Roboter: Wenn der Postbot dem Postboten die Post trägt

Briefe austragen ist anstrengend. Die Deutsche Post will ihren Mitarbeitern die Arbeit erleichtern: Der Konzern testet einen Roboter, der den Postboten die Sendungen buchstäblich hinterherträgt.

Artikel veröffentlicht am ,
Roboter Postbot: kann 150 kg Briefe transportieren
Roboter Postbot: kann 150 kg Briefe transportieren (Bild: Deutsche Post)

Groß und gelb ist der Postbot, ein Roboter, den die Post ab der kommenden Woche testet. Er wurde dafür entwickelt, Postboten beim Austragen von Briefen und Paketen zu helfen. Er ist etwa 1,5 m groß und fährt auf vier Rädern. Oben auf dem Chassis sitzt ein Transportbehälter für die Sendungen.

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Der Postbot kann 150 kg transportieren, er selbst wiegt rund 180 kg. Der Antrieb ist elektrisch, die Akkulaufzeit beträgt laut Post rund acht Stunden. Der Roboter fährt maximal 6 km pro Stunde - das ist etwas schneller als Schrittgeschwindigkeit.

  • Der Zustellroboter Postbot kann bis 150 kg Briefe und Pakete transportieren. (Foto: Deutsche Post)
  • Die Post testet den Postbot im Herbst 2017 in Bad Hersfeld. (Foto: Deutsche Post)
  • Der Roboter folgt der Postbotin automatisch. (Foto: Deutsche Post)
Der Zustellroboter Postbot kann bis 150 kg Briefe und Pakete transportieren. (Foto: Deutsche Post)

Der Post-Roboter basiert auf dem Effibot des französischen Robotik-Unternehmens Effidence, er wurde für den Zustellbetrieb umgebaut. Der Roboter ist mit Sensoren ausgestattet, mit denen er Hindernisse erkennt - und die Beine des Postboten. Die dienen zur Orientierung: Geht der Mensch, folgt ihm der Roboter automatisch. Bleibt der Mensch stehen, stoppt auch der Roboter. Kommt ein anderer Mensch oder ein Hindernis zwischen Postbot und Postboten, weicht der Roboter aus oder bleibt stehen.

Den Effibot testete die Post im vergangenen Jahr in einem großen Lager in Unna: Der Effibot folgte dem Lagermitarbeiter, der den Roboter mit Waren belud. War die Ladefläche voll, fuhr der Roboter selbstständig zur Entladestelle. Auch in der Elektrorennserie Formel E, die DHL sponsert, wird der Logistikroboter eingesetzt - unter anderem als Kamerafahrzeug.

Der Roboter entlastet Postboten

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Der Roboter ist dazu gedacht, die Postboten zu entlasten, indem er ihnen die Last abnimmt. Ersetzen soll er sie nicht: Es ist immer noch ein Mensch nötig, der die Briefe in die Briefkästen einwirft. "Unsere Zustellerinnen und Zusteller erbringen jeden Tag Höchstleistungen. Deshalb arbeiten wir permanent an Lösungen, die unsere Mitarbeiter auch bis ins hohe Alter bei der körperlich schweren Arbeit entlasten können. Hierzu gehören neben vielen weiteren Arbeitsmitteln, wie E-Bikes und E-Trikes in der Briefzustellung, auch innovative Robotik-Anwendungen", sagt Jürgen Gerdes, Vorstandsmitglied der Post.

Der Test in Bad Hersfeld in Hessen soll in der kommenden Woche beginnen. Rund sechs Wochen lang soll der Postbot die Zusteller in zwei Zustellbezirken begleiten. "Wir versprechen uns von dem aktuellen Test wichtige Erkenntnisse, wie die Zustellung im Interesse der Beschäftigten weiterentwickelt werden kann", sagt Gerdes. Dazu gehört auch der Einsatz von Lieferdrohnen.

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wlorenz65 06. Okt 2017

Der Film mit dem Postmann hat seinen Ursprung im Jahre 1946 in den deutschen Chartsongs...

thinksimple 05. Okt 2017

Hä?

thinksimple 05. Okt 2017

Es könnte auch Menschen geben die in älteren Städten wohnen in deren Gassen ein Auto...

zereberus 05. Okt 2017

Dann gibt es halt nen roten Knopf, der Postbote drückt den und geht erst mal Kaffee...



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