Portable SSD T7 Touch ausprobiert: Samsungs USB-3.2-Gen2-SSD wird per Finger entsperrt

Die Portable SSD T7 Touch ist Samsungs erste externe NVMe-SSD die per USB 3.2 Gen2 mit dem Host-System verbunden wird. Die Verschlüsselung funktioniert mittels Passwort oder Fingerabdruck.

Ein Hands-on von veröffentlicht am
Samsungs Portable SSD T7 Touch mit USB 3.2 Gen2
Samsungs Portable SSD T7 Touch mit USB 3.2 Gen2 (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Nachdem Hersteller wie Adata oder Crucial bereits externe NVMe-USB-3.2-Gen2-SSDs anbieten, zieht Marktführer Samsung nach: Die Portable SSD T7 Touch ist der Nachfolger der Portable SSD T5 mit Sata-USB-3.2-Gen2, aber dennoch langsamer als die Portable SSD X5 mit Thunderbolt-3-Anbindung. Zur Erinnerung: USB 3.2 Gen1 alias USB 3.0 schafft 5 GBit/s als theoretischen Durchsatz, bei USB 3.2 Gen2 sind es 10 GBit/s und bei Thunderbolt 3 dann 40 GBit/s.

Äußerlich erinnert die Portable SSD T7 Touch mit ihrem silbernen oder schwarzen Metallgehäuse an frühere externe SSDs von Samsung. Auch die Maße von 85 x 57 x 8 mm kommen uns bekannt vor, wobei die Portable SSD T7 Touch ein bisschen länger als eine Portable SSD T5 ist und optisch schlanker wirkt. Samsung legt ein Kabel mit zwei USB-C-Steckern und eines mit USB-C-auf-USB-A bei.

Im Inneren der externen SSD steckt eine extra entworfene Platine und kein mSata- oder M.2-Kärtchen mit Adapter-Board. Samsung kombiniert zwei Flash-Packages ohne DRAM direkt mit dem SSD-Controller (Pablo), hinzu kommt ein ASM2362 von Asmedia. Dieser Bridge-Chip übersetzt die NVMe/PCIe-Signale zum USB-3.2-Gen2-Interface, wobei die Schnittstelle mit 10 GBit/s bremst. Der ASM2362 schafft zwar 2 GByte/s, aber USB 3.2 Gen2 nur 1,25 GByte/s abzüglich Overhead.

Wie die Adata SE800 und die Crucial X8 erreicht auch die Portable SSD T7 Touch eine Spitzengeschwindigkeit von rund 1 GByte/s bei sequenziellen Lese- und Schreibvorgängen. Bei kleinen oder gemischten Daten sinkt die Geschwindigkeit bedingt durch den Controller und den Flash-Speicher. Weil Samsung auf Zellen mit drei Bit (TLC) setzt, gibt es zudem einen Schreibpuffer. Der fasst rund 40 bei unserem 1-TByte-Testmuster, dann sinkt die Schreibrate auf 340 MByte/s. Samsung selbst gibt 22 GByte, 42 GByte und 78 GByte an - das entspricht dem Doppelten pro Kapazität einer 970 Evo.

Um eine Überhitzung zu vermeiden, verbaut Samsung ein sogenanntes ePCM. Das steht für Encapsulated Phase Change Material und beschreibt einen Latentwärmespeicher, welcher die im Betrieb entstehende Hitze aufnimmt und dann an das Metallgehäuse ableitet. Ohne künstlich Last zu erzeugen, konnten wir die Portable SSD T7 Touch im Kurztest jedoch nicht zum Drosseln zwingen, da Datentransfers wie große Spieleordner offenbar nicht genügend Abwärme provozieren.

Die externe SSD funktioniert unter Android, Linux, MacOS und Windows. Außer für Linux liefert Samsung die Portable-SSD-Software zur optionalen AES-256-Hardware-Verschlüsselung mit. Einmal angeschlossen, leuchtet der blaue LED-Ring rund um den Fingerdrucksensor herum auf. Damit dieser genutzt werden kann, muss jedoch weiterhin ein Passwort vergeben werden - so wie bisher auch schon.

Samsung verkauft die Portable SSD T7 Touch mit 500 GByte für 145 Euro, mit 1 TByte für 215 Euro und mit 2 TByte für 405 Euro. Die Garantie beträgt drei Jahre.

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sofries 09. Jan 2020

Na klar. Funktioniert sogar sehr gut. Habe eine komplettes Windows 10 auf einer...

FreiGeistler 09. Jan 2020

Eben. Bei welcher verschlüsselnden Festplatte kann man die Sicherheit verifizieren?

My1 09. Jan 2020

ich finde die neuen namen jedenfalls bescheuert und ich persönlich denke dass es schöner...

Myxin 09. Jan 2020

MMD, Danke Marc. :-)



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