Abo
  • Services:

Potenzielles Sicherheitsproblem: iOS-8-Tastaturen wollen mithören

Unter iOS 8 lassen sich Software-Tastaturen von Drittanbietern nutzen, doch diese verlangen häufig vollen Zugriff und können so übers Netzwerk die eingegebenen Daten übertragen. Apple hatte sich das eigentlich anders vorgestellt, ließ den App-Entwicklern diese Möglichkeit aber für mehr Komfort offen.

Artikel veröffentlicht am ,
Drittanbieter-Tastaturen wollen oft "vollen Zugriff"
Drittanbieter-Tastaturen wollen oft "vollen Zugriff" (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)

Wer eine Dritt-Tastatur unter iOS 8 installiert, erhält von den Programmen oftmals den Hinweis, man möge ihnen doch bitte "vollen Zugriff" gewähren. Tief im mobilen Betriebssystem versteckt befindet sich diese Option: Erst einmal muss die heruntergeladene Tastatur in den Einstellungen unter Allgemein/Tastatur/Tastaturen installiert werden. In ihrem Einstellungsdialog, der noch eine Ebene darunter konfiguriert wird, ist der Schalter für den "vollen Zugriff" zu finden, der standardmässig auf "aus" steht. Nur in dieser Stellung wird der Netzwerkverkehr blockiert, während die Freigabe ihn öffnet. Lediglich bei verdeckten Kennworteingaben ist Apple strikt: Sie werden nicht an den Tastaturanbieter übertragen.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Der Vollzugriff ist für Komfortfunktionen gedacht: Der Anbieter kann so Tippfehler korrigieren, Wortvorschläge machen und Ähnliches. Aber er sieht eben auch alle Eingaben des Anwenders - wovor Apple ausdrücklich beim Aktivieren der Funktion warnt:

Falls Sie der Drittanbieter-App, die die Tastatur enthält, erlauben, auf Ihren Standort, Ihre Fotos und andere persönliche Daten zuzugreifen, kann die Tastatur diese Daten ebenfalls sammeln und an die Server des Tastaturentwicklers übertragen. Falls Sie den vollen Zugriff für eine Drittanbietertastatur deaktivieren und anschließend erneut aktivieren, kann der Entwickler der Tastatur möglicherweise auf Informationen zugreifen, die eingegeben wurden, während der Netzwerkzugriff deaktiviert war.

Anwender sollten sich also sehr genau überlegen, ob sie ihrem Softwarehersteller und dessen Sicherheitsmaßnahmen wirklich vertrauen, bevor sie die Funktion aktivieren. Besonders ärgerlich: Viele Drittanbieter-Tastaturen funktionieren ohne vollen Zugriff gar nicht.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand

Anonymer Nutzer 20. Sep 2014

Viel wichtiger wäre hier eigentlich die Frage,warum die Tastatur bei dir die...

XoGuSi 20. Sep 2014

Bitte das Zitat bis zum Ende lesen. Rund 350.000 können sich im Netzwerk identifizieren...

ralf.wenzel 19. Sep 2014

Ich fand die Idee mit den Keyboards von irgendwelchen Hinterhofklitschen immer schon sch....

__destruct() 19. Sep 2014

Das klingt für mich nach einem ziemlich guten Ausschlusskriterium. Auch, wenn sie...

Netspy 19. Sep 2014

Dann hätte ich es auch runtergeschmissen. Für so eine Handschrifterkennung ist sicherlich...


Folgen Sie uns
       


Probefahrt mit dem Audi E-Tron - Bericht

Golem.de hat den neuen Audi E-Tron auf einem Ausflug in die Wüste von Abu Dhabi getestet.

Probefahrt mit dem Audi E-Tron - Bericht Video aufrufen
Rohstoffe: Woher kommt das Kobalt für die E-Auto-Akkus?
Rohstoffe
Woher kommt das Kobalt für die E-Auto-Akkus?

Für den Bau von Elektroautos werden Rohstoffe benötigt, die aus Ländern kommen, in denen oft menschenunwürdige Arbeitsbedingungen herrschen. Einige Hersteller bemühen sich zwar, fair abgebaute Rohstoffe zu verwenden. Einfach ist das aber nicht, wie das Beispiel von Kobalt zeigt.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Implosion Fabrication MIT-Forscher schrumpfen Objekte
  2. Meeresverschmutzung The Ocean Cleanup sammelt keinen Plastikmüll im Pazifik
  3. Elowan Pflanze steuert Roboter

Eden ISS: Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner
Eden ISS
Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner

Wer in der Antarktis überwintert, träumt irgendwann von frischem Grün. Bei der Station Neumayer III hat das DLR vor einem Jahr ein Gewächshaus in einem Container aufgestellt, in dem ein Forscher Salat und Gemüse angebaut hat. Das Projekt war ein Test für künftige Raumfahrtmissionen. Der verlief erfolgreich, aber nicht reibungslos.
Ein Interview von Werner Pluta

  1. Eden ISS DLR will Gewächshaus-Container am Südpol aus Bremen steuern
  2. Eu-Cropis DLR züchtet Tomaten im Weltall
  3. NGT Cargo Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Kaufberatung: Den richtigen echt kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel finden
Kaufberatung
Den richtigen echt kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel finden

Wer sie einmal benutzt hat, möchte sie nicht mehr missen: sogenannte True Wireless In-Ears. Wir erklären auf Basis unserer Tests, was beim Kauf von Bluetooth-Hörstöpseln beachtet werden sollte.
Von Ingo Pakalski

  1. Nuraphone im Test Kopfhörer mit eingebautem Hörtest und Spitzenklang
  2. Patent angemeldet Dyson soll Kopfhörer mit Luftreiniger planen

    •  /