Abo
  • Services:
Anzeige
Auf einem solchen mobilen Router lässt sich Portal mit integriertem Tor nutzen.
Auf einem solchen mobilen Router lässt sich Portal mit integriertem Tor nutzen. (Bild: Openwrt)

Portal: Tor für mobile Router

Auf einem solchen mobilen Router lässt sich Portal mit integriertem Tor nutzen.
Auf einem solchen mobilen Router lässt sich Portal mit integriertem Tor nutzen. (Bild: Openwrt)

Anonymes Surfen mit Tor ist noch sicherer, wenn die Software nicht auf dem eigenen Rechner läuft. Die Software Portal integriert Tor in die Firmware Openwrt und lässt sich so auf ausgewählten mobilen Routern nutzen.

Wer Tor nutzen will, muss sich zunächst einmal eingehend damit beschäftigen. Denn Unachtsamkeit kann dazu führen, dass eine vermeintlich anonyme Verbindung es dann doch nicht ist. Das kann für einen Benutzer und seine Kontakte gefährlich werden. Deshalb haben Entwickler das Projekt Portal erdacht. Damit werden Tor und optionale Erweiterungen in die Firmware eines mobilen Routers integriert. Nutzer müssen dann nicht mehr darauf achten, ob sie Tor eingeschaltet haben und ihre privaten Daten bleiben trotzdem hinter dem Router versteckt.

Anzeige

Auf der Def Con 22 haben Ryan Lackey und Marc Rogers das Projekt Portal vorgestellt. Portal hat nichts mit dem gleichnamigen Spiel zu tun. Das englische Wort für Eingang ist die Abkürzung für "Personal Onion Router To Assure Liberty", zu Deutsch: der persönliche Onion Router zur garantierten Freiheit. Entwickelt hat die Software der Datenexperte Thaddeus Grugq, der bereits an dem sicheren Chatprogramm Invisble.im mitwirkt.

Openwrt mit Tor

Portal ist modifizierte Openwrt-Firmware, in der zunächst Tor integriert ist. Darüber hinaus lassen sich in Portal Erweiterungen für Tor nutzen, die sogenannten Pluggable Transports. Damit lassen sich über Tor passierende Datenströme zusätzlich verschleiern, etwa mit Obfs4 oder Scramblesuite, die selbst die Headers in den Datenpaketen verschlüsseln. Ferner liegt Format-Transforming-Encryption bei, mit der sich Tor-Daten so formatieren lassen, dass sie beispielsweise wie SSH-Daten aussehen. Denn selbst wenn Schnüffler nicht in Tor-Daten hineinsehen könnten, machten sich Anwender schon verdächtig, wenn sie Tor nutzen, so die beiden Entwickler.

Damit soll sich Portal von ähnlichen Projekten wie Pogoplug Safeplug oder Onion Pi abheben, einem Linux-basierten Betriebssystem mit integriertem Tor für das Raspberry Pi. Auch die Linux-Distribution mit integriertem Tor habe ihre Schwächen, sagten Lackey und Rogers. Zum einen handele es sich um ein Linux-System, dessen Software für viele fremd sei. Zum anderen sei es nicht möglich, unter Tails auf die Speichermedien des Rechners zuzugreifen. Dass Tails sich auch auf einem USB-Stick mit einer verschlüsselten Datenpartition installieren lässt, erwähnten die beiden Datenexperten nicht.

Software auf Github

Portal wird gegenwärtig nicht auf Hardware ausgeliefert. Vielmehr müssen Nutzer ausgewählte mobile Router mit der angepassten Openwrt-Firmware flashen. Das dürfte aber genau diejenigen Nutzer überfordern, die die Portal-Entwickler mit dem Projekt eigentlich ansprechen wollen. Wer sich den Quellcode von Portal ansehen will, findet ihn auf Github. Dort gibt es auch eine Liste der Router, auf denen Portal funktionieren soll.


eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsche Post DHL Group, Frankfurt
  2. Dataport, Hamburg
  3. Hella Gutmann Solutions GmbH, Ihringen nahe Freiburg im Breisgau und Colmar
  4. STAUFEN.AG, Köngen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 1,29€
  2. (-80%) 3,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Sicherheitslücken

    Mehr als 30 Klagen gegen Intel wegen Meltdown und Spectre

  2. Nightdive Studios

    Arbeit an System Shock Remake bis auf Weiteres eingestellt

  3. FTTH

    Landkreistag fordert mit Vodafone Glasfaser bis in Gebäude

  4. Programmiersprache

    Go 1.10 cacht besser und baut Brücken zu C

  5. Letzte Meile

    Telekom macht Versuche mit Fixed Wireless 5G

  6. PTI und IBRS

    FreeBSD erhält Patches gegen Meltdown und Spectre

  7. Deutsche Telekom

    Huawei und Intel zeigen Interoperabilität von 5G

  8. Lebensmittel-Lieferservices

    Für Berufstätige auf dem Lande oft "praktisch nicht nutzbar"

  9. Fertigungstechnik

    Intel steckt Kobalt und 4,5 Milliarden US-Dollar in Chips

  10. Homepod im Test

    Smarter Lautsprecher für den Apple-affinen Popfan



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test: Raven Ridge rockt
Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test
Raven Ridge rockt
  1. Raven Ridge AMD verschickt CPUs für UEFI-Update
  2. Krypto-Mining AMDs Threadripper schürft effizient Monero
  3. AMD Zen+ und Zen 2 sind gegen Spectre gehärtet

Razer Kiyo und Seiren X im Test: Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
Razer Kiyo und Seiren X im Test
Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  1. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  2. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet
  3. Razer Akku- und kabellose Spielemaus Mamba Hyperflux vorgestellt

Freier Media-Player: VLC 3.0 eint alle Plattformen
Freier Media-Player
VLC 3.0 eint alle Plattformen

  1. Ein mobiler Supermarkt wär mal was

    DreiChinesenMit... | 19:18

  2. Re: Hier mal meine Argumente

    Unix_Linux | 19:16

  3. Re: Warum hat Kupfer so einen negativen Ruf?

    Pedrass Foch | 19:16

  4. Re: Anonymisierte Bewerbungen wünschenswert

    elknipso | 19:15

  5. Re: Klangvergleich zu echten Lautsprechern?

    mehrfachgesperrt | 19:07


  1. 18:27

  2. 18:09

  3. 18:04

  4. 16:27

  5. 16:00

  6. 15:43

  7. 15:20

  8. 15:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel