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Pornwall: Landesmedienchef will Pornofilter nach britischem Vorbild

Der Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt, Andreas Fischer, möchte, dass Provider den britischen Weg der Pornofilter ohne Vorurteile prüfen. Dort sperren die Pornofilter auch Aufklärungsseiten für Vergewaltigungsopfer.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Andreas Fischer
Andreas Fischer (Bild: Niedersächsische Landesmedienanstalt)

Internet Service Provider in Deutschland sollten die Einführung von Pornofiltern nach britischem Vorbild prüfen. Das hat der Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt, Andreas Fischer, vorgeschlagen. "Die sogenannten Pornofilter sind ein Instrument, um Eltern zu helfen, ihre Kinder vor nicht altersgerechten Inhalten aus dem Netz zu schützen", sagte Fischer der Nachrichtenagentur dpa. "Die großen deutschen Internetprovider sollten den britischen Weg ohne Vorurteile prüfen."

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Pornofilter seien nicht perfekt und auch kein Patentrezept, so Fischer. "Sie sind auch kein Ersatz für entsprechende Medienerziehung und eine vertrauensvolle Zuwendung der Eltern."

Im August 2013 war bereits der CSU-Rechtsexperte Norbert Geis für Internetfilter nach dem britischen Vorbild eingetreten. Geis sagte der Bild-Zeitung: "Kinder und Jugendliche müssen vor der Pornografie im Internet besser geschützt werden. Dafür brauchen wir jetzt dringend spezielle Filter und verbindliche Altersbeschränkungen, so dass man sich für die Nutzung von pornografischen Inhalten im Netz persönlich anmelden muss." Geis ist im Arbeitskreis Jugend der Landesgruppe der CSU.

Großbritannien führte ab dem Jahr 2014 einen Pornofilter für alle Nutzer ein, der erst aktiv ausgeschaltet werden muss. Auch alle öffentlichen WLANs sollten einen vorinstallierten Inhaltefilter bekommen.

Die Provider, die das Abkommen mit Cameron unterzeichnet hatten, waren BT, Sky, Talktalk und Virgin. Von den Firmen werden 17,6 Millionen der 19,2 Millionen Breitbandnutzer des Landes versorgt. Der Pornofilter werde auch für andere Inhalte eingesetzt, berichtete die digitale Bürgerrechtsorganisation Open Rights Group unter Berufung auf Internetprovider. Danach können die Nutzer Internetfilter aktivieren für die Themenbereiche "Gewaltdarstellungen, extremistische und terroristische politische Inhalte, Webseiten zu Magersucht und Essstörung, Suizid-Webseiten, Alkohol, Rauchen, Webforen, esoterisches Material und Umgehungstools für Netzsperren."

Wie die Listen der blockierten Webangebote entstehen, ist unbekannt. Es scheint sich aber nicht nur um IP-basierte Listen zu handeln. Auch Wortfilter werden offenbar eingesetzt. Das würde erklären, warum Ende Dezember 2013 auch die Website der Parlamentsabgeordneten Claire Perry gesperrt wurde. Sie gehört zu den Befürwortern der Netzzensur, weshalb Begriffe wie Pornografie und Sex auf ihrer Seite vergleichsweise häufig zu lesen sind.

O2 hatte aber auch die Wohltätigkeitsorganisation NSPCC (National Society for the Prevention of Cruelty to Children) blockiert, die sich gegen Kindesmissbrauch einsetzt, sowie die Website einer Hilfe-Hotline für Kinder. Talktalk hatte zwischenzeitlich Aufklärungsseiten und Hilfsangebote für Vergewaltigungsopfer unzugänglich gemacht und die British Telecom eine Anlaufstelle für Missbrauchsopfer sowie anerkannte Plattformen für Homosexuelle.



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Ben Stan 15. Feb 2014

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Rulf 14. Feb 2014

zb wirst du in der deutschen presse keine infos zum privatleben von politikern finden...

mysimon 12. Feb 2014

Dann werden die Pornos halt per Bluetooth, etc. verteilt. Außerdem kann ja jeder nen...

morecomp 12. Feb 2014

Das Internet ist zwar für Pornos bestens geeignet aber nicht jeder will die dort auch...


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