Porsche Design Mate RS im Test: Das P20 Pro in wahnwitzig teuer

In Deutschland kostet Huaweis Porsche Design Mate RS 1.550 Euro - dafür bekommen Käufer technisch ein P20 Pro, das ähnlich aussieht wie das Mate 10 Pro. Den Aufpreis von 800 Euro halten wir trotz neuer Technologien für aberwitzig, ein Luxusgerät ist das Smartphone für uns nicht.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Huawei Porsche Design Mate RS
Das Huawei Porsche Design Mate RS (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Luxus-Smartphones lassen sich meistens in zwei Kategorien einordnen: blingbling oder unauffällig. Zur ersten Kategorie gehören beispielsweise die Geräte des mittlerweile geschlossenen Herstellers Vertu, zur zweiten die von Huawei und Porsche Design gemeinsam entworfenen Smartphones.

Mit dem Mate RS haben der chinesische Hersteller und das deutsche Produktdesign-Unternehmen ein Smartphone auf den Markt gebracht, das auf den ersten Blick nicht nach 1.550 Euro ausschaut; so viel müssen Käufer für das Gerät nämlich auf den Tisch legen. Im Test wird uns jedoch auch auf den zweiten und dritten Blick nicht klar, warum das Smartphone nun so viel mehr als das vergleichbare P20 Pro kostet - Luxus können wir während unseres Tests nicht finden.

Mit seinen abgerundeten Display-Rändern macht das Mate RS einen ähnlichen optischen Eindruck wie Samsungs aktuelle Galaxy-Modelle - zumindest von vorne und wenn wir den auffälligen und in unseren Augen eher unansehnlichen "Porsche Design"-Schriftzug unterhalb des Displays ignorieren. Als sehr viel edler als das Design des P20 Pro oder des Mate 10 Pro empfinden wir das des Mate RS nicht. Die Verarbeitung ist gut, aber auch nicht besser als die des P20 Pro oder Mate 10 Pro.

Der OLED-Bildschirm ist sechs Zoll groß, hat ein Format von 2:1 und eine Auflösung von 2.880 x 1.440 Pixeln - damit also mehr als das gleichgroße Mate 10 Pro oder auch das P20 Pro. Interessanterweise ist im Werkszustand allerdings die niedrigere Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln eingestellt, sie lässt sich manuell in den Einstellungen erhöhen.

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Die Darstellungsqualität ist gut, die Farben sind nicht übersättigt. Die Blickwinkelstabilität ist gut, ebenso die Schärfe. Dank eines Lichtsensors lässt sich die Farbwärme des Bildschirms dem Umgebungslicht anpassen - eine praktische Funktion, die das preisgünstigere P20 Pro allerdings auch hat. Die abgerundeten Display-Ränder stören uns beim Mate RS genauso wie bei den aktuellen Top-Geräten von Samsung: Sie erfüllen keinen Zweck, im Gegenteil - durch die Lichtbrechung führen sie zu Bildstörungen, die uns besonders bei Videos, aber auch bei alltäglichen Anwendungen wie Browsen stören.

  • Das Mate RS hat ein OLED-Display mit abgerundeten seitlichen Rändern. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Das Mate RS hat keine Einbuchtung im Display. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist die Dreifachkamera verbaut, die Huawei auch im P20 Pro verwendet. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die Kamera hat einen 40-Megapixel-Hauptsensor, der sehr scharfe Aufnahmen ermöglicht. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Vom Design her ist das Mate RS eine Mischung aus Samsungs aktuellen Galaxy-S-Modellen und Huaweis Mate 10 Pro. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Die abgerundeten Display-Ränder stören uns beim Mate RS genauso wie bei den Samsung-Smartphones. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Das Mate RS wird zusammen mit einer Lederhülle geliefert. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
  • Das Porsche Design Mate RS kommt mit einer Scheckkarte mit Porsche-Design-Logo - damit der Nutzer auch ja nicht vergisst, was er für ein Smartphone hat. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)
Das Porsche Design Mate RS kommt mit einer Scheckkarte mit Porsche-Design-Logo - damit der Nutzer auch ja nicht vergisst, was er für ein Smartphone hat. (Bild: Christoph Böschow/Golem.de)

Zudem vermuten wir, dass Huawei beim Mate RS ein POLED-Display verwendet, das aus gegossenem Kunststoffsubstrat besteht. Wie bei anderen Bildschirmen dieser Bauart können wir bei nicht voll aufgedrehter Helligkeit das Substrat im Hintergrund als feines, granulares Muster erkennen - das ist bauartbedingt und nicht zu vermeiden. Hätte Huawei auf die unnützen abgerundeten Display-Ränder verzichtet, hätte der Hersteller ein Display von der Qualität des P20 Pro einbauen können, das uns besser gefällt. Eine Notch, also eine Einbuchtung am oberen Display-Rand, hat das Mate RS übrigens nicht.

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Neuer Fingerabdrucksensor unter dem Display-Glas 
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Finkenschinken 26. Jun 2018

mit so einer durchsichtigen Hülle. Wofür sonst extra fürs Design bezahlen... https...

ygrello 24. Jun 2018

Apple kann nicht ihre iPhones für 6k verkaufen. Apple kann teurer verkaufen aber nicht...

Ach 22. Jun 2018

Hey, ja das gehört noch dahin, das mit Siemens als den Hersteller. Ist einfach schon so...

derdiedas 22. Jun 2018

und weiss das es genügend Menschen gibt denen Geld wurscht ist. Und die 800 Preis...

BlackPro 21. Jun 2018

Nutze seit Jahren das S7 Edge und kann diese gehate überhaupt nicht nachvollziehen. Und...



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