Abo
  • Services:

Google experimentiert mit HRSS

Google-Entwickler Adam Langley hat im Dezember angekündigt, dass bald ein zweites Post-Quanten-Experiment mit TLS starten solle. Dafür setzt man auf einen Verschlüsselungsalgorithmus namens HRSS, dieser wird aber kombiniert mit einem klassischen Verfahren auf Basis elliptischer Kurven genutzt. HRSS ist ein Lattice-Schlüsselaustausch und basiert auf dem Ntru-Verfahren. Google setzt eine neue Variante von HRSS ein, die nicht mit der im Nist-Verfahren übereinstimmt.

Stellenmarkt
  1. Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  2. BWI GmbH, Nürnberg, München, deutschlandweit

Ntru ist unter den Post-Quanten-Algorithmen einer der älteren Kandidaten. Es wurde bereits 1996 entwickelt, lange Zeit wurde es aber praktisch nicht genutzt, da es durch Patente geschützt war. Doch die Ntru-Patente sind inzwischen ausgelaufen.

Beim Google-Experiment ist nur der Schlüsselaustauch sicher vor Quantencomputern, die Signaturen nutzen weiterhin klassische Algorithmen wie RSA oder ECDSA. Doch das hat auch seine Berechtigung: Heute verschlüsselte Daten könnten gespeichert und in Zukunft entschlüsselt werden, bei Signaturen gibt es derartige Probleme nicht.

Patente könnten jedoch für andere der vorgeschlagenen Algorithmen zum Problem werden. Wie Daniel Bernstein ausführt, gibt es eine ganze Reihe von Vorschlägen, bei denen die Entwickler der Algorithmen Patente halten. Bei weit verbreiteten Protokollen wie TLS ist die Nutzung von patentierten Algorithmen praktisch nicht vorstellbar, zumindest nicht, wenn die Patentinhaber keine kostenlose Nutzung zulassen.

Ein Patent, das lange Zeit nicht bekannt war, betrifft eine Klasse von Lattice-Algorithmen, die eine Methode namens Ring Learning with Errors nutzen. Eine ganze Reihe von Einreichungen des Nist-Wettbewerbs basiert darauf. Laut Bernstein ist nicht eindeutig, ob dieses Patent vor den ersten Veröffentlichungen des RLWE-Algorithmus eingereicht wurde. Wäre dies der Fall, wäre das Patent ungültig.

 Post-Quanten-Kryptographie: Zu viele Vorschläge und zu viele BytesCSIDH: Ersatz für Diffie Hellman und kleine Schlüssel 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 44,99€
  3. 34,95€
  4. 8,99€

Folgen Sie uns
       


Huawei zu Spionagevorwürfen im Golem.de Interview

Der deutsche Pressesprecher von Huawei erklärt den Umgang mit Spionagevorwürfen.

Huawei zu Spionagevorwürfen im Golem.de Interview Video aufrufen
Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck


    Echo Wall Clock im Test: Ach du liebe Zeit, Amazon!
    Echo Wall Clock im Test
    Ach du liebe Zeit, Amazon!

    Die Echo Wall Clock hat fast keine Funktionen und die funktionieren auch noch schlecht: Amazons Wanduhr ist schon vielen US-Nutzern auf den Zeiger gegangen - im Test auch uns.
    Ein Test von Ingo Pakalski

    1. Amazon Echo Link und Echo Link Amp kommen mit Beschränkungen
    2. Echo Wall Clock Amazon verkauft die Alexa-Wanduhr wieder
    3. Echo Wall Clock Amazon stoppt Verkauf der Alexa-Wanduhr wegen Technikfehler

    Fitbit Versa Lite im Test: Eher smartes als sportliches Wearable
    Fitbit Versa Lite im Test
    Eher smartes als sportliches Wearable

    Sieht fast aus wie eine Apple Watch, ist aber viel günstiger: Golem.de hat die Versa Lite von Fitbit ausprobiert. Neben den Sport- und Fitnessfunktionen haben uns besonders der Appstore und das Angebot an spaßigen und ernsthaften Anwendungen interessiert.
    Von Peter Steinlechner

    1. Smartwatch Fitbit stellt Versa Lite für Einsteiger vor
    2. Inspire Fitbits neues Wearable gibt es nicht im Handel
    3. Charge 3 Fitbit stellt neuen Fitness-Tracker für 150 Euro vor

      •  /