Pornografie: Onlyfans will Aufnahmen von "sexuellem Verhalten" verbieten
Nacktbilder und -Videos sollen auf Onlyfans weiter erlaubt bleiben. Auf Druck der Zahlungsdienstleister wird das Angebot aber eingeschränkt.
Die in London ansässige und vor allem zum Verkauf von Pornografie genutzte Plattform Onlyfans wird ab 1. Oktober die auf der Seite erlaubten Inhalte deutlich einschränken. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf eine Pressemitteilung, wie etwa Motherboard. Demnach seien Darstellungen von "sexuell explizitem Verhalten" künftig nicht mehr erlaubt.
Dies geschehe unter anderem, um die Plattform langfristig nachhaltig bewirtschaften zu können und weiter eine inklusive Community aus Inhalteerstellern und Fans hosten zu können, so Onlyfans. In der Mitteilung heißt es aber auch weiter: "Diese Änderungen sollen den Wünschen unserer Bankpartner und Zahlungsanbieter entsprechen."
Das deutet darauf hin, dass die Änderungen nicht wirklich freiwillig von Onlyfans umgesetzt werden. So hat der Dienst mehr als 130 Millionen Nutzer. Die Betreiber haben laut dem Guardian im Jahr 2020 mehr als 2 Milliarden US-Dollar an die Inhalteersteller ausgezahlt. Onlyfans behält eine Provision von 20 Prozent für Zahlungen über die Plattform ein. Der mit Abstand größte Teil dürfte dabei mittels pornografischer Inhalte umgesetzt werden.
Starkes Wachstum ohne Investoren
Einem Bericht von Axios zufolge erwartet Onlyfans für das Jahr 2021 aufgrund aktueller Einnahmen einen Umsatz von rund 6 Milliarden US-Dollar bei 1,2 Milliarden US-Dollar Gewinn. Für das kommende Jahr 2022 wird sogar nochmal eine Verdoppelung von Umsatz und Gewinn erwartet. Darüber hinaus hat Bloomberg bereits berichtet, dass Onlyfans mit etwa 1 Milliarde US-Dollar bewertet wird. Dennoch haben die aktuellen Betreiber der Plattform laut Axios wohl massive Probleme damit, Investoren und Partner zu finden.
Um also doch noch Geldgeber zu gewinnen, will sich Onlyfans offenbar von seinem Porno-Image verabschieden. Schon jetzt unterliegen die Regeln für Inhalte immer wieder Änderungen, so ist etwa die Darstellung von Sex im Freien bereits verboten. Zusätzlich dazu arbeitet die Plattform daran, das Angebot für nicht-pornografische Medien zu erweitern. Zuletzt startete die Plattform sogar eine spezielle App, in der es explizit keine Nacktheit geben soll.
Zumindest derzeit heißt es zwar noch, dass künftig immerhin weiter Nacktheit auf der Plattform erlaubt werde. Ob und wie lange das noch der Fall sein wird, ist derzeit aber nicht abzusehen. So hatte die BBC recherchiert, dass die Altersverifikation bei Onlyfans sehr leicht manipulierbar ist. In einigen Fällen sollen zur Authentifizierung gefälschte Führerscheine oder auch der Reisepass der älteren Schwester ausreichend gewesen sein. Das führte zu zahlreichen Forderungen an Onlyfans, Änderungen an der Plattform vorzunehmen, etwa aus der Politik.
Ähnlich verhält es sich nun also auch mit den Zahlungsanbietern und Banken, die Änderungen erzwingen. Neu ist dieses Vorgehen dabei jedoch nicht. So hatten die Kreditkartenanbieter Mastercard und Visa Ende vergangenen Jahres ihre Zahlungen an die Pornoplattform Pornhub eingestellt, woraufhin sich der Anbieter gezwungen sah, einen Großteil der Inhalte auf der Plattform zu löschen. Im Frühjahr dieses Jahres folgten schließlich strenge Regeln von Mastercard für Porno-Anbieter.
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ist aber frei. Steht ja auch nirgendwo das Freiheit sauber, geordnet oder sonstwie nach...
gibts halt weniger Nachwuchs-so what? Wenn die Weltbevölkerung von alleine stagniert oder...
Woher kennt denn PayPal das Motiv des Shirts?
Es gibt ganze darkweb seiten, die sich allein auf den OF Quatsch spezialisiert haben. Der...