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Porsche, BMW, Audi: Elektrische Luxusautos mit Kaufprämie finanziert

Die Kaufprämie für E-Autos richtet sich an Haushalte mit niedrigem Einkommen. Doch gefördert wurden auch ein BMW i7 oder ein Porsche Taycan.
/ Friedhelm Greis
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Selbst eine Luxuslimousine wie der BMW i7 wurde schon gefördert. (Bild: BMW)
Selbst eine Luxuslimousine wie der BMW i7 wurde schon gefördert. Bild: BMW

Von der neuen Kauf- und Leasingprämie der Bundesregierung für E-Autos und Plug-in-Hybride sind bislang rund 350 Fahrzeugversionen gefördert worden. Das geht aus der ersten umfassenden Monatsstatistik(öffnet im neuen Fenster) (PDF) hervor, die das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) veröffentlichte. Demnach wurden bis zum Stichtag 1. August 2026 26.875 Förderanträge bewilligt und 117 Millionen Euro ausgezahlt.

Das Förderprogramm richtet sich ausdrücklich an Haushalte mit eher niedrigem Einkommen. Es sei "insbesondere auch für Familien, die sich sonst keinen Neuwagen, der umweltfreundlich ist, leisten können", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider bei der Präsentation des Programms im Januar 2026.

Antragsteller kann als Strohmann dienen

Die maximale Fördersumme erhalten nur Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 45.000 Euro und mindestens zwei minderjährigen Kindern. Liegt das zu versteuernde Haushaltseinkommen über 90.000 Euro, ist keine Förderung möglich.

Dieses Limit führte jedoch nicht dazu, dass keine Luxusautos staatlich bezuschusst wurden. Denn der Fahrzeugpreis ist im Gegensatz zu früheren Förderprogrammen nicht gedeckelt. So finden sich in der Statistik zwei geförderte BWM i7 eDrive 50 zum Basispreis von 115.700 Euro, eine G-Klasse von Mercedes für mindestens 144.000 Euro, ein Porsche Taycan GTS für 148.000 Euro oder ein Audi S E-Tron GT für 126.000 Euro.

Insgesamt wurden 36 Porsche gefördert, darunter 17 Macan 4. Aus der Statistik geht nicht hervor, ob die Luxusautos gekauft oder geleast wurden. Die Förderbedingungen machen keine Einschränkungen dazu, wer den Kauf des Autos finanziert und es am Ende nutzt. Vorgegeben ist lediglich, dass der Antragsteller das Fahrzeug 36 Monate lang nicht verkauft.

VW-Konzern mit meisten Förderungen

Bislang nehmen vor allem Haushalte ohne Kinder die Förderung in Anspruch. Deren Anteil liegt bei 63 Prozent. Der Anteil von Familien mit zwei oder mehr Kindern beträgt 24 Prozent. In den restlichen Haushalten gibt es nur ein "förderrelevantes" Kind.

Von der Förderung profitierte der Volkswagen-Konzern bislang am stärksten. Dem Bafa zufolge wurden 6.239 VW-Fahrzeuge bezuschusst, es folgen Tesla mit 4.590 Exemplaren vor Stellantis mit 3.838 und Hyundai/Kia mit 2.973. Tesla ist allerdings die stärkste Einzelmarke vor Skoda, Cupra, Hyundai, VW, Leapmotor, Kia und BYD.

Ein Vergleich der am meisten verkauften Modelle ist nicht so leicht möglich, da vom Tesla Model Y nur eine Variante aufgelistet ist, während es vom Skoda Elroq sechs Versionen gibt. Mit 3.067 geförderten Exemplaren liegt das Model Y allerdings deutlich vor dem Elroq mit 2.239 Förderungen. Das Tesla Model 3 taucht 1.517 Mal in der Statistik auf, gefolgt vom Hyundai Inster (1.092) und Leapmotor T03 (754).

Plug-in-Hybride machen rund acht Prozent der geförderten Fahrzeuge aus. Die Zahlen für Kauf und Leasing liegen sehr dicht beieinander.

Nur wenige Prozent der Förderhöhe ausgeschüttet

Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger sieht nach dem Ende der aktuellen Prämie für Elektroautos keinen Bedarf für immer neue staatliche Kaufanreize. "Die Förderung wird viel genutzt", sagte der CDU-Politiker nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa bei einem Unternehmensbesuch in Neumünster, betonte aber zugleich: "Für die Zukunft halte ich eine weitere Förderung von Elektro-Pkw nicht für erforderlich." E-Autos seien gut entwickelt und mittlerweile auch kostengünstig, so dass sie sich dann auch so am Markt behaupten müssten.

Der Fördertopf für die Kaufprämie ist auf drei Milliarden Euro begrenzt. Bislang wurden davon nur 3,9 Prozent bewilligt. Bis Anfang August 2026 sollen schon mehr als 100.000 Anträge eingegangen sein. Das Bafa will nach Angaben der Bundesregierung künftig jeden Monat eine aktuelle Förderstatistik veröffentlichen.


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