Portal: Facebook bringt sonderbare Echo-Show-Variante

Facebook hat eine Art Echo-Show-Variante vorgestellt. Das Portal genannte Display hat Kameras mit Nachverfolgungstechnik, um damit Videotelefonate durchführen zu können. Auf dem Facebook-Gerät läuft Amazons digitaler Assistent Alexa, aber jenseit davon fehlt vor allem viel.

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Portal für Videotelefonate über den Facebook Messenger
Portal für Videotelefonate über den Facebook Messenger (Bild: Facebook)

Facebook hat mit Portal ein sehr sonderbares Gerät vorgestellt. Es ist insbesondere eines, um Videoteleofonate über die Facebook-Dienste durchzuführen. Vor einigen Monaten gab es erste Berichte dazu, dass Facebook an einem smarten Lautsprecher arbeite. Mit der Vorstellung von Portal ist aber klar, dass Facebook keinen eigenen digitalen Assistenten plant. Im Vergleich zu Amazons Echo Show sind die Fähigkeiten von Portal begrenzt, obwohl das Facebook-Gerät ebenfalls mit Amazons Alexa läuft.

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Facebook erhofft sich, dass Kunden Geld für ein Gerät ausgeben, das vor allem zum Führen von Videotelefonaten verwendet wird. Das ist der Haupteinsatzzweck von Portal und dem größeren Portal Plus. In beiden Geräten befindet sich eine 12-Megapixel-Kamera mit 8-fachem Zoom und einem Weitwinkelbereich von 140 Grad.

Die Kamera soll mit Hilfe entsprechender Intelligenz Personen nachverfolgen können, wenn sich diese durch den Raum bewegen. Dabei sollen Videotelefonate für den anderen so aussehen, als wenn ein Kameramann den Anrufer verfolgt. Wenn mehrere Personen im Bereich der Kamera sind, wird der Weitwinkelbereich aktiviert, damit alle im Bild sind. Gesichtserkennung beherrscht Portal nicht.

Beide Portalgeräte haben Fernfeldmikrofone und sollen bei Telefonaten störende Hintergrundgeräusche herausfiltern können. Das Mikrofon kann bei Bedarf mit einem Schalter am Gerät ausgeschaltet werden. Auch die Kamera kann mit einem Knopfdruck deaktiviert werden. Über die Mikrofone gelangen Sprachbefehle in das Gerät.

Videotelefonate nur über den Facebook Messenger

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Videotelefonate können mit dem Portal-Gerät nur über den Facebook Messenger getätigt werden - hierbei wird nicht einmal Whatsapp unterstützt, das zum Facebook-Universum gehört. Für Videochats sind keine zwei Portal-Geräte möglich, die Facebook-App auf einem Smartphone oder Tablet kann darüber angerufen werden. Andere Videotelefoniedienste werden allerdings nicht unterstützt.

  • Portal (Bild: Facebook)
  • Portal (Bild: Facebook)
  • Portal (Bild: Facebook)
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  • Portal (Bild: Facebook)
  • Portal Plus (Bild: Facebook)
  • Portal Plus (Bild: Facebook)
  • Portal Plus (Bild: Facebook)
Portal (Bild: Facebook)

Telefonate können auf Zuruf oder über den Touchscreen durchgeführt werden. Für die Sprachsteuerung nutzt Facebook ein eigenes System, das aber nur für Telefonate konzipiert ist. Generell ist der Funktionsumfang der Portal-Geräte stark beschränkt: Nicht einmal normale Facebook-Nachrichten erscheinen auf dem Gerät, selbst wenn darin Videos enthalten sind. Auch die Nutzung von Instagram ist nicht vorgesehen und es gibt keinen Browser. Das Abspielen von Youtube-Videos, Filmen oder Serien von Videostreaming-Diensten ist damit nicht möglich. Im Ruhebetrieb kann Portal Fotos des eigenen Facebook-Kontos und von Facebook-Freunden anzeigen.

Alexa mit Funktionseinschränkungen

Neben der Videochatfunktion soll Portal alle Alexa-Funktionen beherrschen. Viele Details gibt es dazu bisher aber nicht. In jedem Fall wird das Facebook-Gerät die gleichen Einschränkungen wie Alexa-Geräte anderer Hersteller haben: Denn Amazon liefert den vollen Alexa-Funktionsumfang generell nur für die eigenen Echo-Geräte. Möglicherweise bietet Alexa sogar weniger Funktionen, denn Portal kann nur Musik von Spotify und einem weiteren US-Dienst, nicht aber von Amazon Music.

  • Portal (Bild: Facebook)
  • Portal (Bild: Facebook)
  • Portal (Bild: Facebook)
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  • Portal (Bild: Facebook)
  • Portal (Bild: Facebook)
  • Portal (Bild: Facebook)
  • Portal Plus (Bild: Facebook)
  • Portal Plus (Bild: Facebook)
  • Portal Plus (Bild: Facebook)
Portal Plus (Bild: Facebook)

Das normale Portal-Modell hat einen 10,1 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln. Im größeren Portal Plus befindet sich ein 15,6 Zoll großer Touchscreen mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Beide Displays bieten also für die Größe keine besonders hohe Auflösung. Beide Portals unterstützen Dual-Band-WLAN sowie Bluetooth 4.2. Portal Plus kann wahlweise im Hoch- oder Querformat verwendet werden, weil das Display drehbar ist. Das kleinere Portal-Modell kann nur im Querformat verwendet werden.

Facebook will beide Portal-Modelle im November 2018 auf den US-Markt bringen. Bisher ist nicht bekannt, ob die Geräte auch in Deutschland angeboten werden. Das normale Portal-Modell kostet 200 US-Dollar, Portal Plus ist mit 350 US-Dollar fast doppelt so teuer.

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