CSIDH: Ersatz für Diffie Hellman und kleine Schlüssel

Neben großen Schlüssellängen ist laut Tanja Lange eine weitere Herausforderung, dass sich bisher keines der beim Nist vorgeschlagenen Verfahren eignet, den klassischen Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch direkt zu ersetzen. Doch da gibt es möglicherweise bald Abhilfe: Ein Team, an dem Lange beteiligt ist, hat einen neuen Algorithmus auf Basis supersingulärer Isogenien entwickelt, der genau das bietet: CSIDH (ausgesprochen "Seaside").

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Für die Implementierung ist CISDH sehr attraktiv: Mit 64 Byte kommt der Algorithmus mit sehr kleinen Schlüsseln aus und ist damit schon nahe an aktuellen Verschlüsselungsverfahren ohne Quantensicherheit dran. CSIDH ist nicht Teil des Nist-Verfahrens, dafür wurde er zu spät entwickelt.

Auch warnt Tanja Lange, dass im Moment niemand diesen Algorithmus nutzen sollte. Denn dafür ist er noch zu neu. Die gesamte Klasse der Verfahren basierend auf Isogenien gilt bisher als nur begrenzt vertrauenswürdig, denn es ist von allen Post-Quanten-Methoden die jüngste. Der erste Vorschlag für derartige Verschlüsselungsalgorithmen wurde 2011 veröffentlicht.

Nist aufgrund von Haushaltssperre inaktiv

Als nächsten Schritt plant das Nist, die Zahl der Algorithmen für die zweite Runde deutlich zu reduzieren. Zurzeit passiert dort allerdings nichts, da die US-Behörde aufgrund der Haushaltssperre in den USA nicht arbeitet. Auch die Webseite ist derzeit nicht erreichbar, die Informationen über die eingereichten Vorschläge lassen sich gerade nur über die Wayback-Machine abrufen.

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