Evelyn Berezins erstes Jahresgehalt betrug in etwa 45.000 US-Dollar

Die Firma war ein Startup namens Electronic Computer Corporation, oft kurz Elecom oder auch einfach ECC genannt. Im Vorstellungsgespräch wurde Evelyn aufgefordert, einen Schaltkreis zu entwerfen - und wurde sofort als Logikdesignerin angestellt. Das Jahresgehalt betrug 4.500 Dollar, nach heutigem Wert 45.000 Dollar.

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Die bei Elecom entworfenen Computer waren Röhrencomputer, die magnetische Trommelspeicher benutzen. Das erste Projekt war eine Maschine, die Schusstabellen berechnen sollte, wie schon ein paar Jahre davor der berühmte Eniac. Im Unterschied zu Eniac verfügte das Elecom-Modell mit dem Namen Aberdeen Machine jedoch über Vektor-Operationen.

Außerdem wurde es mit einem Programm betrieben, auf das elektronisch zugegriffen werden konnte, im Gegensatz zur Plugboard-Programmierung des Eniac. Berezin war damals die einzige Frau im Team und auch die einzige Logikdesignerin der Firma.

Alles, vom Entwurf des Systems, über die benötigten Abläufe bis hin zu den Protokollen und Berechnungsverfahren, stammt also von ihr. Danach folgte unter anderem ein Röhrencomputer-Projekt für die Aboverwaltung des Fortune-Magazins.

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1957 wurde Elecom von dem Schreibmaschinenhersteller Underwood Typewriter Company aufgekauft, der in das Computergeschäft einsteigen wollte. Noch im gleichen Jahr stellte Underwood aber fest, dass es nicht die Finanzen für die teure Computerentwicklung hatte: Elecom wurde geschlossen, den Mitarbeitern teilte man ihre Entlassung durch einen auf die Bürolautsprecher gelegten Telefonanruf mit.

Ein gerade in der Entwicklung befindlicher Mini-Röhrencomputer für ein Abrechnungssystem stand zu dem Zeitpunkt kurz vor der Fertigstellung. Obwohl bereits Prototypen fertig waren, versuchte Underwood nicht einmal, das Design an eine andere Firma zu verkaufen. 1959 wurde Underwood selbst von Olivetti aufgekauft.

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"Sein System war nicht flexibel genug"

Ein paar Wochen später fand Berezin bei der Firma Teleregister einen neuen Job. Dort war man gerade dabei, ein Computerdesign zu erstellen. Erfahrung damit hatte jedoch keiner der Angestellten. Um Expertise aufzubauen, hatte man einen der Ingenieure zum MIT geschickt.

Das von ihm erstellte Design wurde sofort von Berezin verworfen. "Bei Betrachtung der Logik und des vorgeschlagenen Programmiersystems wurde klar, dass es sich nicht wirklich um ein geeignetes Design handelte, da es nicht das war, was ich als geschlossenes System bezeichnete. Es war nicht flexibel genug, um irgendeine Art von Berechnung zuzulassen", erinnerte sich Berezin an ihre ersten Arbeitstage.

Als Neuling in einer Firma bisherige Arbeitsergebnisse für nicht brauchbar zu erklären, war Evelyn zu heikel. Diplomatisch geschickt schlug sie vor, einen externen Experten hinzuzuziehen, der die Lösungsansätze des Ingenieurs und ihren beurteilen sollte. Ihr Vorschlag wurde ausgewählt. Und das System war kein Röhrencomputer mehr, es wurden Transistoren verwendet. Als Speicher dienten aber nach wie vor die guten alten Trommeln.

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 Von 8 bis 17 Uhr arbeitete sie, danach besuchte sie bis 22 Uhr Abendkurse''Die Sprache auf dem Börsenparkett ist nichts für Frauenohren'' 
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Crass Spektakel 13. Mär 2021

Ich habe nie wirklich dumme Menschen erlebt. Aber sehr wohl kenne ich Menschen denen...

schily 11. Mär 2021

Das basiert meines Wissens nach auf einem Motorola 6502 und kann daher nicht das erste...

schily 10. Mär 2021

Siehe meinen Beitrag, ich vermute sogar, daß das Satzsystem auf Basis einer...

Eheran 09. Mär 2021

Schade, dass du auf nichts eingehst. Da ist viel Potential für eine (Grundsatz-) Diskussion.

FreiGeistler 09. Mär 2021

Der mit dem "ewiggestrigen"? Es ist einfacher, sich auf ein Geschlecht zu versteifen (ob...



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