Lampen im Angebot, die dank PoE keine herkömmliche Stromversorgung mehr benötigt. Die Lampen sind nicht nur vernetzt, sondern erkennen Nutzer und dienen zur Konferenzraumnavigation. Philips demonstrierte uns, was ein Lichtadmin in Zukunft kann.

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PoE-Leuchten im Einsatz
PoE-Leuchten im Einsatz (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Nach dem Willen von Philips werden Systemadministratoren wohl bald eine Weiterbildung zum Lichtadministrator benötigen. Auf der Licht- und Architekturmesse Light + Building in Frankfurt am Main präsentierte das niederländische Unternehmen sein Connected Ligting System for Office. Es handelt sich um ein intelligentes Lichtsystem, das zentral gesteuert und überwacht wird.

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Für die Verkabelung sind separate Stromleitungen nicht mehr nötig. Das System setzt auf Power over Ethernet. Es können also vorhandene Netzwerkkabel verwendet werden, sofern davon genug vorhanden sind. Durch die zunehmende Verwendung von Power over Ethernet in Büros werden Netzwerkkabel immer wichtiger. Sie versorgen Telefone, Access Points und nun auch vernetzte Lampen.

Das System vor Ort nutzte einen PoE+-Switch

Technische Details gibt es bisher nicht. Auch vor Ort auf der Light + Building konnte uns Philips zum Ethernet-Standard keine Informationen nennen. Der auf dem Stand verwendete Switch Korenix Jetnet 5728G gibt allerdings Anhaltspunkte. Es handelt sich um einen PoE+-Switch mit einem Power-Budget von 460 Watt und 802.3at-Unterstützung. Damit wären Leuchten mit brutto 30 Watt pro Ethernet-Port möglich. Ein Teil der Energie geht, dem Standard entsprechend, auf dem Weg verloren. Für Leuchte und die Logik verbleiben so etwa 25 Watt. Bei effizienten Leuchtmitteln sollte das für mehr als 2.000 Lumen reichen. Allerdings gab es auch noch keine Information zu den kompatiblen Leuchten. Auf dem Stand war die Demonstration trotz des starken Umgebungslichts sehr hell, so dass wir davon ausgehen, dass PoE+ verwendet wurde.

  • Dieser PoE+-Switch... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... versorgt Deckenleuchten sowohl mit Energie als auch mit Daten. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Beleuchtung hat bei Philips eine eigene IP-Adresse. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Sensoren übermitteln weitere Informationen über den Switch. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Leuchten können individuell gedimmt werden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Dazu muss sich der Anwender nur unterhalb seiner persönlichen Leuchte befinden und eine App starten. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Dieser PoE+-Switch... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Da Philips auch an Kommunikationsübertragungen via Licht arbeitet, ist vorstellbar, dass in Zukunft die Beleuchtung auch die Verteilung von Informationen aus dem Netz übernimmt. Zumindest zum Teil geht das schon. Immerhin sind die Lampen in der Lage, über ihre LEDs zu kommunizieren und ihre IP-Adresse auszusenden. Gelesen werden diese Daten von Kameras. Ein ähnliches System bietet Philips für die Supermarktnavigation an. Für Büros wird es zum Auffinden von Konferenzräumen verwendet. Das Unternehmen demonstrierte uns die Erkennung der Beleuchtung mit Hilfe eines iPads und einer Erkennungsapp. Der individuelle Nutzer in einer Firma setzt sich in dem Beispiel mit dem iPad unter seine Lampe und kann sie individuell dimmen, wenn sie für das eigene Empfinden zu hell ist.

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Sensoren in der Beleuchtung erkennen, ob überhaupt Personen in der Umgebung sind. Ein Lichtadministrator kann dann etwa zeitabhängig die Beleuchtung reduzieren oder auch bestimmen, ob in dem Bereich überhaupt geputzt werden muss, wenn niemand dort in den vergangenen Tagen gearbeitet hat. Zudem melden die Lichtquellen Störungen, so dass der Leuchtmittelaustausch gezielt vorgenommen werden kann.

Damit sich die Kosten für die Installation des Systems rentieren, sollte ein Gebäude mindestens 20.000 Quadratmeter Fläche vorweisen können. Für kleine Einzelinstallationen ist es nicht gedacht, sondern soll gleich ins gesamte Gebäudemanagement integriert werden. Connected Lighting System for Offices ist bereits verfügbar. Eine Referenzinstallation wird derzeit im Bürogebäude The Edge in Amsterdam durchgeführt.

Philips arbeitet an zahlreichen Lichtlösungen, die vernetzt sind. Das Unternehmen sieht hier einen Zukunftsmarkt und bietet Kunden auch Lighting as a Service (LaaS) an. Dabei stellt Philips das Licht und die Stromersparnis finanziert dieses Geschäft. So sollen etwa auch Städte, die die Anfangsinvestitionen scheuen, die Möglichkeit bekommen, vernetzte Straßenbeleuchtungen zu bekommen.

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Optimizer 28. Mai 2014

ich warte auf Power-over-WLAN - das kommt dann wohl am nächsten 1. April ;-)

Casandro 06. Apr 2014

Das schafft man als halbwegs begabter Elektroingenieur in einer Woche. Zumindest als...

blobhopp 03. Apr 2014

Ja so ein astabiler Multivibrator kostet geld! stelld dir doch nur mal vor dein BMW würde...



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