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Port Royale 4: Verfügbarkeit und Fazit

Neben den Handelsrouten gibt es zusätzlich weitere Beschäftigungen, die wir nicht automatisieren können und wollen. Das sind etwa Aufträge mit Speziallieferungen für den Vizekönig oder Belagerungen. Außerdem können wir Siedlungen aufbauen, indem wir Wohnhäuser oder Produktionsstätten in Hexfelder platzieren. Port Royale 4 enthält also auch eine Portion Aufbauspiel - so umfangreich und ausgefeilt wie ein Anno ist dieser Teil aber nicht.

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Eine weitere Besonderheit ist, dass in Port Royale 4 die Seekämpfe gegen Piraten oder andere Mächte rundenbasiert laufen - in allen Vorgängerspielen gab es ein Echtzeitsystem. Pro Zug können wir unsere Kanonen backbords und steuerbords nacheinander abfeuern, weshalb wir geschickt etwa Seitenwechsel und andere Taktiken anwenden können. Wer darauf keine Lust hat, überspringt die Gefechte einfach - das Ergebnis wird dann vom Spiel anhand der jeweiligen Kampfstärke berechnet.

Neben diesen Hauptelementen gibt es noch sehr viel mehr zu tun: Wir können Kapitäne anheuern, müssen die Einwohnerzahl der Siedlungen im Auge behalten und gegebenenfalls durch bessere Lebensbedingungen mehr Volk anlocken.

Wir müssen das Wetter ebenso wie die Bilanzen im Auge behalten, uns um die Beziehungen zum Vizekönig und zu anderen Mächten kümmern - tendenziell gibt es eher mehr als wenig zu tun.

  • Am Leuchtturm können wir Konvois zusammenstellen. (Bild: Kalypso Media/Screenshot: Golem.de)
  • Es gibt mehrere Arten von Schiffen, auch Militärboote. (Bild: Kalypso Media/Screenshot: Golem.de)
  • Im sehr ausführlichen Tutorial bekommen wir auch das Ruhmsystem erklärt. (Bild: Kalypso Media/Screenshot: Golem.de)
  • In der Kampagne gibt's mehrere Protagonisten mit unterschiedichen Perks. (Bild: Kalypso Media/Screenshot: Golem.de)
  • Die Beziehungen zur Krone und zu den Städten sind wichtig. (Bild: Kalypso Media/Screenshot: Golem.de)
  • Einen relativ großen Teil der Spielzeit verbringen wir in derartigen Ansichten. (Bild: Kalypso Media/Screenshot: Golem.de)
Am Leuchtturm können wir Konvois zusammenstellen. (Bild: Kalypso Media/Screenshot: Golem.de)

Port Royale 4 erscheint am 25. September 2020 für Windows-PC (rund 50 Euro) sowie für Xbox One und Playstation 4 (jeweils rund 60 Euro). Das Spiel enthält weder einen Multiplayermodus noch Mikrotransaktionen. Von der USK hat es eine Freigabe ab 6 Jahre erhalten.

Port Royale 4 (Playstation 4)

Fazit

Von Traumständen und Seefahrerromantik sollte man sich nicht täuschen lassen: Port Royale 4 ist eine Wirtschaftssimulation, mit der vor allem kühl kalkulierende Tüftler auf ihre Kosten kommen. Trotz des sehr guten - wenn auch langatmigen - Tutorials ist der Einstieg fordernd. Wer sich nicht konzentriert um sein Handelsimperium kümmert, erleidet finanziellen Schiffbruch.

Das detaillierte Wirtschaftssystem wirkt glaubwürdig, Angebot und Nachfragen sind nachvollziehbar und die Spieler müssen sich gleichzeitig auf Zahlen und auf ihr Gespür verlassen.

Die Bedienung ist gut, das mit der Zeitbeschleunigung beim Rauszoomen sogar nahezu genial. Eines aber stört enorm: Wenn wir Waren günstig kaufen oder verkaufen wollen, müssen wir alle Hafenstädte anklicken und in die entsprechende Übersicht wechseln. Wir möchten das bitte schon von der Weltkarte aus sehen - hoffentlich bessern die Entwickler hier nach.

Rundenbasierte Seeschlachten passen zu dieser Art von Spiel, die Umsetzung ist insgesamt gelungen. Allerdings dürfte es Serienfans geben, die mit dieser Umstellung nicht einverstanden sind.

Ebenfalls nur bedingt ist das Programm für jene geeignet, die eigentlich ein neues Anno oder Siedler erwarten. Statt Aufbau steht das Handeln und Wirtschaften deutlich im Vordergrund - aber wer genau das sucht, sollte Kurs auf Port Royale 4 nehmen.

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 Port Royale 4 im Test: Kapitalisten in der Karibik
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hhf1 28. Sep 2020

"Flair" - das trifft es. Genau!

migrosch 26. Sep 2020

Ich dachte bei der Überschrift an die Secondaries (Kanonen) von World of Warships...

most 25. Sep 2020

Als alter Pirates! Veteran haben mir die Kämpfe mit den Schiffen immer viel Spaß gemacht...


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