Abo
  • Services:

Verschlüsselung: Quantencomputer machen meine Forschungsarbeit hinfällig

Die mathematischen Formeln versteht er, bei der Quantenphysik selbst ist sich Eike Kiltz nicht so sicher. Der Mathematiker von der Ruhr-Universität in Bochum ist Experte für Verschlüsselung und steht als solcher Quantencomputern ambivalent gegenüber.

Ein Interview von veröffentlicht am
Eike Kiltz: versucht, Quantencomputer zu überlisten.
Eike Kiltz: versucht, Quantencomputer zu überlisten. (Bild: Nelle/RUB)

Quanten! Quanten! Quanten! Am 23. Juni 2017 geht es auf der Golem.de-Quantenkonferenz um eines der wichtigsten Zukunftsthemen in der IT. Auf der Konferenz treten führende Quantenforscher aus aller Welt auf. Aber wer sind die Experten? Wir haben nachgefragt. Heute: Eike Kiltz von der Ruhr-Universität in Bochum. Auf der Konferenz wird erklären, was es mit Postquantenkryptografie auf sich hat.

Stellenmarkt
  1. Lidl Digital, Leingarten
  2. amedes Medizinische Dienstleistungen GmbH, Hamburg

Golem.de: Wer war der Held Ihrer Kindheit?

Eike Kiltz: Der Fußballer Lothar Woelk.

Golem.de: Welche Erfindung bewundern Sie am meisten?

Kiltz: Den Computer.

Golem.de: Auf welches Gadget würden Sie nicht verzichten und warum?

Kiltz: Auf mein Smartphone. Das brauche ich täglich, darauf lese ich meine E-Mails und habe mein Leben darauf aufgebaut, dass das gut funktioniert.

Golem.de: Was lesen Sie privat am liebsten?

Kiltz: Ich lese gerne Gabriel García Márquez. Das ist in meinen Augen ein klassischer Autor.

Golem.de: Welche technischen Trend lehnen Sie ab?

Kiltz: Snapchat. Weil ich nicht weiß, was ich damit machen soll. Ist das überhaupt ein Trend?

Golem.de: Wie erklären Sie Ihren Großeltern Ihr Forschungsgebiet?

Kiltz: Ich habe es versucht und muss zugeben, dass ich es nicht geschafft habe. Dazu muss ich sagen, dass meine Großmutter 95 ist.

Golem.de: Was fasziniert Sie am Thema Quantentechnologie?

Kiltz: Dass wir mit einem Mal offene Probleme in der Forschung kriegen, die alles revolutionieren, was wir bisher über diverse Dinge gedacht haben.

Golem.de: Wie lange haben Sie gebraucht, um Quantenphysik zu verstehen?

Kiltz: Ich weiß nicht, ob ich das verstehe. Ich weiß auch nicht, wie viele Leute es auf der Welt gibt, die das verstehen. Als Mathematiker kann man immer abstrahieren, und dann kann man über Formeln nachdenken. Die Formeln verstehe ich. Die Physik dahinter verstehe ich, glaube ich, nicht.

Golem.de: Wer war Ihr wichtigster Lehrmeister?

Kiltz: Mein Mathematiklehrer Wolfram Kaunus.

Golem.de: Mit welchem beruflichen Erfolg geben Sie am liebsten an?

Kiltz: Ach, um Gottes willen! Ich gebe nicht gern an.

Golem.de: Welchen Misserfolg in ihrer Forschungsarbeit würden Sie gern vergessen?

Kiltz: Da muss ich passen.

Golem.de: Was wäre für Sie in Bezug auf Ihre Forschung der absolute Alptraum?

Kiltz: Eigentlich: Quantencomputer. Dann würde nämlich mehr als 50 Prozent meiner Forschung hinfällig, weil es sich dabei um klassische Kryptographie handelt, die dann gebrochen würde.

Golem.de: Welche Frage beschäftigt Sie derzeit am intensivsten?

Kiltz: Die Entwicklung von effizienten Verfahren, die sicher sind gegen Quantenangreifer.

Golem.de: Werden Quantencomputer endlich die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest ermitteln?

Kiltz: Nein.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  3. mit Gutschein: HARDWARE50 (nur für Neukunden, Warenwert 104 - 1.000 Euro)
  4. täglich neue Deals bei Alternate.de

Mork v. Ork 15. Jun 2017

Richtig ! Aber ich brauch keinen Quantencomputer! Wir wissen doch, daß die Antwort auf...

emuuu 15. Jun 2017

iPhones wachsen doch auf Bäumen und wurden auf einer von Steve Jobs Safaris die durch...


Folgen Sie uns
       


Asus ROG Phone - Hands On auf der Computex 2018

Das ROG ist ein interessantes Konzept, das sich schon beim an Gamer gerichteten Design von anderen Telefonen unterscheidet. Außergewöhnlich sind die vielen Zubehörteile: darunter ein Handheld-Adapter, ein Desktop-Dock, ein Anstecklüfter und ein Controllermodul. Wir haben es uns angeschaut.

Asus ROG Phone - Hands On auf der Computex 2018 Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

Russische Agenten angeklagt: Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton
Russische Agenten angeklagt
Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton

Die US-Justiz hat zwölf russische Agenten wegen des Hacks im US-Präsidentschaftswahlkampf angeklagt. Die Anklageschrift nennt viele technische Details und erhebt auch Vorwürfe gegen das Enthüllungsportal Wikileaks.

  1. Nach Gipfeltreffen Trump glaubt Putin mehr als US-Geheimdiensten
  2. US Space Force Planlos im Weltraum
  3. Gewalt US-Präsident Trump will Gespräch mit Spielebranche

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

    •  /