Post-Quanten-Kryptographie: Zu viele Vorschläge und zu viele Bytes
Seit etwa einem Jahr versuchen sich Kryptographen daran, im Rahmen eines Verfahrens der US-Standardisierungsbehörde Nist Verschlüsselungsverfahren für die Zukunft auszuwählen, die Schutz vor Quantencomputern bieten – man spricht auch von Post-Quanten-Kryptographie. Insgesamt 69 Verfahren standen zur Auswahl, einige davon sind bereits gebrochen.
Doch nach wie vor sind 48 Vorschläge im Rennen. Immer noch zu viele, findet Daniel Bernstein. Er sprach auf dem Chaos Communication Congress (35C3)(öffnet im neuen Fenster) von einem Denial-of-Service-Angriff auf die kryptographische Community. Denn ein großes Problem bei vielen Verfahren der Post-Quanten-Kryptographie: Es gibt große Zweifel an deren Sicherheit, da es sich um teilweise relativ neue Methoden handelt, die bislang nicht hinreichend untersucht wurden.