Portal: Facebook-Mitarbeiter schreiben unerlaubt Amazon-Rezensionen

Facebook-Mitarbeiter sind dabei erwischt worden, dass sie für Facebooks eigenes smartes Display namens Portal positive 5-Sterne-Bewertungen auf Amazon veröffentlicht haben. Die Rezensionen sollen bald verschwinden.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook-Mitarbeiter bewerten Portal auf Amazons Webseite.
Facebook-Mitarbeiter bewerten Portal auf Amazons Webseite. (Bild: Facebook)

Facebook-Mitarbeiter haben gegen Amazons Bestimmungen zu Kundenrezensionen verstoßen, indem sie als Mitarbeiter Bewertungen für eigene Produkte auf der Amazon-Webseite veröffentlicht haben. Darauf machte der Technik-Kolumnist Kevin Rose auf Twitter aufmerksam: Ihm war aufgefallen, dass es auf Amazon.com Rezensionen für Facebooks smartes Display Portal von Kunden gibt, die den gleichen Namen tragen wie Mitarbeiter von Facebook.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (w/m/d) .NET
    HAUX-LIFE-SUPPORT GmbH, Karlsbad
  2. Senior Frontend Developer (m/w/d)
    Seriotec GmbH, München
Detailsuche

In den Nutzungsbedingungen Amazons heißt es, dass Kunden keine Rezensionen erstellen dürften, wenn sie für den Hersteller des Produkts arbeiteten. Rose war sich zunächst nicht sicher, ob die ihm aufgefallenen Rezensionen tatsächlich von Facebook-Angestellten stammten. Schon eine Stunde später bestätigte der Facebook-Manager Andrew Bosworth auf Twitter jedoch, dass die Amazon-Rezensionen von Facebook-Mitarbeitern geschrieben worden seien.

Laut Facebook wurde dies nicht vom Unternehmen gesteuert. Bosworth zitierte in seiner Twitter-Nachricht aus einem internen Papier: "Wir möchten eindeutig NICHT, dass Facebook-Mitarbeiter sich dafür einsetzen, Bewertungen für die Produkte abzugeben, die wir über Amazon verkaufen." Die Mitarbeiter sollen gebeten worden sein, die Rezensionen zu entfernen.

Bisher ist bekannt, dass drei Facebook-Mitarbeiter Amazon-Rezensionen schrieben. Alle drei scheinen Portal bei Amazon gekauft zu haben, die Rezensionen werden als verifizierte Käufe gekennzeichnet.

Golem Karrierewelt
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    30.05.-03.06.2022, Virtuell
  2. Microsoft 365 Administration: virtueller Drei-Tage-Workshop
    01.-03.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Facebook hatte das smarte Display Portal im Oktober 2018 vorgestellt. Es ist vor allem dazu gedacht, über das Facebook-Netzwerk zu telefonieren. Für Videotelefonate gibt es eine Videokamera mit Nachverfolgungstechnik. Portal läuft mit Amazons digitalem Assistenten Alexa.

Facebook verkauft Portal bislang nicht in Deutschland. Es gibt zwei Ausführungen: Das Basismodell für 200 US-Dollar hat derzeit auf Amazon.com 160 Kundenrezensionen, davon sind 101 Fünf-Sterne-Bewertungen. Das teurere Modell für 350 US-Dollar kommt bei Amazon.com auf 61 Rezensionen, davon sind 33 Fünf-Sterne-Bewertungen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


plutoniumsulfat 18. Jan 2019

Das ist wohl eher mit einem Monitor zu vergleichen.

SanderK 18. Jan 2019

Ist in der Tat eine gute Methode die Geschwindigkeit des Internetanschlusses im Auge zu...

Justizopfer 18. Jan 2019

Der Chef von Facebook hat charakterliche Mängel. Zeigt der ja immer wieder. warum sollen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ukrainekrieg
Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert

Eine Switchblade-Drohne hat offenbar einen russischen Panzer getroffen. Dessen Besatzung soll sich auf dem Turm mit Alkohol vergnügt haben.

Ukrainekrieg: Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert
Artikel
  1. Retro Computing: Lotus 1-2-3 auf Linux portiert
    Retro Computing
    Lotus 1-2-3 auf Linux portiert

    Das Tape-Archiv eines BBS mit Schwarzkopien aus den 90ern lädt Google-Entwickler Tavis Ormandy zum Retro-Hacking ein.

  2. Übernahme: Twitter zahlt Millionenstrafe und Musk schichtet um
    Übernahme
    Twitter zahlt Millionenstrafe und Musk schichtet um

    Die US-Regierung sieht Twitter als Wiederholungstäter bei Datenschutzverstößen und Elon Musk will sich das Geld für die Übernahme nun anders besorgen.

  3. Heimnetze: Die Masche mit dem Nachbarn
    Heimnetze
    Die Masche mit dem Nachbarn

    Heimnetze sind Inseln mit einer schmalen und einsamen Anbindung zum Internet. Warum eine Öffnung dieser strengen Isolation sinnvoll ist.
    Von Jochen Demmer

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Mindstar (u. a. Palit RTX 3050 Dual 319€, MSI MPG X570 Gaming Plus 119€ und be quiet! Shadow Rock Slim 2 29€) • Days of Play (u. a. PS5-Controller 49,99€) • Viewsonic-Monitore günstiger • Alternate (u. a. Razer Tetra 12€) • Marvel's Avengers PS4 9,99€ • Sharkoon Light² 200 21,99€ [Werbung]
    •  /