Portal: Facebook plant zwei smarte Lautsprecher mit Display

Gleich zwei smarte Lautsprecher mit Display will Facebook auf den Markt bringen und damit in Konkurrenz zu Amazon und Google treten. Aber die Vorstellung ist auf Juli 2018 verschoben worden.

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Facebook plant zwei smarte Lautsprecher mit Display.
Facebook plant zwei smarte Lautsprecher mit Display. (Bild: Leon Neal/AFP/Getty Images)

Es gibt neue Informationen zu Facebooks Portal, dem smarten Lautsprecher mit Display. Er könnte später erscheinen, als bisher erwartet. Eigentlich sollte das Gerät im Mai 2018 vorgestellt werden, aber nach Informationen von Fertigungsherstellern wurde der Termin auf Juli 2018 verschoben, wie Digitimes berichtet. Facebook wolle die Zeit nutzen, um den Klang des Lautsprechers zu verbessern und Software-Optimierungen vorzunehmen.

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Parallel wird ein zweites Modell entwickelt, das den Codenamen Fiona trägt. Der Bericht geht davon aus, dass Fiona weniger gut ausgestattet sein wird als Portal, der unter dem Codenamen Aloha entwickelt wird. Beide haben einen 15 Zoll großen Touchscreen. Welche technischen Unterschiede es geben wird, ist nicht bekannt. Die meisten Informationen liegen derzeit für Portal vor - beide Geräte wurden bislang nicht offiziell von Facebook angekündigt.

Mit Portal will Facebook in Konkurrenz zu Amazon und Google treten. Amazon ist mit dem Echo Show bereits im Markt vertreten, Google will zusammen mit Partnern ab Sommer 2018 smarte Lautsprecher mit Display anbieten. Portal soll vor allem dafür gedacht sein, mit anderen in Kontakt zu bleiben. Daher nimmt die Videotelefoniefunktion einen hohen Stellenwert ein. Zudem soll das Gerät weitere soziale Funktionen bieten.

Facebook setzt auf Videotelefonie

Mit der im Lautsprecher eingebauten Weitwinkelkamera können wohl Personen erkannt und automatisch dem entsprechenden Facebook-Profil zugeordnet werden. Dabei soll Facebook auf die seit Jahren genutzte Gesichtserkennungsfunktion zurückgreifen, die auch innerhalb des Netzwerks zum Einsatz kommt. Wie die Alexa- und Google-Assistant-Geräte soll Portal mit der Stimme bedient werden können. Unklar ist, welche Technik verwendet wird, um die Sprachsteuerung zu ermöglichen.

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Echo Show wird von Amazon auch damit vermarktet, dass er unkompliziert für Videotelefonate verwendet werden kann. Das bestätigte sich in unserem Test des Echo Show. Ähnliches hat möglicherweise auch Facebook im Sinn; das Unternehmen will die Videochat-Funktion im Facebook Messenger damit populärer machen. Prinzipiell stehen diese Funktionen schon für eine Reihe anderer Geräte bereit.

Portal soll außerdem zum Musikhören und Ansehen von Videos verwendet werden können. Als Beispiele werden Spotify und Netflix genannt. Welche anderen Musik- und Videostreamingdienste darauf genutzt werden können, ist noch nicht bekannt.

Erscheint Portal zunächst nur in den USA?

Weiterhin ist offen, ob Portal gleich international erscheint oder zunächst in den USA verkauft wird. Amazon, Google und jetzt auch Apple haben ihre ersten smarten Lautsprecher immer zunächst in den USA auf den Markt gebracht. Erst mehrere Monate oder teilweise sogar Jahre später erschienen die Geräte dann auch in Deutschland.

Facebook will Portal wohl für 500 US-Dollar auf den Markt bringen, hier wäre aber auch ein niedrigerer Preis denkbar. Falls es bei 500 US-Dollar bliebe, wäre Portal mit 15-Zoll-Display mehr als doppelt so teuer wie Konkurrenzprodukte. Amazons Echo Show mit Alexa kostet mit 7-Zoll-Display 220 Euro respektive 230 US-Dollar. Lenovo will seinen smarten Lautsprecher mit Google Assistant und 10-Zoll-Display für 250 US-Dollar auf den Markt bringen. Die 8-Zoll-Variante des Lenovo-Geräts soll mit 200 US-Dollar günstiger als das Amazon-Modell mit kleinerem Display werden.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll seinen Angestellten bereits gesagt haben, es sei nicht wichtig sei, dass mit Portal Geld verdient werde. Er wolle damit das Nutzerverhalten ändern und die Anwender dazu bringen, Portal so intensiv wie ein Smartphone zu verwenden.

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