Von 8 bis 17 Uhr arbeitete sie, danach besuchte sie bis 22 Uhr Abendkurse

Im Versuchslabor arbeiteten ausschließlich junge Männer, die abends studierten, die nun aber mehrheitlich in den Krieg ziehen müssten, wie der Physiklehrer erklärte. Das IPI stellte die Tinte für fast den gesamten Buch- und Zeitungsdruck her. Evelyn bewarb sich gleich am nächsten Tag und wurde sofort angenommen.

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Der Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 hatte für Evelyn aber noch andere Folgen. Es wurden spezielle Bildungsprogramme eingeführt, sie konnte dadurch am bis dato nur für Männer vorgesehenen Brooklyn Polytechnic Institute Mathematik studieren, sowie Physik und Chemie an der New York University.

Ihre Eltern hielten sie nicht vom Physikstudium ab, sagte sie später, "sie wussten einfach nicht, was Physik war und dass dieses Fach allgemein als etwas galt, das Mädchen nicht studierten". Evelyn arbeitete an den Wochentagen von 8 Uhr morgens bis 17:20 Uhr abends und samstags halbtags. Montags bis freitags besuchte sie anschließend von 18 bis 22 Uhr die Abendkurse. "Eine Stunde dauerte die U-Bahnfahrt jeweils. Meine Hausaufgaben erledigte ich wie alle anderen auch unterwegs."

1946 erhielt sie ihren Abschluss in Physik und von der Atomic Energy Commission ein Fellowship, mit dem sie für ihre Doktorarbeit Teilchenphysik studieren konnte. Ihre erste Vorlesung in Nuklearphysik habe am Tag nach dem Atombombenangriff auf Hiroshima stattgefunden, erinnerte sie sich später.

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"Ich wusste von der Arbeit des eigentlich geheimen Manhattan Project, weil ich im Jahr 1943 mit einem Kommilitonen trinken gegangen war, der mir davon erzählte", berichtete Evelyn Berezin Jahrzehnte später. Etwas später habe sie dann einen anderen Freund, der mittlerweile in Princeton studierte, ganz direkt gefragt, ob er an der Bombe arbeitete. "Ich kann immer noch nicht glauben, wie naiv ich damals war", sagte sie.

In dieser Zeit lernte Evelyn bei einem Blind Date ihren späteren Mann Israel Wilenitz kennen, der für ein Jahr zum Chemiestudium aus Großbritannien gekommen war. 1951 heirateten die beiden, 51 Jahre würden sie ein Paar sein.

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Keine Physiker gebraucht - dann eben was mit Computern

Evelyn Berezin brauchte einen Job. Über ihren Betreuer bei der Doktorarbeit kam sie in Kontakt mit einem auf Physiker spezialisierten Headhunter. Mittlerweile hatte jedoch der Korea-Krieg begonnen und Präsident Truman hatte einen Anwerbestop der US-Regierung verfügt - Arbeit für Physiker gab es damals aber fast nur im Staatsdienst.

Kurz entschlossen fragte Evelyn nach einem Computer-Job, weil sie irgendwo gelesen hatte, dass deren Schaltkreise so ähnlich seien wie die, die sie früher an der Universität für die Experimente mitentworfen hatte. "Und er antwortete, er habe noch nie von Computern gehört", aber zufällig habe er an diesem Morgen einen Anruf von jemandem in Brooklyn erhalten, der Leute für eine Computerfirma suche, erinnerte sich Berezin in einem Interview aus dem Jahr 2014.

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 Evelyn Berezin: Sie entwickelte die erste TextverarbeitungsmaschineEvelyn Berezins erstes Jahresgehalt betrug in etwa 45.000 US-Dollar 
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Crass Spektakel 13. Mär 2021

Ich habe nie wirklich dumme Menschen erlebt. Aber sehr wohl kenne ich Menschen denen...

schily 11. Mär 2021

Das basiert meines Wissens nach auf einem Motorola 6502 und kann daher nicht das erste...

schily 10. Mär 2021

Siehe meinen Beitrag, ich vermute sogar, daß das Satzsystem auf Basis einer...

Eheran 09. Mär 2021

Schade, dass du auf nichts eingehst. Da ist viel Potential für eine (Grundsatz-) Diskussion.

FreiGeistler 09. Mär 2021

Der mit dem "ewiggestrigen"? Es ist einfacher, sich auf ein Geschlecht zu versteifen (ob...



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