Porsche 919 Hybrid Evo: Hybrid-Porsche stellt neuen Streckenrekord in Spa auf

Schneller als Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton: Porsche hat seinen Hybridrenner von allen Restriktionen des technischen Reglements befreit und auf die Rennstrecke in Spa geschickt. Der Bolide unterbot seine eigene Bestzeit aus dem vergangenen Jahr um 12 Sekunden und entthronte die Königsklasse des Motorsports.

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Porsche 919 Hybrid Evo in Spa mit Neel Jani am Steuer: ab 2019 in der Formel E
Porsche 919 Hybrid Evo in Spa mit Neel Jani am Steuer: ab 2019 in der Formel E (Bild: Porsche)

Stavelot, Blanchimont und natürlich die Mutkurve Eau Rouge: Spa-Francochamps gehört zu den Höhepunkten der Saison einer jeden Rennserie, die nach Belgien kommt. Den Streckrekord hielt Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton - bis jetzt: Neel Jani war in einem Porsche mit Hybridantrieb schneller.

Jani fuhr am Montag auf dem belgischen Grand-Prix-Kurs eine Rundenzeit von 1 Minute und 41,77 Sekunden. Damit unterbot der Schweizer den Rundenrekord, den Hamilton im vergangenen Jahr in der Qualifikation zum Großen Preis von Belgien aufgestellt hatte, um 0,783 Sekunden. Die Runde auf der spektakulären Strecke, die wegen des Höhenunterschieds und vielen Kurven auch Ardennen-Achterbahn genannt wird, ist 7,004 Kilometer lang.

Der Zuffenhausener Sportwagenhersteller war 2014 zu den Langstreckenrennen zurückkehrt. Der 919 Hybrid ist ein Le-Mans-Prototyp mit Hybridantrieb (LMP1-H). Zwar haben die Teams in der Langstreckenweltmeisterschaft (World Endurance Championship, WEC) mehr Freiheiten als etwa die Teams in der Formel 1. So setzten Audi, Porsche und Toyota auf unterschiedliche Konzepte bei ihren Hybridantrieben.

Um jedoch das Kräfteverhältnis zwischen den drei Herstellern ausgeglichen zu halten, hat der Weltauto- und Motorsportverband Fédération Internationale de l'Automobile (FIA) ein recht strenges technisches Reglement erlassen, etwa was die Aerodynamik angeht, die Durchflussmenge des Benzins oder die Menge an elektrischer Energie, die in einer Runde zurückgewonnen werden durfte.

"Wir wussten immer: Egal, wie erfolgreich der 919 Hybrid war - seine ganzen Fähigkeiten konnte er niemals ganz zeigen", sagt Stephen Mitas, leitender Renningenieur von Porsches LMP1-Programm. Um das volle Potenzial des Autos zu demonstrieren, hat Porsche den 919 Hybrid Evo gebaut. Bei dieser Version des 919 wurden die Restriktionen weggelassen, wie die Software, die den Benzindurchfluss begrenzt. Außerdem hat das Auto noch einige neue aerodynamische Teile wie einen größeren Front-Diffusor und Seitenschürzen sowie ein aktiv gesteuertes Drag Reduction System (DRS) bekommen, weshalb es deutlich mehr Abtrieb und aerodynamische Effizienz hat.

Mit dem erhöhten Treibstoffdurchfluss - zum Einsatz kommt übrigens E20 mit 20 Prozent Bioethanol-Anteil - ist die Leistung von 550 PS im Rennen auf 720 PS gestiegen. Die zusätzliche elektrische Energie - statt der im Rennen erlaubten 6,37 Megajoule pro Runde konnte Jani 8,49 Megajoule nutzen - hat noch einmal 40 PS mehr gebracht. Statt 400 PS leistet der Elektroantrieb 440 PS. Jani hatte also bei der Rekordrunde fast das Anderthalbfache der Leistung zur Verfügung, die er im vergangenen Jahr beim Sechs-Stunden-Rennen in Spa einsetzen durfte.

Der Anspruch ist höher als im Rennen

"Der 919 Evo ist brutal beeindruckend. Er ist definitiv das schnellste Auto, das ich je gefahren bin. Das Grip-Niveau ist für mich eine völlig neue Dimension, das konnte ich mir vorher so nicht vorstellen. Die Abläufe auf einer einzelnen Runde mit dem 919 Evo sind derartig schnell, dass der Anspruch an die Reaktionsschnelligkeit noch einmal ein ganz anderer ist als ich ihn aus der WEC kenne", sagte Jani nach seiner Rekordrunde. "Wir sind nicht nur schneller als die F1-Polepostion von 2017. Die Runde war zwölf Sekunden schneller als unsere WEC-Pole aus dem vergangenen Jahr!"

Die vergangene Saison 2017, in der einer der beiden 919 den Meistertitel gewann, war Porsches letzte in der WEC. Die Schwaben steigen in der Saison 2019/20 mit einem Werksteam in die Formel E ein. Eine neue Rekordrunde im Porsche wird es also nicht geben. Es wird indes spannend sein, ob Mercedes Lewis Hamilton in der Qualifikation zum Großen Preis von Belgien im August genug Leistung freigibt, damit er sich den Rundenrekord zurückholt.

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ArcherV 11. Apr 2018

Laut Handbuch 45L.

kendon 11. Apr 2018

Niemand, das ist ja der Punkt. Auch das ganze Geheule von wegen psychischem Druck im...

Dwalinn 11. Apr 2018

Also ich habe durchaus schon Schachmeisterschaften im Fernsehen gesehen und eure...

Anonymer Nutzer 10. Apr 2018

da eignet sich der Porsche bestimmt sehr gut. So wird auch nicht sinnlos Zeit vertan.



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